Hohes Unfallrisiko in Baustellen durch veraltete Vorschriften
Hohes Unfallrisiko in Baustellen durch veraltete Vorschriften Bilder

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Linke Tour mit der linken Spur: In Autobahnbaustellen drohen Bußgelder und Unfälle wegen veralteter Vorschriften und Normen. Die Fahrbahnbreite berücksichtigt nicht das Breitenwachstum moderner Autos. 70 Prozent aller Neuwagen sind heute breiter als zwei Meter und dürften links gar nicht fahren.

Baustellen auf Autobahnen sind eine Herausforderung für den Adrenalinspiegel. Jedes Überholmanöver gerät zum Vabanquespiel, das teuer zu stehen kommen kann. Es droht permanent einer der häufigen seitlichen Zusammenstöße mit dem zu überholenden Fahrzeug, oder die Polizei sorgt für ein Zubrot an den deutschen Staat und winkt die Fahrer der linken Fahrspur heraus, um sie zu verknacken, wenn das Auto breiter als zwei Meter ist.

Grund dafür sind die dreißig Jahren alten Straßenvorschriften, die festlegen, dass die rechte Fahrspur in Baustellenbereichen 3,25 Meter und die linke 2,5 Meter breit ist. Dabei ist die linke Fahrspur nur Fahrzeugen vorbehalten, die maximal zwei Meter breit sind. Diese Vorgaben sind nicht mehr zeitgemäß, schließlich misst heute schon ein Golf mit fahrbereit ausgeklappten Spiegeln über zwei Meter.Das Bundesverkehrsministerium bastelt laut Angaben schon an einer Neufassung, für eine breitere zweite Spur. Aber bis dahin müssen sich noch Millionen von Autos möglichst schadlos durch die Nadelöhre quetschen und die Luft beim Überholen anhalten. Viele Autobesitzer wundern sich dann, wenn sie am Ende der Baustelle auch noch zu einer Bußgeldzahlung verdonnert werden, weil sie die linke Spur gar nicht hätten befahren dürfen. Ihre Fahrzeugpapiere weisen das Modell zwar eindeutig als schmaler als zwei Meter aus. Doch 70 Prozent aller Neuwagen sind breiter als zwei Meter und dürften, strenggenommen, die linke Spur gar nicht benutzen.

Das Geheimnis liegt in den unterschiedlichen Normen. In den Fahrzeugpapieren definiert die EU-Norm die Fahrzeugbreite ohne ausgeklappte Seitenspiegel. Die deutsche Straßenverkehrsordnung berechnet eine Fahrzeugbreite jedoch zwischen den Außenkanten der Seitenspiegel. Nach dieser Berechnung ist inzwischen die linke Fahrspur in Baustellen für 70 Prozent aller Pkw tabu. Und so wird auch ein kompakter Mittelklässler zum breiten Straßenschiff und sein Besitzer zum Verkehrssünder. Der gestrenge Beamte stellt für das wegen überschrittener Fahrzeugbreite verbotswidrige Befahren der linken Autobahn-Baustellenspur 20 Euro in Rechnung.

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Gast auto.de

Juni 27, 2012 um 11:50 am Uhr

Reisverschluß an Baustelle!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!1
ich kann da nur drüber lachen, so lange von der langsameren Spur mal schnell in die schnellere gewechselt wird kann das mit dem Reisverschluß nie klappen.Wenn beide Spuren gleichschnell fahren (würden) und jeder einen rein lassen würde hätten wir viel weniger Probleme.

Gast auto.de

Juni 25, 2012 um 12:24 pm Uhr

wir haben doch nur noch idioten in den oberen befehls- & entscheidungsebenen. diese hirn- & realitätsfremden gehirn-amputierten sesselfurzer müßte man einfach besser als straßenkehrer degradieren, aber nicht mal dazu würden die sich eignen.

Gast auto.de

Juni 24, 2012 um 8:50 pm Uhr

Die meisten wissen doch nicht mal wie breit ihr Auto ist.Und wenn ich sehe das in der Baustelle 80 steht und trotz überholverbot überholt wird,da frag ich mich warum nicht alle die Leute schon zur Kasse gebeten werden.Wenn die Schisser sich dann nicht drauen zu überholen weil ein LKW nebenher fährt.tzzzzzzzzz Aber überholen wollen 🙂

