In Siena, der ewigen Rivalin von Florenz: Baci! Baci! Scusi! Scusi!
In Siena, der ewigen Rivalin von Florenz: Baci! Baci! Scusi! Scusi! Bilder

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Auf die Straße gemalt, gesehen in Sienas Altstadt. Bilder

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Beispiel für eine typisch italienische Café-Bar: Nannini in Siena. Bilder

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Statue im historischen Zentrum. Bilder

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Blick auf Sienas Piazza del Campo mit dem Glockenturm. Bilder

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Siena – Siena in der gleichnamigen Provinz gilt als eine der schönsten Städte der Toskana und Italiens. Die einstige etruskische Siedlung, aus der die Römer später ihre Kolonie Saena Iulia machten, gilt Kennern als ein „über Jahrhunderte gehüteter gotischer Traum“ und als „Meisterwerk mittelalterlicher Stadtplanung“. Wir haben Siena besucht.

Historisches Zentrum ist Weltkulturerbe

Siena also. „Das historische Zentrum ist Weltkulturerbe, dazu Kirchen, Paläste, Kunstschätze“, betont Sebastiano Mancini, mit dem wir durch die Stadt gehen, „der über 100 Meter hohe Glockenturm an der Piazza del Campo, wo jedes Jahr im August der Palio stattfindet, das Pferderennen der rivalisierenden Stadtteile, der Contraden – all das“, so unser Begleiter, „macht Siena aus und noch mehr.“ „Dass es der Seele gut tut, hier zu sein“ Goethe, „Italienische Reise“. Der Geheimrat und deutsche Dichterfürst (1749-1832) empfand, was nachzulesen ist, damals das Tempo seiner Pferdekutsche als zu schnell, um die Schönheit der Provinz bewundern zu können. Oder David Herbert Lawrence, englischer Schriftsteller (1885-1930), der feststellte, dass die „Traumlandschaft“ rund um Siena der „Seele das Gefühl gibt, dass es ihr gut tut, hier zu sein“. Umgeben von Pinien, [foto id=“510310″ size=“small“ position=“right“]Zypressen und sanften Hügeln. Bischof brachte die Streitenden zusammen Zur Blüte des früheren Stadtstaates sollen die Sienesen die Fenster ihrer Paläste nicht genutzt haben, um wie die reichen rivalisierenden Florentiner Tageslicht einzufangen, um Bilder und Statuen geschickt zu beleuchten, „sondern“ so lesen wir in einem Siena-Führer, „um durch sie mit einer Armbrust unliebsame Gegner zu bekämpfen“. Fehden habe es in Siena schließlich genug gegeben. Der Hass unter den verfeindeten Parteien sei angeblich so groß gewesen, dass der Bischof die streitenden „Novi“ und „Popolari“ an Silvester 1494 im Dom gezwungen habe, sich zu küssen und zu verzeihen … Baci! Baci! Scusi! Scusi!

Zwischen den Flüssen Elsa und Arbia

Siena liegt auf drei Hügeln zwischen den Flüssen Elsa und Arbia. Schon die Etruskter siedelten dort. Kaiser Augustus baute seine Militärkolonie Sena Iulia da auf. Der Legende nach soll freilich Senio, der Sohn von Remus, die Stadt Siena gegründet haben. Deshalb beruft sich Siena auch auf die Wölfin, die die Zwillinge Romulus und Remus säugte, als Wahrzeichen der Stadt. Genauso wie Rom, die Hauptstadt Italiens.

Sehenswertes in der Umgebung

Wir fahren hinaus. In der Umgebung Sienas gibt es viel Sehenswertes. Torri zum Beispiel mit seinem malerisches Ortsbild; der romanische Kreuzgang des ehemaligen Klosters ist noch erhalten. Oder die Basilica dell’Osservanza, eine mächtige Renaissancekirche mit einer Reihe mittelalterlicher Altarwerke. Dann das romanische Pieve San Giovanni in Ponte allo Spino mit reichem Kapitellschmuck. San Galgano, eine Abteil der Zisterzienser aus dem frühen 13. Jahrhundert. Oder Eremo di Montesiepi, die romanische Rundkirche, Gründungsort der Abtei San Galgano. Nach San Gimignano oder Montalcino ist es nicht weit.

