Genf 2014: Die Ruhe vor dem Sturm
Genf 2014: Die Ruhe vor dem Sturm Bilder

Copyright: Gérard Chardonnens

Genf putzt sich für den Autosalon heraus: Auf dem riesigen Palexpo-Gelände wird überall noch gehämmert, gehobelt und geschraubt. Musik dröhnt aus den Lautsprechern, während Trucks aus ganz Europa entladen werden. Ganz klar: Für die nächsten Tage ist es mit der Ruhe am malerisch gelegenen Lac Leman erst einmal vorbei. Dann ist Genf bis zum 16. März der Nabel der Automobil-Welt.

Egal, ob Super-Sportwagen, SUV, Limousine oder Hybrid-Fahrzeug: Der Autosalon bietet für jeden PS-Fan das Passende. Noch aber ist es so etwas wie die Ruhe vor dem Sturm – in der Stadt und auf dem Messe-Areal. Doch schon bald wird Genf aus allen Nähten platzen. Denn mehr als 700 000 Besucher aus aller Welt werden zur spektakulären Auto-Party erwartet. Nichts gegen die Shows in Chicago oder Detroit: Der wirkliche Startschuss in die Auto-Saison findet erst jetzt in Genf statt.

Und wer jetzt noch keine Unterkunft hat, der sollte am besten gleich wieder die Heimreise antreten. Denn in jedem Hotel gibt es für die internationalen Gäste auf Englisch die gleiche Antwort: „Sorry, no Rooms“, „tut uns Leid, keine Zimmer mehr frei.“ Viele Auto-Fans nehmen deshalb täglich eine weite Anreise in Kauf. Oder: Sie kommen mit dem eigenen Wohnmobil.Nur schade, dass es aus den erhofften Frühlingsgefühlen rund um den See nichts wird. Ausgerechnet kurz vor dem Auftakt versteckt sich die Sonne. Der Himmel über Genf ist wolkenverhangen, leichter Nieselregen schlägt aufs Gemüt. Dazu ist das Thermometer innerhalb weniger Stunden abgesackt: nur noch zwei bis sechs Grad Celsius. Echtes Wohlfühlwetter sieht anders aus. Weiter oben hat es sogar wieder etwas geschneit. Es sieht aus, als wären die majestätisch anmutenden Alpen über Nacht mit Puderzucker überzogen worden.

Das Wetter stört die Herren aus der Auto-Branche aber herzlich wenig. Sie alle kommen nicht zum Urlaub nach Genf. Für sie ist die Messe alljährlich harte Arbeit, teilweise rund um die Uhr. Insgesamt 250 Aussteller tummeln sich auf 110 000 Quadratmetern. Die Autokonzerne bewegen viele Milliarden – Euro, Dollar oder Yen. Genf ist ihr Schaufenster. Außerdem sind die Messehallen überdacht und beheizt. Und angesichts der rosigen wirtschaftlichen Aussichten wird so manchem mächtigen Auto-Manager ohnehin warm ums Herz.

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