Fiat Ducato: Neues Gesicht für den Lademeister
Fiat Ducato: Neues Gesicht für den Lademeister Bilder

Copyright: Wolfgang Tschakert/mid,Fiat Professional

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Mit einer weiteren Modellpflege geht der Transporter-Bestseller aus Italien ins nächste Modelljahr. Feinarbeit rund um den Antrieb soll den Kraftstoffverbrauch senken, ESP ist Serie. Und ein LED-Tagfahrlicht schärft jetzt den Blick. Mittlerweile werden es wohl mehr als drei Millionen Ducatos sein, die das Transporter-Werk im süditalienischen Val di Sangro seit 1981 verlassen haben. Ein Erfolgsmodell und Bestseller mit derzeit 20 Prozent Marktanteil in Europa ? erst recht, wenn man die Boxer- und Jumper-Fahrzeuge für die PSA-Marken Citroen und Peugeot dazu zählt. Das Gemeinschaftsunternehmen von Fiat und PSA gilt als zweitgrößter Nutzfahrzeughersteller Europas, rund 5 200 Mitarbeiter stellen dort jährlich mehr als 200 000 Einheiten her. Größtenteils sind es Ducatos, Fiat baut und verkauft seinen Bestseller mittlerweile auch in Lateinamerika und Russland – seit 2013 wird er sogar in Nordamerika als Dodge Ram Promaster angeboten.

Und jetzt soll die nächste Ducato-Generation an den Start gehen, die sechste, erklärt das Fiat-Marketing. Auf den ersten Blick ist es wohl eher ein Facelift. Eine geglättete Front mit größeren Radien senkt den cW-Wert auf beeindruckende 0,31, der Ducato ist als solcher weiterhin auszumachen. Denn die Karosserie und ihre Varianten bleiben in ihren Grundfesten erhalten. Was per se auch kein Fehler ist, der Ducato glänzt als Transporter mit hervorragenden Nutzlast- und Transportvolumenwerten. Und dennoch legt der Ducato im neuen Modelljahr nochmal zu. Fiat erhöht die Achslasten der Vorderachse (zul. 2,1 t) und der Hinterachse (2,5 t), sodass der Ducato bis zu 4,4 Tonnen auf die Waage bringen darf. Mit der Konsequenz, dass der große Italiener jetzt bis zu 2,1 Tonnen zuladen darf, ein Rekordwert in dieser Klasse.[foto id=“511110″ size=“small“ position=“right“]

Rund 700 Millionen Euro hat Fiat Professional in den Ducato investiert, man spricht in Turin von 10,5 Millionen Testkilometern. Es ist die Politik der kleinen Schritte, Fortschritt wird in vielen Details sichtbar. Die Servotronic-Lenkung beispielsweise, die mit variabler Unterstützung in allen 2,3- und 3,0-Liter-Modellen zum Einsatz kommt. Sie verlangt vom Fahrer bei der Rangierarbeit kaum Kraftaufwand, reduziert die Servokräfte aber bei schneller Fahrt und besticht mit hoher Lenkpräzision. Groß gewachsene Fahrer ärgern sich über den ungenügenden Verstellbereich der Lenksäule und über den engen Pedalabstand von Gas und Bremse, die nach schlanken italienischen Tretern rufen. Bei den Motoren bleibt alles wie gehabt, alle Varianten ? vom 2,0-Liter-Vierzylinder bis zum großen Dreiliter-Diesel – werden weiterhin angeboten und erfüllen die Euro 5-Abgasgrenzwerte. Euro 6-Motoren werden für die Mitte des nächsten Jahres angekündigt, man spricht wie in der Branche üblich von SCR-Katalysatoren und das Additiv Adblue für die Abgasnachbehandlung. Die Ducato-Interessenten werden sich eher für die Serviceintervalle interessieren. Der italienische Transporter muss nur alle 48 000 Kilometer zur Wartung in die Werkstatt.[foto id=“511111″ size=“small“ position=“left“]