Einst etruskische Region

Siena gilt als Zentrum der Toskana. Der Name der Region lässt sich laut unserem Begleiter zurückverfolgen bis in die Zeit der Etrusker, deren Ursprünge bis heute ein Mysterium bleiben. Obwohl eine plausible Hypothese die sein kann, dass sie, aus Kleinasien kommend, schon im 11. Jahrhundert vor Christus eingewandert sind. Die Etrusker nannten die Region Etruria, die Römer wandelten sie in [foto id=“510311″ size=“small“ position=“left“]Tuscia um. Später wurde Tuscania daraus, woraus sich wahrscheinlich zuletzt Toskana entwickelt hat. Der überwiegende Teil dieses Landstrichs ist ländlich geprägt und wird bewusst auch so erhalten. Die Region ist aus landwirtschaftlicher Sicht eine derjenigen, die am wohlhabendsten ist, spezialisiert unter anderem eben auf – Rebenanbau. Denn wie notierte ein Chronist: „Duftend vor Wein, vor allem zur Zeit der Lese“.

Info Siena I

Siena, gut 50 000 Einwohner und Zentrum der gleichnamigen Provinz, hat den mittelalterlichen Charakter der italienischen Gotik bewahrt, stellt das Internet-Lexikon Wipikedia im Vergleich mit der seit dem Mittelalter rivalisierenden Renaissance-Stadt Florenz fest. Wir waren in Castelnuovo Berardenga im Castel Monastero (fünf Sterne, umgebaute Klosteranlage, in Weinbergen, 76 Zimmer/Suiten, Spa, www.castelmonastero.com) sowie in Florenz im Four Seasons Firenze (fünf Sterne, zwei Renaissance-Paläste mit botanischem Garten, 116 Zimmer/Suiten, Spa, www.fourseasons.com/florence) untergebracht.

Info Siena II

Zu den besonderen kulinarischen Spezialitäten der Region gehören unter anderem gekochtes Rindfleisch Bollito di Manzo mit Olivensauce und grünen Kapern oder Panforte-Kuchen mit Mandeln und kandierten Früchten. Einer der bekanntesten Weine aus der Region dürfte zweifellos der Vernaccia di San Gimignano sein. Information: Italienische Zentrale für Tourismus Enit, Barckhausstraße 10, 60325 Frankfurt/Main, Telefon 069-237434, www.enit.de.

Service Auto

Von München sind es mit dem Auto durch Österreich über Verona, [foto id=“510312″ size=“small“ position=“right“]Modena und Bologna noch rund 710 Kilometer, ebenso von Basel durch die Schweiz und weiter über Como, Mailand, Piacenza und Parma. Italien ist autoverliebt. Deshalb ist es immer etwas Besonderes, dort unterwegs zu sein. Auch für das kleinere Siena gilt: Auf die Verkehrsregeln achtend am besten immer im Strom mitschwimmen. Tempo 50 ist innerhalb geschlossener Ortschaften erlaubt, 90 außerhalb und auf den blau ausgeschilderten Staatsstraßen, 130 auf Autobahnen, für die die grünen Hinweisschilder gelten. Mautmäßig zur Kasse gebeten wird man an fast jeder Autobahnausfahrt. Die Promillegrenze liegt bei 0,5. Wer anderweitig anreisen will: Pisa und Florenz sind die nächsten Flughäfen. Über Mailand verlaufen die wichtigsten Bahnlinien. /Fotos: Koch

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Gast auto.de

Mai 13, 2014 um 1:56 pm Uhr

Siena ist ein Traum und zu jeder Jahreszeit sehenswert.

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