Fendt: Vorsichtige Modellpolitik beim Freizeitfahrzeughersteller
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Große Zurückhaltung in Sachen Modellpolitik übt der Freizeitfahrzeughersteller Fendt-Caravan angesichts der schwer abschätzbaren Perspektiven in der Branche. Nur im Wohnwagenbereich werden für die kommende Saison vorsichtige Modifikationen vorgenommen.

Die beiden Reisemobilbaureihen K auf Ford-Transit-Basis und TI auf Fiat Ducato-Basis, die Fendt nicht selbst fertigt, sondern lediglich vertreibt, werden unverändert aus der Vorsaison übernommen. Ungeachtet der schwierigen Marktlage dreht Fendt jedoch an der Preisschraube: Caravans sollen noch dieses Jahr im Durchschnitt um 2,5 Prozent teurer werden. Für Wohnmobile ist eine Preisanhebung im Januar 2010 geplant.

Wichtigste Neuheit im Caravan-Bereich ist das Modell 390 FH Sportivo in der Ende 2008 zunächst mit vier Grundrissen neu vorgestellten Einsteiger-Baureihe Bianco. Der Basispreis liegt bei 14 800 Euro. Das neue Modell soll vor allem sportlich aktive Caravaner ansprechen. Neben serienmäßigen weißen Alu-Felgen und einem frischen Außendekor wurde dafür auch eine für den Transport von diversem Sportgerät geeignete Dachreling angebracht, die über eine Heckleiter zu erreichen ist. Das sportliche Outfit kann zusätzlich mit einem optionalen „RallyeS“-Paket für 1 950 Euro aufgewertet werden, zu dem unter anderem ein auf der Deichsel montiertes Fahrradträgersystem für zwei Räder sowie diverse Zusatzfeatures gehören.

Während die klassischen Bianco-Modelle nur für eine Zuladung von knapp 230 Kilogramm ausgelegt sind, können in das Modell Sportivo bis zu 420 Kilogramm zugeladen werden. Ansonsten beschränken sich bei allen sechs Caravan-Baureihen – Bianco, Saphir, Platin, Topas, Diamant und Diamant VIP – die Neuerungen für das Modellprogramm 2009/10 auf Details wie zusätzliche Umrissleuchten in der Regen- und Markisenleiste, eine Verlängerung der Nutzlänge im Heck um 90 Millimeter, das um 30 Millimeter höher platzierte Waschbecken oder eine etwa 40 Millimeter größere Sitztiefe bei Rundsitzgruppen im Heck.

Neu ist schließlich in der Diamant VIP-Baureihe der Grundriss 700 TGD, mit dem Fendt zur klassischen Rundsitzgruppe zurückkehrt. Die Grundrisse 620 TG und 700 TGC entfallen dafür künftig. Nach fünf Wachstumsjahren in der Branche bleibt auch die zur Hobby-Gruppe des Unternehmers Harald Striewski zu zählende Fendt-Caravan GmbH von der rückläufigen Marktentwicklung nicht verschont. Im laufenden Geschäftsjahr (1. August bis 31. Juli) erwartet Geschäftsführer Klaus Förtsch mit einem Absatz von 8 100 Wohnwagen und Reisemobilen sowie rund 120 Millionen Euro Umsatz nahezu unveränderte Zahlen gegenüber dem Vorjahr.

Die Beschäftigtenzahl hat sich mit knapp 580 Mitarbeitern sogar leicht erhöht. Da die Zeitkonten der Angestellten durch geleistete Überstunden „gut gefüllt“ sind, geht Förtsch davon aus, ohne Beschäftigungsabbau das Jahresende zu erreichen. Achim Feist/mid

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