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Datenschutz bei eCall?

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Gehört im Oktober 2015 der automatische Notruf eCall zur Grundausstattung aller Neuwagen, muss sichergestellt sein, dass Bewegungsprofile und andere Daten nicht missbräuchlich genutzt werden können. Dies forderte der Automobil-Club Verkehr ACV nun auf seiner Hauptversammlung in Weimar.

Unterschiedliche Lager

Das automatische Notrufsystem sendet im Falle eines Unfalls automatisch einen Notruf ab und übermittelt dabei unter anderem den Standort des Fahrzeugs. Das EU-Parlament geht davon aus, dass diese Technik jährlich 2.500 Verkehrsteilnehmern das Leben retten wird. Der ACV weist aber darauf hin, dass nach derzeitigem Stand das System nicht manuell abgeschaltet werden kann. Durch mobile Telematikmodule sei das fahrende Auto zudem permanent online und könne so überwacht werden. Durch die GPS-Daten ließen sich so exakte Fahrprofile jedes mit eCall ausgerüsteten Fahrzeugs erstellen. ACV-Vizepräsident Jürgen Koglin warnte deshalb vor Unklarheiten in Bezug auf die Löschung dieser Ortungsdaten und eines eventuellen Zusatznutzens durch private Anbieter. „Das Selbstbestimmungsrecht über eventuelle Individualdaten muss beim Fahrer liegen. Die Verantwortung für eCall könne nicht an private Dienstleister delegiert werden. Sie ist originäre Aufgabe des Staates“, erklärte er. Autofahrern müsse bewusst sein, was mit ihren Daten geschehe, führte Koglin weiter aus. Durch die Datensammelwut dürfe der Fahrer nicht die Kontrolle über die mögliche ständige Überwachung verlieren. Auf seiner Hauptversammlung bekannte sich der Automobilclub außerdem zur Elektromobilität als Fundament künftiger Mobilitätskonzepte. Er fordert eine effizientere Zusammenarbeit von Automobilindustrie und Politik, um den wirtschaftlichen Betrieb alternativ angetriebener Fahrzeuge zu ermöglichen, und eine flächendeckende Lade-Infrastruktur für Elektroautos zu schaffen.

Gigaliner

Aus Sicht des ACV haben Riesen-Lkw, die sogenannten Gigaliner, auf deutschen Straßen nichts verloren. Gemeinsam mit der Allianz pro Schiene hat der Club eine Forsa-Umfrage in Auftrag gegeben. Demnach lehnen 79 Prozent der Befragten eine Zulassung von übergroßen Lastwagen auf deutschen Straßen ab.

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