Fiat Chrysler

Fiat Chrysler: Rekordstrafe und Rückkauf-Aktion
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Ein Rückruf ist für jeden Autobauer schon schlimm genug. Doch ein fehlerhafter Rückruf ist doppelt bitter: Er beschädigt das Image der Marke und ist obendrein auch noch richtig teuer. Dieses Missgeschick ist jetzt dem Autokonzern Fiat Chrysler passiert. Wegen einer verspätet eingeleiteten Rückrufaktion muss das Unternehmen laut der US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA die Rekordstrafe von umgerechnet 95 Millionen Euro an die US-Regierung zahlen.

Ram und Jeeps betroffen

Doch damit noch nicht genug: Fiat Chrysler kauft den Kunden wegen Schwierigkeiten bei Rückrufaktionen mehr als 500.000 Wagen wieder ab. Betroffen sind das Modell Ram sowie alte Jeeps, heißt es. Bei diesen Fahrzeugen sind Teile der Lenkung defekt. Das kann dazu führen, dass Fahrer die Kontrolle über die Wagen verlieren. Weil einige Reparaturen das Problem nicht lösen konnten, stimmte Fiat Chrysler einem Rückkauf zu, um die Wagen so von den Straßen zu holen. Diese ungewöhnliche Rückkauf-Aktion wird den Autohersteller voraussichtlich mehrere 100 Millionen Dollar zusätzlich zur Geldstrafe kosten. Zudem muss die italienisch-amerikanische Auto-Allianz einen von der Verkehrssicherheitsbehörde zugelassenen Kontrolleur einstellen.

Durch die Einigung mit der Sicherheitsbehörde hat der Autobauer ein unrühmliches Kapitel endgültig abgeschlossen. Insgesamt war es um mehr als 20 strittige Rückrufe gegangen. Vor allem ein Fall sorgte zuletzt für weltweite Schlagzeilen: Nachdem es zwei Hackern gelungen war, Funktionen eines Jeep Cherokee wie Klimaanlage oder Bremsen aus der Ferne zu kontrollieren, beorderte Fiat Chrysler 1,4 Millionen Fahrzeuge in die Werkstätten.Fiat-Chrysler-Chef Sergio Marchionne durchlebt im Augenblick in seinem Job ein wahres Wechselbad der Gefühle. Eine Erfolgs-Nachricht gab es für ihn auf der Rennstrecke: Der viermalige Weltmeister Sebastian Vettel gewann in seinem Ferrari das Formel-1-Rennen in Ungarn. Sergio Marchionne gratulierte dem Rennfahrer und dem Team sofort persönlich. Danach hat ihn allerdings der zurzeit eher graue Auto-Alltag schnell wieder eingeholt. Und bis zum nächsten Formel-1-Sieg muss er ohnehin länger warten, denn die Königsklasse des Motorsports verabschiedet sich jetzt erst einmal in die Sommerpause.

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