Frühjahrs-Check für Freizeitmobile
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Die ersten sonnigen Tage des Jahres haben bei Camping-Fans die Lust auf die neue Saison geweckt. Doch vor der ersten Ausfahrt mit dem Wohnmobil oder Caravan steht der Frühjahrs-Check auf dem Pflichtprogramm. Punkt eins der Frühjahrskur umfasst die gründliche Reinigung des Freizeit-Mobils. Mit Bürste, Schwamm und am besten mit einem Dampfstrahler geht es dem Schmutz auf der Außenhaut an den Kragen. Die gründliche Reinigung legt nicht zuletzt neue Roststellen frei, die sofort beseitigt werden können. Eine Politur versiegelt nach der Wäsche die Fahrzeugoberfläche. Eine Fettschicht auf allen Dichtungen um die Fahrzeugöffnungen verhindert, dass die Gummimaterialien porös werden oder Risse bekommen.

Reifen sind bei Freizeitfahrzeugen ein besonders heikles Thema, da sie lange Zeit stehen und oft nur wenige Kilometer zurücklegen. Daher ist nicht nur die gesetzliche Mindest-Profiltiefe der Pneus von 1,6 Millimetern das Signal für eine Erneuerung, sondern auch Risse oder die ‚Überalterung der Reifen. Nach etwa sechs Jahren steht ein Austausch an, da das Gummi in dieser Zeit aushärtet ist und so an Elastizität und damit an Haftung verloren hat. Die DOT-Nummer auf der Flanke gibt Aufschluss über das Reifen-Alter. Die vierstellige Nummer bezeichnet mit den beiden ersten Ziffern die Woche, mit den beiden letzten das Jahr der Herstellung (Beispiel 1509: 15. Woche 2009). Der Luftdruck muss dem Gewicht des Fahrzeugs inklusive Beladung angepasst sein. Die Angaben hierzu stehen in der Betriebsanleitung; 0,1 bar mehr schaden aber nicht und reduzieren sogar ein wenig den Kraftstoffverbrauch.

Der Motorcheck umfasst die Prüfung der Stände von Motoröl, Kühlflüssigkeit und Bremsflüssigkeit sowie des Scheibenwischwassers. Für das Motoröl gilt grundsätzlich: Nach spätestens zwei Jahren unabhängig von der Motorlaufleistung wechseln. Die Bremsflüssigkeit gehört grundsätzlich nach sechs Jahren ausgetauscht. Der Rest der Bremsanlage verdient ganz besondere Aufmerksamkeit. Abgefahrene Beläge, starker Rost und tiefere Rillen in den Bremsscheiben sind deutliche Aufforderungen zum Tausch. Leichter Flugrost auf den Bremsscheiben ist dagegen weniger dramatisch und lässt sich quasi „wegbremsen“. Bei Gespannen verdient der Übergang zwischen Aufbau und Deichsel ebenfalls besondere Beachtung. Technisch nur mäßig bewanderte Camper überlassen die Prüfung der sicherheitsrelevanten Technik dem Fachmann. Die Funktion der Beleuchtungseinrichtung kann dagegen auch der Laie prüfen.

Nächste Punkte auf der Checkliste sind die Wasserleitungen und der Gasanschluss. Die Wasseranlage ist gründlich durchzuspülen und neu zu füllen. Hat der Halter die Reinigung am Ende der letzten Saison vernachlässigt, ist das nun deutlich „riechbar“. Dann müssen Reinigungsmittel her, die nicht nur den Gestank entfernen, sondern die Anlage auch desinfizieren. Im Anschluss mit reichlich Wasser nachspülen. Um die Gasanlage auf Vordermann zu bringen, heißt es: Gasflasche anschließen und alle Anschlüsse überprüfen. Diese müssen dicht und fest verschraubt sein. Die Gasflasche steht fest verzurrt an einer belüfteten Stelle. Auch bei der Gasanlage empfiehlt es sich, stets den Fachmann zu Rate zu ziehen.

Schließlich steht das Interieur auf dem Programm. Alles Überflüssige muss raus. Dann sind Polster, Vorhänge, Boden und Mobiliar mit einer gründlichen Reinigung dran. Fördern die Reinigungsarbeiten feuchte Stellen zu Tage, rühren sie von einer Undichtigkeit, die dringend zu beseitigen sind. Angesammelte Feuchtigkeit führt nicht nur zu schlechtem Geruch, sondern auch zu gesundheitsgefährdender Schimmelbildung.

Auf den ersten Kilometern der Premieren-Ausfahrt ist Vorsicht geboten, weil erfahrungsgemäß nach der langen Winterpause das Gefühl für die Ausmaße des Gefährtes oft abhanden gekommen sind.

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