Besonders empfehlenswert erscheinen die 2,3-Liter-Vierzylinder, es muss nicht die 180 PS starke Top-Variante sein. Mit 130 PS und 148 PS wird nämlich schon südländisches Temperament geboten. 320 Newtonmeter oder 350 Newtonmeter Drehmoment schon bei niedrigen 1 500 Touren machen hohe Motordrehzahlen entbehrlich, die der moderne Doppelnockenwellen-Motor aber leichtfüßig leistet. Die Schaltarbeit ist eher ein Vergnügen als lästig, den Aufpreis fürs automatisierte Comfort-Matic-Getriebe kann man sich sparen. Zumal es nicht so schaltet, wie es der Fahrer gern möchte – immer mit Verzögerung, und wenn man es eilig hat, werden zu hohen Drehzahlen bemüht.

Die Comfort-Matic gibt es jetzt auch in Kombination mit den kleineren 2,3-Liter-Motoren. Auch die Luftfederung für die Hinterachse ist nicht mehr auf den 3,5-Tonner begrenzt. Überhaupt bietet der Ducato jetzt bis zu sieben Federungsoptionen, von einer gewichtsoptimierten Variante mit Composite-Blattfeder an der Hinterachse bis zur Heavy-Duty-Blattfederung für die Maxi-Versionen. Und eine Variante mit 100 Millimeter mehr Federweg vorn soll Wohnmobilen das Befahren von Schlechtwegstrecken verbessern. Dazu sollten die Camper gleich die Option Traction+ mit bestellen. Das elektronische System arbeitet wie eine Differenzialsperre und fängt durchdrehende Vorderräder per Einzelradbremsung ein.

Auch rund um die Karosse wurden Details verbessert. Beispielsweise die Türscharniere und die Türrahmen, die Schiebetüren und Heckportale vermitteln jetzt einen solideren Eindruck. Und im Innenraum kann der Kunde zwischen den drei Design- und Ausstattungspaketen Classic, Techno und Lounge wählen. Verschiedene Sitze, vom Standardsitz – mit oder ohne hydraulische Federung – [foto id=“511112″ size=“small“ position=“right“]bis zum drehbaren Captain-Chair ist alles drin. Das Armaturenbrett wird weiter aufgewertet und bekommt neue elektronische Menü-Funktionen. Inklusive einer Halterung für Smartphones und Tablet-Rechnern, eine USB-Schnittstelle fürs Radio ist ohnehin obligatorisch. Trotz aller Ausstattungsvielfalt bleibt der Ducato ein Leichtgewicht: Der neue Ducato-Jahrgang soll sogar 15 Kilogramm leichter als sein Vorgänger sein.

Fazit

Ein neuer Ducato ist es nicht geworden, eher eine Zwischenlösung. Aber nicht zu verachten, der Hersteller hat viele Details verbessert. Der zum Evergreen gereifte Italiener geht mit betont kräftigen, aber noch sparsameren Motoren in die nächste Runde. Für Vielfahrer: Er fährt gut und bremst gut, liegt noch immer wie das sprichwörtliche Brett auf der Straße. Seine fast sportliche Straßenlage wird mit Härte erkauft, ein weichgespülter Transporter wie der Sprinter ist der Ducato nicht. Dafür darf er auch mehr laden ? in dieser Disziplin ist der neue Ducato auch weiterhin nicht zu schlagen.

Wolfgang Tschakert/mid

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Gast auto.de

Mai 27, 2014 um 5:17 pm Uhr

Das hört sich gut an , ich bin gespannt , da ich auf das jetzige Modell weit über 400tkm (fast störungsfrei) gefahren habe lasse ich mich mal überraschen . Allerdings geht meiner Meinung nach nix über den 3Liter , ein absoluter Sahnemotor . Die Bestellung für den neuen ist sogut wie in trockenen Tüchern .

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