Harte Zeiten für Hofmann: Zuschauer und Patient

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(adrivo.com) Für den deutschen Motorrad-Profi Alex Hofmann gab es in den letzten Tagen wenig zu lachen. Nach vier Jahren als permanenter Fahrer musste der Motorradprofi den Start zur MotoGP-WM in Katar daheim vor dem Fernseher verfolgen. 48 Stunden später wurde der Ex-Ducati-Pilot an der linken Hand operiert. Unter der Leitung von Dr. Hartl wurden im Orthozentrum/München eine Titanplatte und 15 Schrauben aus dem zweiten Mittelhandknochen entfernt, die ihn seit dem unglücklichen Unfall beim USA Grand Prix von Laguna Seca im letzten Jahr begleitet haben. Damals wurde der bis dato einzige deutsche MotoGP-Pilot vom Franzosen Sylvain Guintoli in der weltberühmten Korkenzieher-Kurve torpediert; die folgenschwere Verletzung brachte ein vorzeitiges Ende seiner erfolgreichsten Rennsaison.

"Harte Zeiten für mein Rennfahrerherz", seufzte Hofmann. "Zuerst muss ich zusehen, wie die neue MotoGP-Saison ohne mich loslegt. Dann eine Operation, die auch nicht nötig gewesen wäre. Aber irgendwie bin ich froh darüber, dass die letzten Erinnerungen an die schlechte letzte Saison neben mir auf dem Tisch liegen. Nach drei Wochen Ruhe und intensiver Physiotherapie wird meine Hand ganz die alte sein. Unglaublich, was die heutige Medizin möglich macht."

Nachdem Hofmann in der MotoGP kein konkurrenzfähiges Team mehr fand, entschied er sich, seine Erfahrungen als Testpilot beim Italienischen Werk Aprilia einzubringen. Die italienische Marke aus Noale präsentierte kürzlich das neue Aprilia Superbike (1000 ccm, V4-Motor, 190 PS) in Mailand und bestätigte damit die Absicht, ab 2009 die Superbike WM wieder werkseitig mit zwei Piloten zu bestreiten. Insider spekulieren bereits darauf, die Nummer 66, die zum Markenzeichen des gebürtigen Mindelheimers wurde, auf einem der Aprilia-Werksrenner zu sehen, wenn sie 2009 in der Superbike-WM an den Start rollen.

"In dieser Saison werde ich wohl keine Rennen bestreiten", befürchtet Hofmann. "Aber mein neuer Job ist eine neue Herausforderung in meiner Karriere. Meine Knochen haben in den letzten Jahren etwas gelitten, so kommt für mich dieses Jahr als Testfahrer nicht ungelegen. Ich kann die gewonnene Zeit nützen, um wieder richtig fit zu werden und Kraft zu tanken. 2009 will ich in der WM wieder voll angreifen. Ob MotoGP oder SBK-WM – das wird die Zukunft zeigen. Mein Ziel ist, 2009 wieder als Werksfahrer um Top Plätze zu kämpfen."

Im April geht die Testarbeit für Alex Hofmann in Italien weiter. Ob die neue Aprilia RSV-4 bereits in dieser Saison mit einer Wild-Card am Rennstart zu sehen sein wird, wurde in Noale noch nicht entschieden.

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