Fahrbericht Kawasaki W 800: Reiten auf der Königswelle
Fahrbericht Kawasaki W 800: Reiten auf der Königswelle Bilder

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Tank in Tropfenform mit Kniepads: stimmige Details an der Kawasaki W800. Bilder

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Cockpit der Kawasaki W800: stilsicher mit zwei klassischen Rundinstrumenten. Bilder

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Motor der Kawasaki W800: zwei Zylinder, Ventilbetätigung über aufwendige Königswelle. Bilder

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Zwei Zylinder, hübsch verpackt: Kawasakis W800 erinnert äußerlich an klassische englische Bikes aus den 1960er Jahren. Bilder

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Kawasaki W800: moderne Technik ist mit Nostalgie verpackt. So gelingt die Entschleunigung eines hektischen Alltags. Bilder

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Freunde klassisch gezeichneter Retrobikes waren schockiert, als Kawasaki 2005 die W 650 vom Markt nahm. Ein halbes Jahrzehnt später tritt nun die W 800 das Erbe an: modern im Inneren, und doch stilsicher im Design der 60er. Die gelungene Königswellenmaschine startet bei 8190 Euro – und verführt zu gelassener Entschleunigung des Alltags.

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Liebe fürs Detail.

Die 800er beweist Liebe fürs Detail: glänzende Haltegriffe für Sozius oder Sozia, viel Blech und viel Chrom. Dazu Faltenbälge an den Standrohren, Kniekissen, Ballon-Auspufftöpfe und in der Mitte der herrlich aufrecht [foto id=“383065″ size=“small“ position=“left“]stehende Paralleltwin. Mit der W 800 kann man lässig zum Oldietreffen fahren: Auch Experten brauchen oft den zweiten Blick, während Unbedarfte eher nach der Dauer der Restaurierung dieses luftgekühlten Schmuckstücks fragen, das einzig hinten am Sattel den Markennamen preisgibt.

Leistungsdaten.

So ähnlich verhielt es sich bereits bei der W 650, die jedoch noch über einen Kickstarter verfügte. Der wurde indes zusammen mit der Vergaseranlage in Rente geschickt: inzwischen wird der exakt 773 Kubik messende Zweizylinder zeitgemäß via Einspritzung befeuert. Diese wird zwar leidlich hinter Chromblenden verborgen – die deutlich sichtbaren Kabel hätte man jedoch besser verstecken, oder zumindest etwas dezenter einfärben können.

Der Motor ist eine Weiterentwicklung der W 650-Maschine, die durch Aufbohren mehr Hubraum erhalten hat. Allerdings schlägt sich dies nicht in gesteigerter Leistung nieder: Maximal werden 35 kW/48 PS bei 6500 Touren erreicht sowie 62 Nm bei 2500 /min. Geradezu vorbildlich gestalten sich hingegen die [foto id=“383066″ size=“small“ position=“left“]Trinksitten: Selbst zügige Ritte auf der Autobahn treiben den Wert nicht über einen Schnitt von 4,8 Liter. In Kombination mit dem 14 Liter fassenden Tank sind somit Distanzen von knapp 300 Kilometern realistisch – wer sich ein wenig Mühe gibt, kommt aber auch bedeutend weiter.

Der langhubige Charakter der 650er indes ging wegen des weniger ausgeprägten Bohrung-Hub-Verhältnisses verloren. Nicht mehr so klassisch stampfend, aber auch nicht wirklich drehfreudig legt der Twin ab 1500 Touren entspannt und unaufgeregt zu, bis bei 7500 Umdrehungen der rote Bereich beginnt. Wer sich jedoch in diese Regionen vorwagt, der hat das Prinzip der theoretisch 170 km/h schnellen W 800 nicht verstanden – und lässt die einzigartige Königswelle kräftig rotieren. Es soll übrigens Leute gegeben haben, die sich die W 650 alleine wegen dieser herrlich aufwendigen Art der Ventilsteuerung zulegten. Bei der vierventiligen W 800 dürfte das kaum anders sein.

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Fahreigenschaften.

Leichtes Schwingen über die Piste ist ihr wahres Metier – und das sogar auf schlechtem Asphalt. Begleitet vom genüsslichen Brabbeln aus den beiden Endtöpfen verliert Hektik [foto id=“383068″ size=“small“ position=“left“]jede Bedeutung. Lustig marschiert die Kawasaki vorwärts, und zaubert einem rasch ein Lächeln ins Gesicht. Einzig das charakteristische Auspuffpatschen im Schiebebetrieb hat sie verloren.

Natürlich gewinnt die W keine Landstraßenrennen – das hat sie auch gar nicht nötig. Sie ist agil, und mehr will sie auch gar nicht sein. Auf ihr ist eine gemütliche, eine genüssliche Gangart angesagt, das macht schon die Sitzposition deutlich. Aufrecht, die Füße im rechten Winkel auf den Rasten, die Hände locker am breiten Lenker – so bequem thront es sich über der Königswelle. Alleine die Bremsen dürften gerne bissiger konstruiert sein: Ein ABS ist für die 217 Kilo wiegende Kawasaki nicht erhältlich.[foto id=“383120″ size=“small“ position=“left“]

Die W 800 wirkt erwachsen.

Davon abgesehen herrscht eitel Sonnenschein: die W 800 wirkt sowohl erwachsen als auch komplett. Sie feiert die Renaissance klassischer Details, wobei sie die moderne Technik weitgehend hinter altehrwürdigem Äußeren versteckt, ohne gekünstelt zu wirken. Gekonnt wurde Altes in Neues umgesetzt – was in einem harmonischen Ganzen mündete, das wunderbar geeignet scheint, dem Stress des Alltags den Stachel zu ziehen. 8190 Euro kostet die Kawa, aber eigentlich sollte es sie auf Rezept geben …

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Datenblatt Kawasaki W 800

Retrobike
Motor: luftgekühlter Viertakt-Zweizylinder
vier Ventile
773 ccm Hubraum
Leistung 35 kW/48 PS bei 6 500 /min
max. Drehmoment: 60 Nm bei 2 500 /min
Höchstgeschwindigkeit: 170 km/h
   
elektronische Einspritzung, geregelter Katalysator, fünf Gänge
   
Sitzhöhe: 79 cm
Tankinhalt: 14 Liter
Reifen: • vorn 100/90-19
• hinten 130/80-18
Leergewicht: 217 kg
Zuladung: 183 kg
Testverbrauch: 4,8 Liter/100 Kilometer

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