Auf Kurzausflug zum Wörthersee: Windgeschützt im Klagenfurter Becken
Auf Kurzausflug zum Wörthersee: Windgeschützt im Klagenfurter Becken Bilder

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Rund um den Wörthersee spielen Mineraliensteine eine große Rolle. Bilder

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Ein Ausflugsschiff in Höhe der Reifnitzer Bucht. Bilder

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Pörtschach – Es sieht nicht gut aus: Regen! Die Vorhersage für die nächsten Tage ebenfalls nicht: Regen! Dabei war es voriges Mal doch noch ganz anders: Sonnenschein und Temperaturen um die 30 Grad. Hochsommer im Vorfrühling! Hitzerekorde schon im Mai! Auch dafür kann der Wörthersee im österreichischen Bundesland Kärnten stehen.

Durch Tauern- und Katschbergtunnel

Die Reise war angenehm. Alles in allem über 800 Kilometer. An Nürnberg vorbei, München und dann vor Salzburg Richtung Villach unter anderem durch Tauern- und Katschbergtunnel in den Abend hinein. Die Baustellen haben gar nicht so sehr gestört, vor allem dann nicht, wenn sie bequem und ohne großen Zeitverlust zu umfahren waren.

Jahr für Jahr GTI-Kult in Reifnitz[foto id=“506038″ size=“small“ position=“right“]

Pörtschach also wieder. Und die Villa Rainer direkt am Nordufer des Wörthersees, wo der Schäferhund am Eingang zur Rezeption den ganzen Tag über sein Schläfchen zu halten scheint. Nichts, aber auch gar nichts kann ihn offenbar in seiner Ruhe stören. Selbst der Lärm, der in den Tagen um Himmelfahrt auf der anderen Seite zu hören ist, nicht. Dort, in Reifnitz, findet alle Jahre wieder das längst kultige GTI-Treffen statt.

Günstige klimatische Lage

Wir lassen es leiser angehen, fahren um den See, den größten Kärntens und zugleich einen der wärmsten in den Alpen wegen der überaus günstigen klimatischen Lage nicht weit von Slowenien. Im mittleren Teil zwischen Maria Wörth und Pörtschach, haben wir im Internetlexikon Wikipedia nachgelesen, soll es ursprünglich drei Inseln gegeben haben, von denen eine wie Maria-Loretto in der Ostbucht durch Absenkung des Wasserspiegels um 1770 zur Halbinsel von Maria Wörth geworden ist, wodurch die zuvor bestehende Brücke keinen Sinn mehr gemacht hat.

[foto id=“506039″ size=“small“ position=“left“]Kapuziner- und Schlangeninsel

Die beiden anderen Inseln, so das Internetlexikon, sind die Kapuzinerinsel bei Unterdellach und die Schlangeninsel, die ihren Namen nicht von dort lebenden Schlangen, sondern wegen ihrer Gestalt erhalten hat, als Bestandteil des Pörtschacher Strandbades aber vor Jahren gastfreundlicher zur „Blumeninsel“ umbenannt worden ist.

Für die Slowenen der Veldener See

Der Name Wörthersee soll auf den alten deutschen Begriff Werder für Insel, Niederung (mittelhochdeutsch: wert) zurückgehen. Bis ins 19. Jahrhundert hinein sei sogar noch die Bezeichnung Werdersee verwendet worden. Den Namen des Sees haben also, schlussfolgern die Einwohner in den Orten rundherum, eigentlich seine vier Inseln, Schlangen-, Kapuzinerinsel, Maria Wörth und Maria Loretto, geprägt, wobei Maria Wörth und Maria Loretto mittlerweile eben nur noch mit dem Ufer verbundene Halbinseln sind. Bei den benachbarten Slowenen heißt der See übrigens Vrbsko jezero, der Veldener See.

Ein (Fernseh-)Schloss lässt grüßen

Velden an der Westspitze ist mit seinen fast 9000 Einwohnern etwas größer als das nur gut 2500 Seelen zählende Pörtschach. Velden gilt als einer der beliebtesten Fremdenverkehrsorte in ganz Österreich. Bekannt geworden ist es neben dem Casino nicht zuletzt durch die Anfang der 1990er-Jahre produzierte Fernsehserie „Ein Schloss am Wörthersee“. Das Luxushotel strahlt noch immer im goldgelben Glanz. Selbst im Regen. Von Velden aus führt die Uferstraße weiter über Auen nach Dellach. Wer will, kann bei Maria Wörth oder Reifnitz einen Abstecker machen an den Hafner-, Keutschacher- oder Rauschelsee; nicht umsonst nutzen die Kärntener werblich für ihre Heimat den Begriff Wasserreich.

