auto.de fragt nach: Rennsport und Autohändler – eine Parallelwelt?

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Henry Büttner ist Rennfahrer und Leipziger Autohändler. Seit über 20 Jahren führt er sein Mehrmarkenautohaus im Westen von Leipzig. Bereits seit den 80er Jahren fährt er zudem Rennen, aktuell ist er in der BOSS GP aktiv. An den Wochenenden gibt der Formel 3000-Pilot mit seinem Racing-Team auf bekannten Rennstrecken wie dem Hockenheimring, Oschersleben, Zandvoort und Monza Gas. Unterstützt wird Büttner von Künstler und gutem Freund Helge Schneider, getreu dem Motto: „Fahrer muss gewinnen! Wird gesponsort von Helge Schneider (lassen Sie ihn vorbei!)“. Lesen Sie hier, ob sich Autohandel und Rennsport vereinbaren lassen.

auto.de: „Wie kam es, dass Sie neben dem Autohandel im Motorsport Fuß gefasst haben?“

H. Büttner: „Motorsport mache ich schon immer. Begonnen habe ich mit Motorrad- und Mopedfahren, da war ich zwölf Jahre alt. Ich bin dann bis zu meinem 18. Lebensjahr Motorradrennen gefahren und dann ging es aufs Auto. Ich wollte immer etwas mit Autos machen, Autoschlosser war mein Traumberuf in der DDR. Das hat aber nicht geklappt. Ich bin dann Tischler geworden. Dem Rennsport bin ich stets treu geblieben, bereits zu DDR-Zeiten bis heute.[foto id=“366383″ size=“small“ position=“right“]

Die Wende kam und die Firma, in der ich tätig war, ging pleite. Da ich immer was für Autos übrig hatte, habe ich mich selbstständig gemacht. Seit 1989/90 sind wir hier in Böhlitz-Ehrenberg/Leipzig tätig. Angefangen hat alles mit dem Verkauf des ersten „Hausfrauen-Porsche” und jetzt sind wir Mehrmarkenhändler und mit dem Geschäft ganz zufrieden. Klar kommen ab und zu Zeiten, wie das Jahr der Abwrackprämie, was uns sehr zu schaffen gemacht hat. Oder wenn Finanzierungen nicht genehmigt werden, weil der Kunde Hartz IV empfängt. Wir sind ein kleiner Betrieb, aber wir bleiben hier und machen auf jeden Fall weiter.“

auto.de: „Motorsport ist ein sehr zeitintensiver Job. Können Sie das mit Ihrem Hauptgeschäft Autos verkaufen vereinbaren?“

H. Büttner: „Motorsport und Autohaus lassen sich gut vereinbaren. Wenn ich unterwegs bin, dann übernimmt mein Kollege das komplette Geschäft. Das vierköpfige Rennteam ist nur am Abend und an den Wochenenden tätig. Mehr könnte ich mir nicht leisten. Dazu gibt es auch zu wenig Arbeit.“

auto.de: „Ziehen Sie aus Ihrer Erfahrung als Rennfahrer einen Nutzen für Ihr tägliches Geschäft im Autohaus, auch im Umgang mit Ihren Mitarbeitern“

H. Büttner: [foto id=“366384″ size=“small“ position=“left“]“Auf der Rennstrecke bin ich Rennfahrer und na klar explodiere ich da ab und zu, da gehen die Emotionen mit mir durch. Aber die Jungs wissen das, abends ist wieder alles gut. Ich trenne den Motorsport ganz streng, wenn das Rennen am Wochenende nicht so gut lief, dann bringe ich das nicht mit ins Autohaus. Da kann ja meine Kundschaft und mein Angestellter nichts dafür, wenn ich schlecht gefahren bin.

Der Verkauf hat immer oberste Priorität. Das lasse ich nicht schleifen. Es kann natürlich vorkommen, dass ein wichtiges Rennen anliegt, dann versuche ich allerdings die Werkstatt- oder Beratungstermine auf einen anderen Tag zu verlegen. Die Kunden, die mich kennen, haben schon Verständnis dafür. Es kommt sogar vor, dass sich die Kundschaft Tipps von mir als Rennfahrer holen, beispielsweise welche Reifen die besten sind oder so.“

auto.de: „Erkennt Sie Ihre Kundschaft als Leipziger Motorsportler wieder, wenn diese in Ihr Autohaus kommt?“

H. Büttner: [foto id=“366385″ size=“small“ position=“right“]“Teils teils. Die treue Kundschaft weiß schon was ich mache, aber ansonsten gehe ich damit nicht hausieren. Obwohl es hier im Autohaus nicht zu übersehen ist, dass ich Rennfahrer bin.“

auto.de: „Zum Schluss unser heiß begehrter Händlertipp: Wie führt ein Rennfahrer ein Autohaus? Können Sie einen Tipp an unsere Leser weitergeben?“

H. Büttner: „Seien Sie kämpferisch und strebsam, auch in schweren Zeiten. Jammern hilft nicht viel. Im Rennsport ist für mich das Wichtigste ins Ziel zu kommen und Punkte einzufahren. Auch wenn das Auto mal nicht so optimal fährt, den Kopf nicht in den Sand stecken. Und so ist es auch im Autohaus, auch wenn das Geschäft mal weniger ist, immer weiter kämpfen und nicht aufgeben. Das spiegelt auch das wahre Leben wider.“

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