Fahrbericht Yamaha YZF-R1: Sportler mit Frischzellenkur
Fahrbericht Yamaha YZF-R1: Sportler mit Frischzellenkur Bilder

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Die Sportfahrer-Fraktion unter den Bikern kommt bereits beim Klang des Namens ins Schwärmen: Die Yamaha YZF-R1 ist der Inbegriff eines Supersport-Motorrads schlechthin mit gewaltigen Dampf und spielerischem Handling. Vor 15 Jahren erblickte die erste Generation der Sportlerin das Licht der Welt und eroberte sogleich die Herzen der Motorradfans. Denn die Nippon-Schmiede hat mit der ersten R1 hinsichtlich Fahrwerks- und Antriebstechnik gegenüber der supersportlichen Urmutter FZR 1000 und ihrer pummeligen Nachfolgerin YZF 1000R Thunderace ein wahren Quantensprung vollzogen.

Die wichtigste Neuerung

Für 2012 rollt Yamaha mit einer überarbeiteten Version an den Start. Die wichtigste Neuerung ist die sechsstufig einstellbare Traktionskontrolle. Die hilft dem Fahrer, die 134 kW/182 PS Leistung sicher auf die [foto id=“416283″ size=“small“ position=“left“]Straße zu bringen. In Schräglage ist bei 1000er-Sportmaschinen bis dato immer die Furcht mitgefahren, die brachiale Leistung könnte beim Gasgeben das Hinterrad wegschmieren lassen. Das führt häufig zum Sturz, zumindest aber zu erheblichen Adrenalinschüben. Mit dem neuen System gehört das der Vergangenheit an. Das Motorsteuergerät greift ein, sobald die Sensoren am Hinterrad Schlupf melden. Blitzschnell nimmt das System Einfluss auf Drosselklappen, Zündzeitpunkt sowie Kraftstoffzufuhr und unterbindet das Durchdrehen des Rads. So lassen sich bei den Rundenzeiten auf der Rennstrecke auch noch die letzten Zehntelsekunden herauskitzeln. Und im Straßenverkehr trägt die Kontrolle erheblich zur Sicherheit bei.

Ein neues Motor-Mapping soll darüber hinaus für einen fülligeren Drehmomentverlauf im unteren und mittleren Drehzahlbereich sorgen, außerdem haben die Ingenieure der 1000er mit kleinen Retuschen eine frischere Optik beschert.

Für die Hatz über …

Beim Aufsitzen zeigt sich sofort, dass es sich bei der R1 um einen waschechten Sportler handelt. Die tiefen Lenkerstummel spannen den Oberkörper weit nach vorn, die Fußrasten liegen Sportmotorrad-typisch hoch [foto id=“416284″ size=“small“ position=“right“]und weit hinten – ideal für die Hatz über die Landstraßen und die Rennstrecken dieser Welt. Der etwas eigenartig gekröpfte Lenker kann bei niedrigen Geschwindigkeiten oder schlechtem Straßenbelag allerdings rasch für schmerzende Handgelenke sorgen.

Sobald der Fahrer den Startknopf gedrückt hat, zeigt sich, dass da kein gewöhnlicher Reihenvierzylinder unterm Tank seine bullige Arbeit verrichtet. Statt des samtweichen Surrens eines herkömmlichen Vierers entweicht den beiden mächtigen Schalldämpfern ein eher knurriger Sound, wie man ihn von einem V4 oder einem sehr kultivierten V2 her kennt. Das liegt an der Konzeption des Motors, dessen Kurbelwelle einen speziellen Hubzapfenversatz und damit eine unregelmäßige Zündfolge aufweist.

Rollt die Yamaha einmal, lässt sie sich mit spielerischer Leichtigkeit von einer Kurve in die nächste werfen. Wie bei allen Sportmotorrädern ist dafür freilich ein gewisses Maß an Körpereinsatz vonnöten. Wer sich auf das „aktive“ Fahren einlässt, wird mit bombenstabiler Kurvenlage und präzisem Handling belohnt. Messerscharf lässt sich die Yamaha dorthin dirigieren, wo sie der Fahrer haben will, fein sprechen die voll einstellbaren Federelemente an. Das brachiale Durchzugsvermögen trägt das ihre zu dem Fahrspaß der YZF-R1 bei. In jeder Drehzahllage bietet der Motor Druck im Überfluss – den Spurt aus dem Stand auf 100 [foto id=“416285″ size=“small“ position=“left“]km/h absolviert die Maschine in 3,2 Sekunden. Und die fein ansprechende Traktionskontrolle sorgt jederzeit für Genuss ohne Reue. Einzig die ruppige Gasannahme im unteren Drehzahlbereich trübt das Bild etwas. Und das knochig-hakelige Getriebe fordert etwas Nachdruck vom Fahrerfuß.

