Gaz: Kein Geld, aber ein stillstehendes Montageband
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Was die russische Presse über den Automobilhersteller Gaz in Nischni Nowgorod schreibt, läuft auf die Warnung hinaus, Opel möge sich nicht auf einen Deal mit Deripaska einlassen, dem das Unternehmen mehrheitlich gehört. Die Zeitung „Wedomosti“ schreibt, die Gaz-Gruppe habe kein Geld, um gemeinsam mit Magna und der russischen Sherbank Opel-Anteile zu kaufen.

Derzeit drücke das Unternehmen eine Schuldenlast von 45 Milliarden Rubel. Es gebe allerdings ein stillgelegtes Fließband, auf dem früher der Wolga Siber gebaut worden sei, der auf Basis des alten Chrysler Sebring entstanden sei.

200 Millionen US-Dollar seien in das Projekt investiert worden, das mit einem Fiasko endete. Schon vor der Krise kamen die Verkäufe nicht richtig in Gang. Nachdem sich im ersten Quartal 2009 nur 697 Autos absetzen ließen, wurde das Band angehalten. Gaz sei bereit, die nicht genutzte Montagekapazität der deutschen Firma zu überlassen, auch wenn Opel-Modelle auf dem russischen Markt nur in einer abgespeckten, weniger teuren Variante Absatz fänden. Ein Astra koste derzeit mindestens 511 700 Rubel (rund 12 000 Euro), ein Corsa 461 000 Rubel (10 700 Euro).

Für russische Autokäufer seien die Preise zu hoch. Das Astra-Grundmodell dürfe bestenfalls 400 000 Rubel (9300 Euro) kosten. Grundsätzlich aber würde Gaz die Produktion von Corsa, Astra und Vectra gern aufnehmen, urteilt der geschäftsführende Partner der Gesellschaft Marketing und Investitionsprojekte, Wladislaw Zwetkow.

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