Kaufberatung Audi TT

Gebrauchter Kult: Audi TT Kaufberatung
Audi TT Roadster Generation 1 Bilder

Copyright: Audi AG

Runde Sache

Wer nicht gleich die gesamte Altersvorsorge für den neuen TT opfern will, schielt nach einem Gebrauchten. Doch, lohnt der Kauf und welche Probleme macht der Ingolstädter Schönling?

Okay, wir geben es ja zu. Der neue TT bietet modernere Motoren und ist in Sachen Infotainment auf dem aktuellsten Stand. Ist ja auch logisch, denn sonst wären all die Stunden der Versuchsingenieure in Ingolstadt ja auch umsonst gewesen. Und doch kommt man spätestens beim Anblick des neuen Beau aus Ingolstadt ins Grübeln, denn der TT der dritten Generation ist auf den ersten Blick nun nicht wirklich von seinem Vorgänger zu unterscheiden. Dann gleich der zweite Schock. Der neue kostet mindestens 35.000 Euro. Nackt und ohne den begehrenswerten Luxuschichi. Da schielt man schon mal nach dem Vorgängermodell, zumal der TT vor allem als Roadster aufgrund seiner zwei Sitze eher ein Saisonfahrzeug ist.

Audi TT Roadster Generation 1

Copyright: Audi AG

Ur-Modell mit Kultfaktor

Die gängigen Autobörsen halten in der Liga bis 10.000 Euro dann auch ein großes Angebot an Audi TT der ersten Generation bereit. Das ab 2000 im ungarischen Györ produzierte Modell war auch in seiner Urform als Coupe und Roadster erhältlich und hob Audi seinerzeit in die Liga der Premiumhersteller. Für kein Auto zuvor konnte man in Ingolstadt ein derart großes Interesse erzielen, wie für den auf dem Golf IV basierendem Beau. Angeboten mit diversen Vierzylinder Turbomotoren macht der TT vor allem eines: keinen Ärger. Allenfalls die Kombiinstrumente mit ihrer Matrix-Anzeige fallen bisweilen aus. Das seinerzeit fehlende ESP samt Heckspoiler ist inzwischen bei nahezu allen auf dem Markt anzutreffenden Modellen nachgerüstet und wer ein Auto bis rund 150.000 Kilometer samt Scheckheft-Vergangenheit wählt, ist vor großen Überraschungen an dem hochwertig verarbeitetem Auto sicher. Meiden sollte man dagegen die Kilometermillionäre, die aufgerüschten Tuning-Boliden oder die zusammengeschusterten Unfaller. Zum einen zeigt die Erfahrung, das es mit derlei Mobilen immer wieder Probleme gibt, die den häufig nur geringern Minderpreis zu einem gepflegten Auto kaum wert sind , zum anderen ist der TT auf dem besten Weg ein Klassiker zu werden. Das wird sich in absehbarer Zeit auch auf die Preise niederschlagen, allerdings nur für wirklich gute Autos. Es zahlt sich also aus Qualität zu kaufen, denn mitunter erhält man in ein paar Jahren das Geld mit einem kleinen Bonus zurück.
Audi TT Roadster Generation 2

Copyright: Audi AG

Sechszylinder selten und Teuer

Das mag auch für den einzigen Sechszylinder im Programm gelten. Der ab 2003 lieferbare 3,2 Liter VR-6 von Volkswagen ist mit 250 PS und sattem Sound ein echter Sportler, krankt aber an erhöhtem Ölverbrauch und einer klappernden Steuerkette. Wer auf das erste bei Audi erhältliche DSG spekuliert, dem sei gesagt: Finger weg. Denn es ist aus heutiger im Hinblick auf Schaltzeiten und Schaltkomfort wenig erfreulich. Der permanente Allradantrieb „quattro“ ist hingegen, wie auch bei den Vierzylinder-Modellen problemlos. Wen das Geruckel des DSG-Getriebe nicht stört, der bekommt mit dem 3,2 Liter TT allerdings einen dynamischen Sportler, der zudem mit tollem Sound begeistert.
Audi TT Roadster Generation 2

Copyright: Audi AG

Sonderserien sind begehrt

Da die Sonderserien des TT (das Coupe gab es ab 2005 in einer Sportversion mit 240 PS) begehrt sind, lohnt es sich insbesondere für Sammler nach derlei Raritäten Ausschau zu halten. Daneben sind besondere Farbkombinationen und Roadster Modelle mit dem seltenen „Baseball-Leder“ im Innenraum eine intensive Suche wert. Speziell zum Ende der Produktion 2003 legte Audi in Sachen Felgen und Innenausstattung noch einmal nach und schuf teilweise Modelle, die in wenigen Jahren zum Klassiker gereift sein dürften.

