Easy Rider

Echt oder unecht, das ist hier die Frage

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Easy Rider mit Peter Fonda und Dennis Hopper in den Hauptrollen – beide waren auch für das Drehbuch verantwortlich – gilt zu Recht als Mutter aller Road Movies und wurde zum Kultfilm einer ganzen Generation. Vor 45 Jahren kam er weltweit in die Kinos und ging mit dem Amerika am Ende der 60er Jahre hart ins Gericht.

USA der 1960er

Die USA waren längst nicht mehr das Land der unbegrenzten Möglichkeiten, Toleranz und Freiheit stießen an ihre Grenzen. Zwar feierten die Amerikaner ihre erfolgreiche Mondlandung und begannen unter Präsident Nixon damit, sich allmählich aus dem unseligen Vietnamkrieg zurückzuziehen. In den ländlichen Gebieten der Staaten herrschte jedoch nach wie vor ein mehr als konservativer Geist. Je weiter der Fremde in die Südstaaten vordrang, desto größer das Misstrauen und oft auch die Feindseligkeit, die ihm dort entgegen schlug.

Ein Mann suchte Amerika, doch er konnte es nirgends mehr finden

Gleichzeitig aber feierte "Easy Rider" den Pioniergeist und die Freiheit des Individuums mit Drogen und selbstbestimmter Lebensweise. Auf dem deutschen Filmplakat war die Rolle von Peter Fonda treffend so beschrieben: "Ein Mann suchte Amerika, doch er konnte es nirgends mehr finden." Diese Suche führt die Protagonisten von Mexiko, wo sie Kokain erwerben, um es in die USA zu schmuggeln und dort zu verkaufen, durch atemberaubende Landschaften in Arizona bis in den Süden nach New Orleans. Im ländlichen Louisiana endet schließlich der Film. Dort wird zunächst Billy (Dennis Hopper) von intoleranten Spießbürgern erschossen, Wyatt (Peter Fonda) will Hilfe holen, stürzt aber mit seinem Motorrad, das daraufhin explodiert.
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Legendäre Filmmusik

Neben des Hauptdarstellern spielt auch die Filmmusik, zum Beispiel die von „Steppenwolf“, „The Birds“ sowie “ Crosby, Stills & Nash“ eine tragende Rolle in „Easy Rider“. Noch bedeutsamer aber sind die Motorräder im Film, „Billy Bike“ und „Captain America“, gebrauchte Polizeifahrzeuge, die Peter Fonda zuvor auf einer Auktion ersteigert hatte. Die Harley Davidson-Maschinen mit Panhead-Motor (ein Liter Hubraum, 30 kW / 40 PS) wurden zu Choppern umgebaut, auf denen Fonda und Hopper aufrecht sitzend mit ausgestreckten Armen über die Highways bretterten. Auf dem Tank von Fondas Maschine leuchten die Stars and Stripes der US-Fahne, daher der Name „Captain America“.

Motorräder verschwanden

Insgesamt vier dieser Maschinen standen der Filmcrew zur Verfügung, zwei für Fonda, zwei für Hopper, drei davon verschwanden noch vor dem Ende der Dreharbeiten auf Nimmerwiedersehen. Die vierte, die am Ende explodierte, schenkte Peter Fonda anschließend dem Schauspieler Dan Haggerty, damals noch „Mädchen für alles“ bei Dreharbeiten, später deutschen Fernsehzuschauern als „Der Mann aus den Bergen“ bekannt, der sie anschließend restaurierte.

Einzig verbleibender Chopper ist Millionen wert

Dieser Chopper wurde jetzt in der Nähe von Los Angeles für 1,35 Millionen Dollar versteigert, mehr als das Vierfache der Produktionskosten von „Easy Rider“ und dürfte damit das teuerste Motorrad der Welt sein. Doch ob der anonyme Käufer tatsächlich der neue Besitzer des Zweirads aus dem Kultfilm ist, wird von Kennern bezweifelt, obwohl er zusätzlich zur Harley einen Brief von Peter Fonda samt Autogramm auf dem Tank und ein Echtheitszertifikat, unterzeichnet von Dan Haggerty, bekam. Denn ein Sammler aus Texas meldete sich umgehend und behauptete, er besitze das Original sowie ebenfalls ein Zertifikat von Haggerty. Haggerty – ein Konrad Kujau der Motorradszene? Peter Fonda ließ sich jedenfalls von der Los Angeles Times mit den Worten zitieren: “There’s a big rat stinking someplace in this.” Ziemlich frei übersetzt heißt das: An der Sache ist irgendetwas oberfaul.

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