Fahrrad zum E-Bike umrüsten lohnt nicht
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Vor allem bei längeren Touren ist die Tretunterstützung von E-Bikes eine echte Freude. Bilder

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Wer sich ein E-Bike kaufen möchte, muss einiges investieren. Bilder

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Ein wenig Unterstützung tut jedem gut. Auch Radfahrern, die regelmäßig hügelige Strecken bewältigen müssen und sich beim Treten elektrische Hilfe wünschen. Ein neues Pedelec oder E-Bike kostet jedoch viel Geld – die Angebote starten ab etwa 1 500 Euro und erreichen schnell die 3 000-Euro-Grenze.

Zu den bekannten Herstellern von E-Bikes gehören zum Beispiel Giant und Kalkhoff. Den Antrieb beziehen viele Pedelec-Bauer von externen Unternehmen. 13 Hersteller wie zum Beispiel Hercules, Cannondale und Rotwild setzen auf den neuen E-Bike-Antrieb von Bosch, der seit Kurzem in Serie gefertigt wird und ab Februar ausgeliefert werden soll.

Wer nun glaubt, einfach seinen alten Drahtesel umrüsten zu können, sollte diese Idee jedoch rasch wieder verwerfen. Denn herkömmliche Fahrräder sind für das zusätzliche Gewicht des E-Motors nicht ausgelegt. „Bei der Nachrüstung an einem gebrauchten Rad kann niemand abschätzen, wie stark die Ermüdung von Rahmen, Gabel, Lenker oder sonstiger sicherheitsrelevanter Bauteile bereits vorangeschritten ist und ob die dort verbauten Komponenten den erhöhten Anforderungen eines E-Bikes überhaupt standhalten“, erklärt Rolf Häcker, Produktmanager beim Komponentenhersteller Humpert, gegenüber dem Pressedienst Fahrrad. Aus diesem Grund müsste vor einer Umrüstung zunächst bei jedem einzelnen Rad eine Belastungsprobe durchgeführt werden. Die Testverfahren sind jedoch relativ aufwendig und [foto id=“340976″ size=“small“ position=“right“]kostenintensiv, weshalb die meisten Händler einen solchen Service nicht anbieten. Auch juristisch ist die Umrüstung nicht unproblematisch, da der Händler nach einem Umbau die Gewährleistungen für das gesamte Rad übernehmen muss.

Der einzige Fahrradhersteller, der zurzeit ein Nachrüst-Kit sowie die entsprechenden Belastungstest für gebrauchte Räder anbietet, ist Utopia Velo. Das System kann in nahezu alle Modelle des Zweiradherstellers ab 2011 integriert werden. Der Kunde wählt zwischen NiMH-Akkus und leichteren Li-Ion-Akkus. Entsprechend der Gewichtsangaben der Kunden wird die Motorleistung eingestellt. Das Kit hat allerdings auch seinen Preis: mindestens 1 999 Euro werden fällig.

Alles in allem ist der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club der Auffassung, dass das Umrüsten eines Fahrrads zum E-Bike mehr Nach- als Vorteile hat. Daher ist es in der Regel sinnvoller, sein altes Rad in Zahlung zu geben und sich ein neues Pedelec zu gönnen.

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Gast auto.de

Dezember 29, 2013 um 4:27 pm Uhr

Da hat der Praktikant aber schoen abgeschrieben. Das ganze e-bike thema ist doch sowieso durch. In old Germany wird die Steinzeittechnik als der letzte Hype verkauft. In Shanghai fahren sie alle pedeldecs und e-mofas wo sie gar nicht mehr treten brauchen.

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