Idiotentest

„Idiotentest“ – Dobrindt will MPU vereinfachen

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Einfacher, gerechter und mit schärferen Maßnahmen gegen Alkoholsünder am Steuer: Die Medizinisch-Psychologische Untersuchung (MPU), im Volksmund besser als „Idiotentest“ bekannt, soll reformiert werden. Ziel ist es, bis 2017 für nachvollziehbare und überprüfbare Testverläufe zu sorgen. Außerdem soll auch der schier unüberschaubare Markt der Beratungsanbieter verkleinert und besser kontrolliert werden. Rund 95.000 Autofahrer mussten 2013 zu dem bereits 1954 eingeführten Test antreten, meist wegen Fahrens unter Alkoholeinfluss.

Wie soll die Reform aussehen?

Die von der Bundesregierung beauftragten Experten schlagen zunächst einen standardisierten Fragenkatalog vor. Zudem sollen Videoaufzeichnungen der Untersuchungen zusätzliche Sicherheit bringen. Anhand dieser Dokumentation sollen Zweitprüfer die Möglichkeit bekommen, die im Gutachten wiedergegebenen Gesprächsinhalte eventuell anders zu bewerten als der Erstgutachter.Die Vorschläge sehen zudem vor, dass nur noch ausgewiesene Experten Vorbereitungskurse auf die MPU anbieten und durchführen dürfen. Bislang verkaufen dubiose Dienstleister Vorbereitungskurse für einen anstehenden Test und fordern mehrere Tausend Euro für ihre Leistung. Test-Kandidaten, die sich schlecht beurteilt fühlen, sollen darüber hinaus eine unabhängige Beschwerdestelle anrufen dürfen.Für Alkoholsünder fordert Verkehrsminister Alexander Dobrindt außerdem schärfere Regeln: „Wer zu diesem Personenkreis gehört und seinen Führerschein wiederhaben will, muss zeigen, dass er sich dauerhaft nüchtern ans Steuer setzt“, sagte der Minister der „Welt“. Wichtig sei außerdem ein standardisierter Test. „Wer zur MPU muss, soll die Chance bekommen, sich auf einen standardisierten Test vorzubereiten. Außerdem muss es bei den Testergebnissen eine geregelte Nachprüfbarkeit geben.“

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