Abarth 595 Competitione

Fahrbericht Fiat Abarth 595 Competitione: Extrem extrovertiert
Fiat Abarth 595 Bilder

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Historische Fiat Abarth. Bilder

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180 PS für unter 25.000 Euro gibt es auch anderswo und sogar billiger, aber nicht in so komprimierter Form: Nicht einmal 3,70 Meter lang ist der Fiat Abarth 595 Competitione. Der Winzling steht in besonderer italienischer Tradition und im Zeichen des Skorpions. Die Rolle die AMG bei Mercedes oder die M GmbH bei BMW einnimmt, ist bei Fiat Abarth vorbehalten: als Spezialist für die sportlichen Spitzenmodelle mit einem Skorpion im Wappen. Der 1908 in Wien geborene Karl („Carlo“) Abarth hatte 1949 seine eigene Sportwagenfirma gegründet. Der Motorenfachmann profilierte sich mit kleinen, einfachen Sportler, ab 1952 auf Basis von Fiat-Modellen. Legendär war sein Tourenwagen auf Basis des Fiat 600. Dessen Zweizylinder mit 633 Kubikzentimetern Hubraum wuchs auf 742 Kubikzentimeter, die Leistung von 28,5 auf 42 PS. Abarth baute auch eigenständig Autos mit Fiat-Motoren. Zum Beispiel das Coupé Bialbero, dessen auf 982 Kubikzentimeter aufgebohrter Zweizylinder 91 PS bereitstellte. Anfang der Siebziger hatte die Marke ihren Zenit erreicht. Der Abarth 2000 wog nur 600 Kilo, sein Zwei-Liter-Motor leistete 290 PS. Zwischen 1950 und 1971 sammelte Abarth mehr als 10.000 Rennsiege, zehn Welt- und 133 internationale Rekorde. Fiat hatte Abarth bereits 1971 übernommen, acht Jahre vor dem Tod des Firmengründers 1979. Mit dem offiziellen Relaunch 2008 erlangte die Marke wieder ihre ursprüngliche Bedeutung. Traditionell steht Abarth für kompakte Sportler mit Rennsporttechnik und sportliches, emotionales Design. Da geht der 595 in die Vollen. Emotional heißt in diesem Fall: extrem extrovertiert. Er tauscht das knubbelige Näschen des Fiat 500 gegen eine breite, aggressive Kühleröffnung im Stoßfänger. Das Heck peppt ein mächtiger Diffusor auf. Und die 17-Zöller aus Leichtmetall mit Reifen der Dimension 205/40 R17 füllen die Radhäuser bis in den letzten Winkel aus. Für den Abarth 595, die Bezeichnung trugen schon die von Abarth überarbeiteten „Cinqecentos“ (Fiat 500) in den Sechzigern, stehen drei Leistungsstufen zur Verfügung. Die Vierzylinder benutzen die identische technische Basis mit 1,4 Litern Hubraum und Turboaufladung. Die Versionen liefern 107 kW / 145 PS, 121 kW /165 PS und 132 kW / 180 PS. Letztere ist dem Topmodell Competizione vorbehalten. Weitere technische Schmankerln umfassen unter anderem ein mechanisches Sperrdifferential für die Vorderachse, eine Sportauspuffanlage und mächtige Scheibenbremsen von Brembo, die vorne gelocht sind. Der Innenraum stellt Fahrer und Beifahrer prächtige Sportsitze zur Verfügung, deren Lehnen und Sitzfläche über mächtige Seitenwangen verfügen, die dem Körper keine Chance lassen, in schnell gefahrenen Kurven die physikalischen Gesetze der Querbeschleunigung zu befolgen. Die geheime Zutat des Abarth ist ein Knopf in der Mittekonsole. Damit lässt sich der Sportmodus aktivieren. Das Kombiinstrument im direkten Blickfeld des Fahrers wechselt dann sein Design von Blau auf Rot, die Motorsteuerung optimiert die Leistungsabgabe bei direkterem Ansprechen des Gaspedal, und die Lenkung reagiert direkter.
Carlo Abarth (1908–1979)

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Die Fahreigenschaften des Fiat Abarth 595 Competitione

In der Praxis erweist sich der 595 Competizione als durch und durch digitales Auto: Entweder verliebt sich der Fahrer unmittelbar nach dem Drehen des Zündschlüssels in den Bonsai-Renner, weil der Motor so wunderbar röhrt, röchelt, spotzt und brüllt, dass es einem die Nackenhärchen aufstellt – oder er lehnt diesen rein akustisch schon vollkommen politisch unkorrekten Auftritt als extrovertiert, impertinent oder gar nervig kategorisch ab, und bekennt sich eher zur Zielgruppe elektrisch angetriebener Kleinwagen.

Mit schierer herausgebrüllter Angriffslust schnalzt der Zwerg aus dem Stand in 6,7 Sekunden auf Tempo 100. In diesem Winzling fühlt sich das…

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