Autodiebstahl

Expertenrat: Kampf dem Oldie-Klau

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Oldtimer entwickeln sich nicht nur in der Gunst der Liebhaber alter Autos zu begehrten Schätzchen. Auch Räuber und Banditen haben sie als lohnende Ziele ihrer Beutezüge entdeckt. Die Mercedes-Benz Pagode oder ein betagter Porsche 911 sind als Diebesgut heiß begehrt, auch der Bully oder ein Jaguar E-Type stehen im Fokus der Langfinger. Oldtimer werden immer häufiger gestohlen, anschließend zerlegt und im Internet angeboten oder an Teilehändler weiterverkauft. Oldtimerbesitzer, die zum Klassikertreffen, zur Rallye oder auch nur zu einem ganz normalen Tagesausflug starten, sollten nach dem Ratschlag der GTÜ-Classic-Experten generell Vorsorge treffen. Bewachte Parkplätze und Tiefgaragen seien stets die erste Wahl, seinen Oldtimer diebstahlsicher abzustellen, doch nicht immer findet sich am Ziel eine derartige Parkmöglichkeit. Dann müssen mechanische Hilfsmittel helfen, um das Fahrzeug zu sichern. Öffnen lassen sich die meisten Oldtimer auch ohne Schlüssel mühelos. Ein simpler Drahtbügel reicht, um durch die Tür- oder Fensterdichtung hindurch den Verriegelungsknopf nach oben ziehen. Ein Lenkradschloss ist ebenfalls schnell unwirksam gemacht. Abschreckend wirkt jedoch eine Lenkradkralle, die das Steuer zusätzlich blockiert und auch massiver Gewalteinwirkung widersteht. Sie gehört ebenso wie eine Parkkralle zu den preisgünstigen Möglichkeiten, den Oldtimerklau zu verhindern. Dies gilt ebenfalls für mechanische Gangschaltungs- oder Automatikhebel-Sperren. Bei eingelegtem Rückwärtsgang beim manuellen Getriebe oder eingelegter Parkposition beim Automatikgetriebe verhindert das Schloss, den Wagen zu Rangieren. Allerdings steht diese Lösung bei Puristen nicht sonderlich hoch im Kurs, denn die Befestigung am Getriebetunnel erfordert eine Veränderung des Originalzustands des Fahrzeugs. Als charmanter weil unauffälliger gelten elektronische Systeme. Der Batteriewächter mit integrierter Diebstahlsicherung etwa unterbricht die Stromversorgung des Oldtimers, der Wagen lässt sich nicht starten. Das Gerät wird unzugänglich im Motorraum zwischen Batterie und Batteriekabel eingebaut und per Fernbedienung aktiviert. Zu beachten ist jedoch, dass dieser Schutz nur für Oldies geeignet ist, die eine 12-Volt-Stromversorgung und keine elektronischen Bauteile haben. Denn die elektrische Fahrzeuguhr müsste jeweils neu gestellt werden. Ist der Oldie trotz aller Vorsichtsmaßnahmen weg, kann ein GPS-Ortungsgerät beim schnellen Wiederauffinden helfen. Ein Transponder im Fahrzeug meldet dabei ständig die aktuelle Position des Wagens, bei manchen Systemen schickt ein Sender im Auto den Standort sogar per SMS an das Mobiltelefon des Besitzers. Die GTÜ-Classic-Experten empfehlen die Kombination einer Sicherung durch Wegfahrsperre und GPS-Ortung. Diese Lösungen, greifen am besten ineinander und gewähren einen effizienten Schutz. Damit die nächtliche Sorge um den geliebten Oldtimer im Urlaub oder bei der Wettfahrt nicht den erholsamen Schlaf beeinträchtigt.
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