Dacia Logan für europaweite Rennserie

Technikpartner bei dem Logan-Projekt soll die Firma Elia-Motorsport sein. „Macher“ und Initiator dieser ADAC-Motorsportaktivität ist Peter Rumpfkeil aus Niedersachsen, der als Vorsitzender der Veranstaltergemeinschaft Rundstrecke gleichzeitig auch die Rennstrecke Oschersleben managt.

Der ADAC Weser-Ems betont, dass die ADAC-Motorsport GmbH und der ADAC München „aus politischen Gründen“ nicht offiziell mit im Boot seien. Die Logan-Aktivitäten im Rennsport seien offiziell eine Initiative des selbstständigen Clubs Weser-Ems. Die Initiatoren des Clubs sind optimistisch, dass bis Mai 2005 50 Logan-Rennfahrzeuge fertig gestellt sind. Die Kosten für eine Saison sind mäßig: 10 000 Euro kostet das rennfertige Fahrzeug, 7000 Euro sind für eine Rennserie mit zehn Rennen zu veranschlagen. Die Idee dahinter: Zwei Fahrer können sich ein Auto teilen, so dass jeder im ersten Jahr nur 8500 Euro aufzubringen hätte. In den Folgejahren entfällt dann der Kauf des Fahrzeugs.

Wenn alles nach Plan läuft, soll die Rennserie europaweit ausgedehnt werden, „obwohl die Basisvereinbarung wohl mit Renault Deutschland getroffen worden“ sei. Gleichzeitig wolle sich der ADAC hier aber auch mit dem Deutschen Motorsportbund „anlegen“; denn die Rennen sollen nach Klasse 4 durchgeführt werden. Der jeweilige Rennleiter kann so selbst entscheiden, welche Sicherheitsvorkehrungen an der Rennstrecke vonnöten sind. Damit soll das teure DMSB-Standardprogramm mit Rennärzten, vielen Streckenposten und Sicherheitsstaffel entfallen.

So plant der ADAC Weser-Ems: Seine veranstaltenden Clubs müssen den Rennsamstag der Logan-Serie für insgesamt 19 800 Euro durchführen können. Die Nenngelder würden bei 40 Startern 28 000 Euro einbringen, rund 10 000 Euro würden beim Serienbetreiber bleiben; jeder Veranstalter hätte also eine Deckungslücke von nur 1800 Euro je Rennveranstaltung. Käme nur ein Hauptsponsor hinzu, ließe sich mit dem Logan-Cup richtig Geld verdienen. „Derzeit sind schon drei Hauptsponsoren im Gespräch,“ freuen sich die Initiatoren.

Mit dieser Serie würde der ADAC den Einsteiger-Breitensport nicht nur unterstützen, sondern auch dominieren. Vorteil: Es würden auch Fahrer angesprochen, die mit Tageslizenzen fahren können, also ältere, die sonst im Motorsport kein Cockpit haben. Gedacht ist auch an mindestens ein Promi-Fahrzeug. Oberhalb des Kartsports gibt es derzeit keine preiswertere Fahrzeugkategorie für Aufsteiger. Auch keine alternativen Ausrichter der AvD hatte oberhalb seiner Kartserie die F-König, aus der 1988 Michael Schumacher hervorging, und hat derzeit kein weiterführendes Angebot. Mit den ADAC-Plänen wäre dem Breitenmotorsport eine völlig neue Möglichkeit gegeben.


Foto:auto-reporter

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