Gast auto.de

Juni 24, 2012 um 12:27 pm Uhr

Auch so ein Dauer-Linksfahrer und Baustellenüberholer der Verfasser diese Artikels. Auch wenn die Masse nicht mehr zeitgemäss sind, eine Baustelle ist und bleibt eine Notlösung und Gefahrenstelle. Meine Meinung – 1 Spur für Alle, 5 Meter breit, begrenzt auf 80 km/h ( das schaffen heute in der Regel alle Fahrzeuge), Überholverbot in der Strecke sowieso und Bußgelder für die vielen Idioten die das Reissverschlusssystem an der Engstelle nicht beherrschen !! Wer sich dort korrekt verhält ( einfädeln kurz vor der Engstelle und nicht schon beim ersten Hinweisschild bei 600, 400,oder 200m) wird nicht selten von diesen Spezialisten bedrängt oder gar nicht erst reingelassen – das ist Nötigung und Gefährdung im ganz grossen Stil, wird aber kaum geahndet – aber wehe es ist mal die Parkuhr abgelaufen, das wird notfalls verfolgt bis zur Erzwingungshaft zwecks Zahlung des Bußgeldes. Deutschland Deine Gesetze.

Gast auto.de

Juni 24, 2012 um 12:05 pm Uhr

Was soll das mit den Angaben in den Papieren, auf die wirkliche Breite kommt es an, und die sollte jeder Autofahrer kennen, messen oder einschätzen können, ansonsten halt rechte Spur. Wer fährt unter ner Brücke durch an der 2 Meter als Höhe angegeben wird, da steigen die Leute mit 1,50 m hohen Pkws schon aus und überprpüfen per Auge ob die Höhe reicht ( Ich wohne an so einer niedrigen Bahnunterführung), da besteht noch ein gewisser Respekt vor der Angabe, bei der Breite wird aber trotz ähnlicher Gefahren hirnlos links gefahren und sogar noch überholt. Aber hier an der A5 in den aktuellen Baustellen, man glaubt nicht was da trotz inzwischen eingerichtetem generellen Überholverbot abgeht. Sprinter und sonstige breitere Wagen links fahrend und durch komme da was wolle. in der nähe von Mannheim gint es eine Brücke die für Fahrzeuge breiter als 2 Meter gesperrt ist, da wird vor dem Auffahren die Fahrban durch Warnbaken auf 2,20 Meter verengt, wer da nicht durchpasst oder sich traut durchzufahren darf rechts abfahren und eine Umleitung nehmen – Problem gelöst, da kann keiner schummeln !! Die tatsächliche Fahrbahnbreite liegt natürlich auch wieder bei ca. 2,50 m, aber wie heisst es so schön in der Mechanik :Null auf Null geht nicht, etwas Spielraum muss sein dass was durchpasst. Und warum sollte man die zu breiten Fahrzeuge auf solchen 2m-Spuren nicht abkassieren, die Gefahren sind nicht geringer als beim Rasen, und jeder ist für sich selbst verantwortlich, da nutzt doch das ganze Gerede von veralteten Normen nichts, die müssen natürlich weg resp. geändert werden.

Gast auto.de

Juni 24, 2012 um 11:19 am Uhr

Wir hätten keine Finanzprobleme in Deutschland mehr, wenn konsequent zur Kasse (Kammeras) gebeten würde. Worin liegt das Problem, rechts zu fahren? Es gibt sogar Spinner, die da überholen. In meinen Augen: Schlüssel weg nehmen und wegwerfen und ab dieser Stelle laufen lassen.

Gast auto.de

Juni 24, 2012 um 11:18 am Uhr

@ Auto-Fan: wer lesen kann, ist klar im Vorteil, die Fahrbahnbreite beträgt 2,5m, das Fahrzeug darf max. 2m Breite haben, fahr du mal mit nem 2m-Auto auf ner 2m-Fahrspur^^ und das mit Tempo 80, du kommst keine 50m weit….

Gast auto.de

Juni 24, 2012 um 10:48 am Uhr

Ich habe damit keine Probleme, in Baustellen ist sowieso eine Geschwindigkeits-
begrenzung. Deshalb fahre ich generell auf der breiteren rechten Spur habe auch
kein Problem hinter einem LKW oder Bus zu fahren.
Antares 34

Gast auto.de

Juni 24, 2012 um 9:59 am Uhr

Warum wird hier ein Verwirrspiel mit den Außenmaßen getrieben? Normalerweise ist es so, daß Gegenstände grundsätzlich immer von den äußersten Kannten aus gemessen werden. Beim Auto sind das nun mal die Außenspiegel! Korrekt wäre es also, solwohl die Außenspiegelmaße anzugeben und nicht die Karosseriemaße!

Gast auto.de

Juni 24, 2012 um 9:29 am Uhr

In dem Bericht steht eine Breite von 2,5, da müsste 2m stehen.
Fehlerteufel!?

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