Kia Soul

Fahrbericht Kia Soul: Der etwas andere Mini-Van

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Beim heiteren Autotypen-Raten wäre der Kia Soul sicher ein ziemlich schwieriger Kandidat: Was bin ich eigentlich? Eher ein Kastenwagen, eine Art SUV oder doch ein Kombi? Ein Blick in die Zulassungspapiere hilft ein Stück weiter: Das Kraftfahrtbundesamt stuft den ungewöhnlich gestylten Koreaner als Mini-Van ein. Für seine Väter im fernen Osten ist die asiatische Seele aber weit mehr, nämlich ein "Crossover-Modell mit Kultcharakter". Das sagt noch nicht wirklich viel über die Stärken und Schwächen des Kia Soul aus. Deshalb vielleicht erst einmal die nackten Fakten: Der Koreaner in Kastenform ist 4,14 Meter lang und 1,61 Meter hoch, er bietet hinter sehr steil stehenden Scheiben ordentlich Platz für die Passagiere und deren angemessen großes Gepäck - nämlich 354 bis 1.367 Liter, was im Alltag recht gut ausreicht.
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Antrieb

Der getestete 1,6-Liter-Dieselmotor treibt den Soul mit munteren 100 kW/136 PS bis auf knapp 190 km/h Spitze, er baut seine Kraft auf angenehme Art und Weise und akustisch recht zurückhaltend auf, lässt sich niedertourig und schaltfaul fahren und macht auch an der Tankstelle eine gute Figur: Mit 6,5 Liter pro 100 Kilometer verpasst er zwar den Normwert um 1,7 Liter, doch das liegt auch an den eher dynamischen Testfahrten. Auf einer besonders ökonomisch absolvierten Teilstrecke zeigte der Bordcomputer gerade mal 5,3 Liter an. Geht doch! Das Design des kantigen Asiaten ist reine Geschmackssache, entweder man mag ihn, oder man lässt die Finger davon - so einfach ist das. Unter der immer noch auffallenden Oberfläche verbirgt sich aber ein ziemlich konventionelles, praktisches Fahrzeug. Die Passagiere sitzen leicht erhöht und mit reichlich Kopffreiheit auf angenehmem Mobiliar mit etwas wenig Seitenhalt. Der Fahrer hat keine große Mühe, den Koreaner zu bedienen und spürt lediglich beim ambitionierten Kurvenfahren, dass der Soul nicht wirklich sportlich orientiert ist, ohne aber dem Piloten im flinken Geschlängel den Angstschweiß auf die Stirn zu treiben. Den Diesel bietet Kia nur in der üppig bestückten Version namens "Spirit" an, das bedeutet unter anderem Softtouch-Oberflächen und Klavierlack-Look, Teilledersitze, eine feine Hi-Fi-Anlage mit Navi-Funktion und schön platzierten Hochtönern, ein blendfreies Acht-Zoll-Display, Klimaautomatik, Sitzheizung und -kühlung und ein üppig mit Knöpfen bestücktes Multifunktions-Lenkrad. Dazu gibt es den Spurhalte-Assistenten, Parksensoren auch vorne, eine Rückfahrkamera, Tempomat, schlüssellosen Zugang mit Starter-Knopf und 18-Zoll-Aluräder. Als "Spirit"-Diesel kostet der Soul ab 24.990 Euro, zusätzliches Geld kann der Käufer beispielsweise noch für die auffällige Zweifarb-Lackierung mit infernoroter Karosserie und schwarzem Dach oder für das VIP- und das Sound & Navi-Paket ausgeben. Und: Auch für diesen Kia gilt natürlich die Sieben-Jahres-Garantie.
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Technische Daten: Kia Soul 1.6 CRDi

Länge/Breite/Höhe/Radstand in Meter: 4,14/1,80/1,61/2,57
Kofferraumvolumen: 354 bis 1.367 Liter
Leergewicht 1.532 kg
Zuladung: 530 kg
Wendekreis: 10,6 m
max. Anhängelast: 1.300 kg
Tankinhalt: 54 l
Motor: 1,6-Liter-Dieseldirekteinspritzer mit 100 kW/136 PS
max. Drehmoment: 260 bei 1.500 bis 3.000/min
0-100 km/h: 11,2 Sek.
Höchstgeschwindigkeit: 180 km/h
Normverbrauch: 4,8 Liter Diesel/100 km
CO2-Ausstoß: 128 g/km
Testverbrauch: 6,5 Liter Diesel/100 km
Preis: ab 24.990 Euro

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