Im Straßenverkehr sollte der Blick regelmäßig dem einwandfrei ablesbaren Digitaltacho gelten, denn mit dem Nippon-Brenner bewegt sich der Fahrer sehr schnell in illegalen Geschwindigkeitsbereichen. Hat es der Biker einmal übertrieben, so lässt sich die Fuhre mit den hervorragend dosierbaren Bremsen aber immer wieder gut einfangen. Auf ein ABS, wie es beispielsweise die Honda CBR 1000RR Fireblade bietet, muss der R1-Eigner allerdings verzichten. Hier hat Yamaha definitiv Nachholbedarf.

Verarbeitung der R1

Die Verarbeitung der R1 liegt auf dem von Yamaha bekannten hohen Niveau. Der Antrieb allerdings entsorgt seine warme Abluft direkt auf die Beine und das Hinterteil des Fahrers – bei niedrigen Außentemperaturen ein Segen, der im Hochsommer bei Stadtverkehr oder Stau schnell zum Fluch wird. Da kommen Tankstopps [foto id=“416286″ size=“small“ position=“left“]recht willkommen. Die allerdings sind nicht billig, denn die Sportlerin genehmigt sich knapp sieben Liter Sprit auf 100 Kilometern Überlandfahrt.

Und die Moral von der Geschicht?

Auch mit der aktuellen Generation der YZF-R1 ist Yamaha wieder ein guter Wurf gelungen. Sicherlich ist eine 1000er-Supersportmaschine angesichts der brachialen Leistung un der bissigen Bremsen alles andere als ein Einsteigermotorrad. Doch dürften mit dem neuen Boliden samt Traktionskontrolle auch ungeübte Sportbike-Piloten gut zurechtkommen, und erfahrene Rennstrecken-Freaks werden wieder beachtliche Rundenzeiten einfahren – auch wenn kein ABS mitfährt.

Datenblatt Yamaha YZF-R1

Supersportmotorrad
Antrieb: wassergekühlter Vierzylinder-Viertakt-Reihen-Motor, vier Ventile pro Zylinder, 998 ccm Hubraum; elektronische Kraftstoffeinspritzung, 6 Gänge
Leistung: 134 kW/182 PS bei 12 500 U/min
max. Drehmoment: 116 Nm bei 10 000 U/min
   
Sitzhöhe: 83,5 Zentimeter
Tankinhalt: 18 Liter
Reifen: vorn 120/70 ZR 17, hinten 190/55 ZR 17
Leergewicht: 206 Kilogramm
   
Höchstgeschwindigkeit: 285 km/h
Verbrauch: 6,7 Liter auf 100 Kilometer
   
Preis: 15 750 Euro

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Peter Korsus

Mai 28, 2012 um 10:58 am Uhr

Ich glaube nicht dass ein paar Kilos mehr oder weniger entscheidend für den Fahrspass sind. Auch die Spitzenleistung ist bei allen Konkurrenten mehr als ausreichend. Die Fahrbarkeit sollte m.E. im Vordergrund stehen, auch bei einem "Supersportler". Auf öffentlichen Strassen bewegt ist man schnell im illegalen Bereich unterwegs, da fehlt mir persönlich der gute analoge Tacho dessen Nadel ich im Augenwinkel viel besser sehe als die ratternden Ziffern des Mäusekinos. Der fiel aber dem Gewichtswahn zum Opfer, genauso wie ausreichend lange Spiegelarme, ausreichend dimensionierte Schutzbleche – besonders hinten, Gepäckhaken oder ein gescheites Staufach unter der Sitzbank. Mittlerweile muss ich schmunzeln wenn ich einen Sieger im " technischen-Daten-Stammtisch-Wettbewerb" sehe, der zusammengekauert wie ein Affe auf dem Schleifstein an mir vorbei brettert und bei den ersten Regentropfen unter der nächsten Brücke steht weil er es uncool fand seinen Regenkombi in einem Rucksack mitzunehmen. Also, sch…. auf ein paar Kilos, sch… auf noch mehr PS, aber ein neues Modell ohne ABS?

Gast auto.de

Mai 20, 2012 um 10:35 am Uhr

Yamaha muus in der näöchsten Generation der YZF-R1 noch etwa 15 kg abspecken und etwa 15 kW in der Spitzenleistung zulegen, um den Anschluus an die derzeitigen Spitzenmaschinen zuhalten. Alltagstauglichkeit spielt in dieser Motorradkategorie m.M. nach ohnehin keine Rolle, da können ruhig auf eine Fahrstunde zwei Werkstattstunden folgen.Will ja nicht zum Brötchenholen mit dem Ding. Mein Ideal ist ohnehin die Ducati Desmosedici, die (leider) nicht mehr gebaut wird.

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