Digitalisierung

Digitalisierung verändert das Autogeschäft
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Die digitale Vernetzung der Fahrzeuge wird nach Ansicht von Branchenexperten und führenden Vertretern der ICT-Industrie für einen wesentlich schnelleren Wandel der Automobilbranche sorgen als bisher angenommen. Das zeigt der aktuelle „Global Automotive Executive Survey“ der Berliner Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG. 82 Prozent der Experten halten demnach einen einschneidenden Wandel des Geschäftsmodells in der Automobilbranche innerhalb der nächsten fünf Jahre für „ziemlich“ oder „sehr“ wahrscheinlich. Letzteres stößt bereits bei 28 Prozent auf Zustimmung, das sind zehnmal so viele Experten als noch vor einem Jahr (drei Prozent). „Vernetzung und Digitalisierung“ wählten die Befragten jetzt als Top-Trend der kommenden zehn Jahre auf Platz 1 der Rangliste (2015: Platz 10).
Nur noch jeder dritte Experte meint, dass es auch künftig maßgeblich die Hersteller sein werden, die den direkten Kontakt zum Autofahrer halten (33 %); viel weniger als noch vor einem Jahr (72 %). Bereits 22 Prozent der Befragten sehen die Unternehmen der IT-, Kommunikations- und Technologiebranche als bald führend an; mehr als fünfmal so viele wie noch 2015.

Das wahrscheinlichste Geschäftsmodell für traditionelle Hersteller im Jahr 2025 sehen die Befragten in Produktion und Verkauf von Fahrzeugen einschließlich technologischer Zusatzeinrichtungen wie vernetzter Multimediaanwendungen (36 %). Weitere 20 Prozent aller Befragten (und 25 Prozent der Hersteller) gehen davon aus, dass sich am klassischen Modell (reine Herstellung und Verkauf von Fahrzeugen) in den nächsten zehn Jahren nichts ändern wird.

39 Prozent der von KPMG Befragten sind der Ansicht, dass der Besitzer beziehungsweise Fahrer eines Autos alleiniger Inhaber der Kundendaten sein wird. Doch sind auch fast genauso viele Hersteller (35 %) der Meinung, dass ihnen die Daten „gehören“. Und fast ebenso viele Executives gehen auch davon aus, dass Kunden ihnen noch am ehesten ihre Daten anvertrauen würden. Diese Annahme wird allerdings nur von jedem fünften Kunden bestätigt (21 %). Die Mehrheit der Autofahrer möchte den Umgang mit ihren Daten am liebsten ganz in eigenen Händen wissen (54 %).

Für die bereits zum 17. Mal durchgeführte Studie wurden 800 Vorstände und Geschäftsführer von Herstellern, Zulieferern, Händlern, Finanz- und Mobilitätsdienstleistern und erstmals auch Unternehmen der IT-, Kommunikations- und Telekommunikationsbranche (ICT) befragt.

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