Frauenautos

Die Mär vom Frauenauto

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Frauen lieben bunte Autos mit großen runden Scheinwerfern? Das Wichtigste ist ein großer Rückspiegel zum Schminken? Vergessen Sie das! Die Zeit der Klischees ist vorbei: Den Womens World Car of the year Award 2014 gewann die Mercedes S-Klasse, dessen Benzinmodell im S 500 über 4,7 Liter Hubraum und eine Leistung von 455 PS verfügt. Die wuchtige Mercedes-Limousine mit einem hohen Kaufpreis würden wohl nur die Wenigsten als typisches Frauenauto bezeichnen.

Der Gebrauchtwagenexperte wirkaufendeinauto.de hat in seinen wirkaufendeinauto-Filialen die gleiche Erfahrung gemacht. Das “Frauenauto” ist ein Mythos! Weibliche Autohalter fahren zur kostenlosen Autobewertung bisweilen im Musclecar vor, während der tätowierte Mitzwanziger mit einem Toyota Prius, einem Hybridfahrzeug, vorfährt. Die Grenzen bei den Autovorlieben verwischen bei der PKW-Nutzung zunehmend. Oft sind natürlich auch monetäre Gegebenheiten entscheidend und der Traumwagen übersteigt schlicht die finanziellen Möglichkeiten. Ein erster Schritt zu einem Neuwagen kann der Verkauf des eigenen Autos zum Bestpreis sein. Hier können Sie kostenlos Ihren Gebrauchtwagen in wenigen Schritten bewerten lassen.

Stimmt es nicht, dass Frauen Autos anders bewerten als Männer? Doch, teilweise zumindest – Frauen bewerten bei Autos Faktoren wie das Verhältnis von Kosten zu Nutzen, einen günstigen Anschaffungspreis, einen geringen Unterhalt sowie die Umweltfreundlichkeit höher als Männer. Allerdings sind gerade Sport Utility Vehicles (SUVs) bei Frauen ungeheuer beliebt, obwohl keine der zuvor genannten Eigenschaften auf diesen Fahrzeugtyp passen. Frauen lassen sich genau wie Männer vom Design oder Motorisierung begeistern.

Stichwort Design: Kennen Sie den Namen Blasi? Nein? Juliane Blasi hat den Entwurf für den Z4 Roadster der Bayerischen Motoren Werke (BMW) entworfen. Das dazugehörige Interieur, also beispielsweise Cockpit, Konsolen oder Schalter, wurde darüberhinaus von einer weiteren Frau designt: Nadya Amaout. Ist also der BMW Z4 sDrive35i trotz 306 PS ein Frauenauto, da Frauen für das Design verantwortlich waren? Eine Anfrage bei BMW bringt Klarheit: Mehr als zwei Drittel der Z4 werden von Männern gekauft. Die Geschmäcker von Männern und Frauen bei Autos sind also wohl doch kompatibel.

Richtig ist, dass für Mütter Faktoren wie Stauraum, einen großen Kofferraum und eine niedrige Ladekante von enormer Bedeutung sind. Glaubt aber irgendjemand, dass diese Faktoren für junge Väter weniger relevant sind? Generell werden Autos in Familien gemeinsam gekauft. Männer sind nach einer Umfrage beim Antrieb, Airbags und Ausstattung bestimmend, während Frauen bei der Farbwahl maßgeblich sind. Beim eigentlichen Thema, dem Fahrzeugmodell und dem Kaufpreis, bestimmen beide gemeinsam, wie Umfragen belegen.

Das Frauenauto ist also mehr Vorurteil als Realität. Die Autobauer wären gut beraten, bei Ihren Modellen bei der Ausstattung und dem Interieur mehr auf die Vorlieben von Frauen einzugehen, anstatt den Versuch zu unternehmen, ein reines Frauenauto zu bauen – wie es der japanische Autobauer Nissan mit dem Micra Elle versuchte, den er zusammen mit der gleichnamigen Frauenzeitschrift entwarf. Nicht zuletzt die steigende Zahl der Autozulassungen auf Frauen in Deutschland zeigt mehr als deutlich, dass die Frauenmeinung eine immer größere Bedeutung bei Autokäufen gewinnt. Es wird interessant zu sehen sein, wie und ob sich das bisher mehrheitlich auf die Männerwelt konzentrierte Autodesign weiterhin wandelt.

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