Historie und Histörchen

Der Anfang auf vier Rädern bei Opel
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Am 21. Januar 1899 wurde der Vertrag unterschrieben, der seither offiziell als Gründungstag der Automobilproduktion bei Opel gilt. Die beiden Brüder Adam und Georg Opel hatten von Fritz Lutzmann Patenten und Anlagen für eine Automobilproduktion gekauft. In einer Ecke des Rüsselsheimer Fahrrad-Werk von Opel entstanden die ersten Motorfahrzeuge. In lockerer Folge greifen wir Episoden aus der Unternehmensgeschichte heraus.

Heute: Fritz Lutzmann und sein Wagen

Es sollte ein großer Tag für das neuartige Automobil werden. Am 30.September 1897 fand die 1. Internationale Automobil-Ausstellung in Berlin statt. Vier Jahre später, wurde am 19. Januar 1901 der „Verein Deutscher Motorwagen-Industrieller" im Berliner Hotel Bristol gegründet. Ein gleichzeitig gegründeter „Mitteleuropäischer Motorwagen-Verein" veranstaltete eine kleine Auto-Revue, auf der vier deutsche Firmen vertreten waren: Carl Benz mit drei Exemplaren, Gottlieb Daimler mit einem Exemplar, die Firma Kühlstein mit dem Exemplar eines Elektrowagens und der Grossherzoglich-Anhaltische Hofschlossermeister Fritz Lutzmann aus Dessau mit zwei Exemplaren.

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Lutzmann siegt bei der ersten Prüfungsfahrt

Lutzmanns Fahrzeug folgte dem Vorbild von Carl Benz. Der Wagen schnitt 1897 bei der erstmals veranstalteten Prüfungsfahrt auf deutschen Boden am besten ab. Dabei hatte Friedrich Lutzmann seinen Wagen völlig unbeachtet von der Öffentlichkeit alle Teile für seinen Wagen in seinem eigenen Betrieb gebaut und das Auto in mühevollster Bastelarbeit hergestellt. Die Stückzahl seines Automobils mit 2,4 Liter-Einzylinder-Viertakt-Motors und kombiniertem Riemen-Kettenantrieb war unbedeutend. Doch verkaufte er einige Exemplare nach England. Er weckte damit das Interesse der Söhne von Adam Opel, die Mitbegründer des „Mitteleuropäischen Motorwagenvereins" waren.

Adam Opel war Schmied in einem kleinen Ort bei Frankfurt. Sein Handwerk hatte er 1857 in Rüsselsheim gelernt. In seinen Wanderjahren lernte Adam Opel 1858 in Paris die Herstellung von Nähmaschinen kennen. Am 20. Oktober 1859 folgte ihm sein Bruder Georg nach Paris, um die neuartigen Maschinen kennen zu lernen. Adam Opel brachte als erster die Nähmaschine nach Deutschland. 1868 nahm er die Herstellung von solchen Geräten auf. 1887 begann Opel dann mit der Produktion von den gerade aufkommenden Fahrrädern.

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Autobau wegen der Fahrradschwemme

1899 wurde der Fahrradmarkt geradezu überschwemmt, was zu deutlichen Absatzeinbußen für Opel führte. Hinzu kam eine allgemeine wirtschaftliche Flaute. Die Brüder Opel suchten daher nach einem weiteren Standbein. Auf der Automobilausstellung von 1897 nahmen Wilhelm und Fritz Opel schließlich Kontakt mit Friedrich Lutzmann auf. Zweimal besuchten sie die Motorwagenfabrik Lutzmanns in Dessau. Schließlich entschieden die Opel-Brüder, Lutzmanns gesamte Fabrik, alle Maschinen und Patente zu kaufen und nach Rüsselsheim zu verlegen. Dazu gehörte auch ein weitgehend fertiggestellter Patentmotorwagen Pfeil 0.

Lutzmann sollte Direktor der neuen Motorwagenfabrikation in Rüsselsheim werden, alle Arbeiter aus Dessau sollten übernommen werden. Am 21. Januar 1899 wurde der Vertrag schließlich unterschrieben. Dieses Datum gilt seither offiziell als Beginn des Automobilbaus bei Opel. Ab Februar wurden in einer Ecke der Rüsselsheimer Fahrrad-Werk von Opel die ersten Motorfahrzeuge hergestellt.

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Leichter ohne die gußeisernen Ornamente

Der Opel Patentmotorwagen „System Lutzmann“ war ein leichtes Automobil, basierend auf dem Lutzmann Pfeil 0, das nicht über die für die größeren Lutzmann-Modelle übliche Achsgabellenkung verfügte, sondern über eine Achsschenkellenkung. Ebenfalls weggefallen waren die schweren schmiedeeisernen Ornamente zugunsten einer einfacheren Karosseriegestaltung. Der Motor mit einzelnem liegendem Zylinder holte aus etwa 1,5 Litern Hubraum 3,5 PS, was gut war für einen Höchstgeschwindigkeit von über 20 km/h. Die Motoren des Opel-Motorwagens wurden nun aus deutlich preiswerterem Grauguss gefertigt

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