Fahrsicherheitstraining mit Landwirtschaftsfahrzeugen – Driften auf dem Güllebomber

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Die Teilnehmer werden auf dem Parcours mit verschiedenen Fahrzeugen und allen möglichen Gefahrensituationen konfrontier Bilder

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Ganz gleich ob zu Weihnachten, zum Geburtstag, zur bestanden Führerscheinprüfung oder als ebenso hilf- wie lehrreiche „Starthilfe“ beim Erwerb des ersten Autos: Ein Fahrsicherheitstraining ist eine sinnvolle Sache, und deshalb werden Gutscheine fürs „Nachsitzen hinter dem Steuer“ von den Lieben aus Verwandtschaft und Bekanntschaft immer mal wieder gerne verschenkt.

Denn wer weiß schon, wie er sich in plötzlich auftretenden, unvorhersehbaren Gefahrensituationen oder auf nassem Untergrund zu verhalten hat? Was tun, wenn sich das eigene Fahrzeug verselbständigen droht und die Welt um den Fahrer herum plötzlich zum bunten Kreisel wird? Da hilft nur üben, und zwar am besten mit dem eigenen Auto.

Doch es geht auch anders

Größer nämlich. Dicker, schwerer, mächtiger. Mit und ohne Anhänger. Leer, halb voll oder bis „unters Dach“ beladen. Dazu „Schlappen“ mit einem Profil wie das Alpen-Vorland und so groß wie ein Scheunentor: Ein Fahrsicherheits-Training mit dem „Güllebomber“.

Seit Anfang des Jahres bietet der ADAC ein Training mit landwirtschaftlichen Fahrzeugen an. Und seit sich die Land- und forstwirtschaftliche Berufsgenossenschaft und die landwirtschaftliche Sozialversicherung aus mehreren deutschen Bundesländern, sowie verschiedene Ministerien mit Fördermitteln beteiligen, hat ein regelrechter Run auf die Anmeldungen eingesetzt.

„Unsere Teilnehmer sind zwischen 16 und 70 Jahre alt. Sie kommen vom Bodensee, aus dem Bayerischen Wald oder aus Mecklenburg-Vorpommern“, erläutert ADAC-Mann Peter Werner. „Landwirte“, so sagt er, „sind eine ganz besondere Klientel. Diese Leute hängen alle an ihrem Beruf, an ihren Fahrzeugen, an ihrem Arbeitsalltag. Entsprechend sind sie auch mit viel Herz dabei.“

An diesem Tag werden die Teilnehmer auf dem weiträumigen Parcours mit verschiedenen Fahrzeugen und allen möglichen Gefahrensituationen konfrontiert. Slalomfahren auf trockenem und nassem Boden, Bremsen auf unterschiedlichen Fahrbahnbelägen, die plötzliche Auseinandersetzung mit Fliehkräften. So lernen die Landwirte das richtige Reagieren auf Querbeschleunigungen. Oder auf sich hoch schaukelnde Anhänger und Milchlaster, die mit ein paar Tausend Litern Inhalt zum mörderischen Katapult am Haken werden können. Da hilft nur noch richtiges Einschätzen der Situation und richtiges, beherztes Handeln.

Hans-Werner Schäfer aus der saarländischen Gemeinde Blieskastel-Niederwürzbach ist mit seinen 69 Jahren der Senior an diesem Tag. Der Nebenerwerbs-Landwirt  fährt seit mehr als einem halben Jahrhundert auf Schleppern. Zu Hause in der eigenen Scheune hat er sechs verschiedene Traktoren. Ein alter Hase also, dem auf einem Fendt oder Hanomag so schnell keiner etwas vormachen kann. „Aber auch wenn man so lange dabei ist wie ich, kann man immer noch etwas lernen“, sagt Schäfer. „Man schätzt eine gefährliche Situation eben leicht falsch ein.“ Daher vertritt der der erfahrene Landwirt vehement seine Meinung: „Bei 50 km/h sollte für Traktoren auch auf der Straße Schluss sein.“

Zusatzinfo:

Ein Trainingstag in Gründau dauert acht Stunden. Die Fahrzeuge werden gestellt. Das Training vermittelt theoretische Grundlagen und praktisches Können auf Schleppern und Traktoren mit modernster Technik.  Der Normalpreis beträgt 299 Euro. Durch die finanzielle Unterstützung von Berufsgenossenschaft, Sozialversicherung und Ministerien ergibt sich ein Sonderpreis von 100 Euro für Teilnehmer über 23 Jahre bzw. von 50 Euro für Personen unter 23 Jahre.

Infos und Anmeldung unter www.dlg-akademie.de/Techniktraing, www.fsz-rhein-main.de oder per Mail unter sht@hth.adac.de

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