Zu Fuß oder doch auf vier Rädern

Über Klagenfurt, Hauptstadt Kärntens am Ostufer des fast 20 Quadratkilometer großen Wörthersees, der sich mit einer mittleren Tiefe von gut 40 Metern in West-Ost-Richtung über mehr als 16 Kilometer und in Nord-Süd-Richtung nicht mal über zwei Kilometer erstreckt, erreicht man Krumpendorf, ehe Pörtschach schon wieder näher rückt. Bestimmt 40 Autokilometer dürften es sein, bis der See einmal umrundet ist. Noch viel besser freilich lässt sich die Region zu Fuß auf dem über 60 Kilometer langen Wörthersee-Höhenrundwanderweg erkunden. An der Strecke liegen Forstsee, Pyramiden-, Kathreinkogel, Stern-, Kösten-, Plöschenberg, Römerschlucht, Trattningteich und Mossburger Teiche.

In der Senke einer Hügellandschaft

Zurück zum Wörthersee in einer Senke der Hügellandschaft des Klagenfurter Beckens, die laut Wikipedia zu einem großen Teil von Gletschern in der Eiszeit geformt worden ist. Das Einzugsgebiet des maximal bis rund 85 Meter tiefen Sees umfasst eine Fläche von mehr als 160 Kilometern. Viele kleine Bäche speisen ihn. Die Drau allerdings fließt südlich vorbei. Wegen der windgeschützten Lage und der geringen Durchflutung kann die obere Wasserschicht Temperaturen bis über 25 Grad erreichen. „Am Ufer selbst“, so lesen wir, „steigen sie zeitweise noch deutlich höher an.“ Bis Ende Juni hat der See den entsprechenden Aufzeichnungen zufolge über 20 Grad erreicht. Die Abkühlung unter diese Temperatur erfolgt in der Regel erst im Laufe des Septembers.

Extreme Kälte liegt schon lange zurück

Über die „Eislegung“ wird berichtet, dass sie Mitte bis Ende Januar beginnt. Der „Eisbruch“ soll Anfang bis Mitte März erfolgen. Eine geschlossene Eisdecke bildet sich angeblich nur in extrem kalten Wintern. „Zuletzt“, so heißt es, „fror der Wörthersee im Februar 2006 komplett zu.“ Und habe auf einer Länge von rund 15 Kilometern mit Schlittschuhen befahren werden können. Bei Regen wäre dies selbstverständlich nicht möglich gewesen.

Info Kärnten I

Kärnten erstreckt sich als südlichstes Bundesland von Österreich über insgesamt 9500 Quadratkilometer, zählte zuletzt gut eine halbe Million Einwohner. Hauptstadt ist Klagenfurt. Die Nord-Süd-Ausdehnung reicht an die 70, die von Westen nach Osten an 180 Kilometer heran. Mit dem fast 3800 Meter hohen Großglockner liegt Österreichs höchster Punkt an der Grenze Kärntens zu Tirol. Wichtigster Fluss ist die Drau. Wörther-, Millstätter-, Ossiacher-, Weißen-, Faaker-, Klopeiner-, Pressegger See sind überaus wichtig für den Sommertourismus in der gesamten Region.

Info Kärnten II

Klimatisch liegt Kärnten in der eher gemäßigten Zone mit zumindest teilweise mediterranem Einfluss; der Alpenhauptkamm ist eine deutliche Wetterscheide. Wir waren in Pörtschach in der Villa Rainer (vier Sterne, 45 Zimmer/Suiten, direkt am Wörthersee gelegen, www.rainer.at) untergebracht. Kulinarisch geht es bunt gemischt von südlich leicht über alpenländisch-deftig bis zuckersüß zu; s gibt sehr gute österreichische Weine. Information: Österreich-Werbung, Klosterstraße 64, 10179 Berlin, Telefon 030-2191480, www.austria.info.

Service Auto

Von München aus sind es rund 350 Kiometer bis nach Klagenfurt am Wörthersee. Die Strecke führt bis Salzburg und dann weiter Richtung Villach an Hallein, Bischofshofen und Spittal vorbei. Wer über Stuttgart anreist, hat noch 550 Kilometern vor sich. Ab Passau sind es über Wels und Liezen fast 320 Kilometer. Die Verkehrsregeln in Österreich sind mehr oder weniger identisch mit denen in Deutschland. Als Durchreisender sollte man vor allem die scharf überwachten Tempolimits im Land beachten: Innerorts sind 50 Stundenkilometer erlaubt, außerorts 100 und auf Autobahnen 130. Die Promillegrenze liegt bei 0,5. /Fotos: Koch

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