Garragen-Autos richtig aus dem Winterschlaf wecken

Hat ein Fahrzeug über Monate geschützt in der Garage ohne gefahren zu werden überwintert, sollte es erst nach einigen gewissenhaften Kontrollen wieder ans Laufen gebracht werden. So können beispielsweise die Reifen durch die lange Standzeit Schäden aufweisen. Aufgrund der langen Fahrpause bilden sich oft auf den Bremsscheiben Rost und andere Ablagerungen. Diese Patina wirkt wie ein Schmierfilm und beeinträchtigt die Bremswirkung. Diese winterlichen Rückstände können laut TÜV am besten durch einige Bremsproben auf freier Strecke ohne nachfolgenden Verkehr entfernt werden. Dabei ist auch darauf achten, ob das Auto beim Tritt auf die Bremse einseitig zieht, ob das Pedal absackt oder pulsiert. Vor dem Test ist der Stand der Bremsflüssigkeit zu überprüfen, denn ansonsten kann der Pedaltritt ins Leere gehen.
Ebenso sollte genug Motoröl nachgefüllt sein, damit kein Motorschaden mangels Schmierung entsteht. Auch ist der Ölstand für die Servolenkung zu checken, das sich meist in einem Extrabehälter befindet. Zum Muss zählt auch das Wischwasser für Scheiben und Scheinwerfer, das ebenfalls nachzufüllen ist. Und Vorsicht bei den Scheibenwischern: Da der Gummibelag an der Scheibe kleben kann, müssen die Wischer sachte vom Glas gelöst werden, um sie nicht zu beschädigen.
Weiterhin sind Leuchten auf beschlagene oder rostige Reflektoren zu prüfen. Versagen sie den Dienst, könnte das an den korrodierten Kontakten und Steckern liegen, die dann mit Kontaktmittel zu behandeln sind. Ob die Batterie noch genügend unter Strom steht, ist für einen Laien nur schwer feststellbar. Hier kann die Fachwerkstatt mit einem speziellen Prüfgerät helfen.

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