Autonome Autos

Autonom fahrende Autos werden laut Studie ein Milliardengeschäft
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Autonom fahrende Autos gelten als Innovationsträger der Zukunft. Industrie und immer mehr Verbraucher schätzen sie als realistische Vision ein. Die Autopilot-Technologie ist zwar in greifbare Nähe gerückt, aber Straßenverkehrs-Gesetze, hohe Kosten für Fahrzeuge und Infrastruktur sowie das Verbraucher-Misstrauen sind große Hindernisse.

Deutsche Hersteller an vorderster Front

Besonders die deutschen Nobel-Marken Audi, BMW und Mercedes sowie Volkswagen treiben die Roboter-Entwicklung voran und begründen ihre Milliarden-Investitionen vor allem mit spürbaren Verbesserungen der Verkehrssicherheit. Darüber hinaus werden aber auch wirtschaftliche Vorteile und ein gewaltiger Innovationsschub für die gesamte Autoindustrie und ihre Zulieferer erwartet.

Bereit für die Serieneinführung

Im Grunde ist die nötige Technik einsatzreif und für bestimmte Verkehrssituationen mit relativ einfach strukturierten Abläufen erprobt und bereit für die Serieneinführung. So könnten schon 2017 teilweise autonome Fahrzeuge mit Autobahn- und Staupiloten zum Beispiel im Stop-and-go-Verkehr unterwegs sein.

Wettbewerbsvorsprung für Hersteller die heute investieren

Daraus erwächst ein riesiges Umsatzpotential: Bis 2025 wird laut einer Studie der Boston Consulting Group mit einem Marktvolumen für Autopilot-Funktionen von etwa 42 Milliarden Dollar gerechnet. Und im Jahr 2035 sollen autonom fahrende Autos sich mit einem Anteil von 25 Prozent durchgesetzt haben. Das entspricht den Autoren der Studie zufolge einem wirtschaftlichen Marktpotential von 77 Milliarden Dollar für Autopilot-Funktionen. Außerdem sollen sich daraus für die jeweiligen Autohersteller massive Verbesserungen ihrer Wettbewerbssituation ergeben. So bescheinigt die Studie jenen Autoherstellern, die heute in fortschrittliche Assistenzsysteme, autonome Fahrtechnologie und eine intelligente Vernetzung von Fahrzeugen investieren, für die nächsten fünf bis zehn Jahre einen entscheidenden Wettbewerbsvorsprung.

Konkurrenz für taxis und ÖPNV

Dabei erwächst dem öffentlichen Nahverkehr und Taxiunternehmen durch die Roboterautos starke Konkurrenz. Denn die Studie des Beratungsunternehmens sieht bereits im Jahr 2020 autonome Fahrzeuge großflächig im Stadtverkehr für den Personentransport im Einsatz. Wobei diese selbstfahrenden Robo-Taxis ihre Passagiere um bis zu 35 Prozent günstiger befördern könnten als herkömmliche Droschken. Das zeigten erste Simulationen in den Mega City-Regionen von New York und Shanghai.

Kosten und den Vorschriften entscheidend

Ob sich die Autopilot-Technologie tatsächlich in dem angenommenen Umfang im Markt durchsetzt, wird vor allem von zwei Bedingungen abhängen: den Kosten und den Vorschriften für den Betrieb der Fahrzeuge. Laut Boston-Studie war jeder zweite Umfrage-Teilnehmer in den kommenden fünf bis zehn Jahren bereit, ein Auto zu kaufen, das teilweise oder vollständig autonom fahren kann. Ein Fünftel der Konsumenten würde zudem einen Aufpreis bis zu 5 000 Dollar für die Autopilot-Funktionen akzeptieren. Allerdings verweisen die Autoren der Boston Consulting-Studie auch darauf, dass klare politische Rahmenbedingungen zu schaffen seien, und die Kosten noch drastisch gesenkt werden müssten. Für eine schnellere und breitere Markteinführung sei das allgemeine Vertrauen der Menschen in die autonome Fahrtechnik zu stärken, erklärt Thomas Dauner, Leiter der globalen Automotive Practice bei Boston Consulting Group.

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