Zweiter TT mit Premium Anspruch

Der Nachfolger der Ur-Modells dürfte es in Sachen Klassiker schon schwerer habe. Seine Stückzahl ist zu hoch und sein Design ein ganzes Stück von der puristischen Ur-Linie entfernt. Trotzdem ist der gerade abgelöste TT eine gute Empfehlung, wenn es um den Reisespass zu zweit geht. Deutlich in den Abmessungen gewachsen, rangiert er fast eine Fahrzeugklasse über seinem Vorfahren und eignet sich problemlos für den langen Sommerurlaub zu zweit. Mit dem Coupe lassen sich dank umklappbarer Rückbank sogar kleiner Umzüge bewältigen, so groß ist der Kofferraum. Qualitativ gibt es auch an der zweiten Auflage des TT nichts zu mäkeln, im Gegenteil; seine Karosserie ist durch die Alu-Mischbauweise (ASF) noch einmal verwindungssteifer und überzeugt auch nach Jahren mit klapperfreier Qualität. Eine Eigenschaft, die auch für den Innenraum gilt, bei dem der vom Vorgänger bekannte Effekt des bisweilen abplatzenden Softlacks an den Bedienelementen der Vergangenheit angehört. Lediglich die Sitzflanken und der Bezug der Sitze können häufig nicht verbergen, dass der TT in schon etwas von der Welt gesehen hat.

Breites Motorenangebot

In Sachen Antrieb herrscht ebenfalls die gleiche Unauffälligkeit, wie beim Vorgänger. Die Vierzylinder (160-272 PS) laufen störungsfrei und auch wer den ab 2007 lieferbaren 170 PS Diesel samt obligatorischem Allrad wählt braucht keine Probleme zu fürchten. Der nur noch kurz angebotene VR6 unterscheidet sich nicht von seinem Vorgänger. Sein Verbrauch ist allerdings nicht mehr zeitgemäß, weswegen speziell diese Version bisweilen preiswert zu haben ist. Als echtes Spaß- und künftiges Kultauto in der TT-Riege darf der ab 2009 eingesetzte TT RS gelten. 340 PS zaubern echte Sportwagenfahrleistungen auf die Straße. Dazu röhrt der Fünfzylinder 20 Ventiler Turbomotor wie einst der quattro von Walter Röhrl und es braucht keine großen Fähigkeiten um den TT RS als zukünftiges Collectors Car zu sehen. Wer sich für ihn interessiert sollte aber wissen, dass es eine Umrüstaktion für die vorderen Bremsen vom Hersteller gab. Ist sie noch nicht erledigt, spendiert Audi neue Bremszangen samt Scheiben und Belägen. Preislich liegt der TT RS allerdings noch auf hohem Niveau; unter 30.000 Euro geht derzeit nichts. Für rund 15.000 Euro bekommt man allerdings den formell all die Jahre unangetasteten Standard-TT, der in Sachen Fahrleistung ausreicht. Und wer weiß, vielleicht ist mit dem gesparten Geld ja auch noch die ein oder andere unvernünftige Reise drin.

Audi TT Roadster Generation 1

Copyright: Audi AG

Unsere Empfehlung

TT Roadster der ersten Generation für Wenigfahrer und Spekulanten: Beste Motorisierung 225 PS mit quattro-Antrieb, im Preisrahmen bis 10.000 Euro

TT Roadster zweite Generation für Alltagspiloten: Beste Motorisierung 200 PS Vierzylinder oder 272 TTS ab 12.000 Euro

Für Sammler und Zweitwagenfahrer: TT RS

Hier geht es zum neuen Audi TT Roadster.

 

UNSERE TOP-ANGEBOTE FÜR SIE

MEHR ERFAHREN AUS DEM BEREICH NEWS

Mazda CX-3.

Mazda CX-3: Gesund geschrumpft

Fiat 500.

Fiat 500 und 3+1: Elektrisch und eine Tür für den Nachwuchs

Jaguar E-Pace.

Jaguar E-Pace: Verfeinert und elektrifiziert

zoom_photo