Hinter den Kulissen

Ford GT: Traumjob Petze
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Stellen Sie sich vor, Sie verpetzen Ihren Arbeitskollegen und bekommen auch noch Geld dafür. Richtig: Auf kurze Sicht bestimmt ein lukrativer Job. Doch endet diese kurze Sicht spätestens nach dem Feierabend auf dem Parkplatz, wenn der angeschwärzte Kollege sich für die Aufmerksamkeit bei Ihnen auf seine ganz spezielle Art bedankt. „Ja, kann gut sein, dass ich hier der meistgehasste Mitarbeiter bin“, verrät Ryan Schmidt mit einem Schmunzeln im Gesicht. Denn so ganz ernst meint der Qualitäts-Ingenieur in Diensten des Automobilherstellers Ford die Antwort natürlich nicht – oder zumindest hofft er, dass es nicht so ist.

Der 26-Jährige mit deutschen Wurzeln hat bei Ford einen ganz speziellen Job:

"Ich bin die letzte Überprüfungs-Instanz, bevor das Fahrzeug zum Kunden geht", sagt Schmidt. Mit dem harmlosen Begriff "Fahrzeug" meint er allerdings nicht irgendeinen Klein- oder Kompaktwagen. Er meint den rund eine halbe Million Euro teuren, auf 1.000 Exemplare (250 pro Jahr für vier Jahre) limitierten Supersportwagen Ford GT. Da wundert es kaum, dass Ryan Schmidt sich für jedes in Kanada bei Multimatic gefertigte Exemplar gut und gerne mal vier Stunden Zeit nimmt. Die Regeln sind klar: Sollte eine Unregelmäßigkeit feststellt werden, bleibt der Traumwagen so lange im Werk, bis diese behoben wurde.

Das im Jahr 2016 im kanadischen Markham fertiggestellte Werk verfügt über 4.650 Quadratmeter an Fläche und ist nur zu einem Zweck errichtet worden: Hier wird der Ford GT in Zusammenarbeit mit Ford Performance produziert. Angefangen beim Karbon-Monocoque über die handlackierten Einzelteile bis hin zum fertig lackierten Endprodukt auf dem Prüfstand entsteht hier das aktuell außergewöhnlichste Traumauto der USA. "America first" ist hier lediglich auf den Aufklebern, die auf das Auslieferungsland hinweisen, zu spüren. Abgesehen von einem "Finnland-GT" überwiegt hier der Schriftzug "USA".

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Insgesamt sollen rund 50 Ford GT pro Jahr nach Europa verschifft werden

Ein noch schlechteres Verhältnis ergibt sich beim Blick auf die Geschlechterverteilung innerhalb der insgesamt neun Produktionsstationen. "Wir haben hier rund ein halbes Dutzend Frauen", sagt Ryan Schmidt. "Über mehr würde man sich hier freuen. Doch es bewerben sich zu wenige", heißt es auf Nachfrage.

Dem Endprodukt Ford GT tut dies natürlich keinen Abbruch. Nach neun Tagen Produktionszeit, sprich einem Tag pro Produktionsstation, verlässt solch ein Traum auf vier Rädern die Halle - um im Zweifel in einer anderen Halle wieder zu verschwinden. Denn auch wenn Ford durch die handverlesene Auswahl an GT-Empfängern zu verhindern versucht, dass Sammler den Supersportwagen unter Verschluss halten, wird es sich letzten Endes nicht verhindern lassen. Ob sich dafür das ganze Petzen gelohnt hat, wird Ryan Schmidt selbst herausfinden müssen.

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