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Jeep Commander: Bruderduell
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Amerikanische Jeep-Fahrzeuge sind für ihre Leistungsfähigkeit, ihren Nutzwert und ihr unverwechselbares Styling bei aller Welt bekannt und beliebt. Legt dann noch der Veredlungsbetrieb Startech aus Bottrop Hand an einen solchen freundlichen Riesen, dann wird der XXL-Geländewagen zu einer mindestens ebenbürtigen Konkurrenz für jeden Range Rover.

Wir hatten das Vergnügen, zwei in der Ausstattung fast identische Commander zu testen. Zum einen war dies der mit ordentlich V8-Power und Benzin-Durst ausgestattete 5.7 Liter Hemi, zum anderen der deutlich sparsamere, ansonsten aber fast gleichwertige 3.0 CRD Diesel, dem die Jungs von Startech eine Leistungssteigerung verpasst haben.

An der Tankstelle macht sich der kleine Unterschied bemerkbar

Fast gleichwertig? Richtig. Denn der bärige Hemi-Motor bietet trotz des schlechteren Drehmomentverlaufs immer noch leicht bessere Fahrwerte. So beschleunigt der von uns getestete V8 in 7,5 Sekunden auf Tempo 100, während der Diesel trotz des Startech-Eingriffs 8,5 Sekunden für die gleiche Prüfung benötigt. Auch bei der Top Speed hat der Benziner leicht die Nase vorn und drückt die mächtige Silhouette bis zu 208 km/h schnell durch den Fahrtwind. Beim erstarkten CRD endet der Vortrieb dagegen bereits bei 200 km/h. Dies wird der Papierform gerecht. Hier stehen 326 PS auf der Habenseite des Benziners gegenüber den 262 PS des Diesel. Das Drehmomentduell gewinnt aber der CRD mit gigantischen 580 Nm gegen den „500“ Nm starken Hemi. So liegen die Geländebrüder nach den Zwischensprints auf Augenhöhe. Die geringen Performance-Vorteile des großen V8 sind allerdings teuer erkauft: In der Anschaffung sind für eine identische Ausstattung über 5000 Euro mehr fällig – die rund 1600 Euro für den Startech-Leistungskit für den Diesel schon eingerechnet. Auch an der Tankstelle macht sich der kleine Unterschied im Geldbeutel deutlich bemerkbar. Im Stadtverkehr genehmigt sich der Hemi acht Liter mehr vom sowieso teureren Super-Sprit.

2,5 Tonnen Lebendgewicht

Die Alltagswertung gewinnt deshalb eindeutig der Diesel, in der Emotionswertung neigen wir trotzdem zum klangvolleren und stilechten Ami-V8. Das Kurvenverhalten konnte durch die Tieferlegung etwas gewinnen, obwohl schnelle Kurven nicht unbedingt das Terrain des Dickschiffs sind – bei knappen 2,5 Tonnen Lebendgewicht verständlich. Trotzdem ist der Hummer-Konkurrent auch für schnelle Autobahnetappen zu haben und zieht bei Bedarf bis zu 3500 Kilogramm durch die Gegend.

Echte Alternative zum Hummer

Optisch sind beide bis auf die Typenbezeichnung identisch. Außen wertet eine Reihe von Anbauteilen den sonst eher rustikalen Charme des Commander auf. Neben neuen Seitenschwellern und verchromten Edelstahl-Grillstreben sorgen die deutlich veränderten Front- und Heckschürzenelemente für einen wuchtigen, aber zugleich sportlich-eleganten Auftritt.

Abgerundet wird das Exterieur-Menü der Bottroper Edelschmiede durch passende 20-Zöller im Monostar-IV-Design, Chrom-Spiegelblenden und das ungewöhnliche Auspuffdesign.

Im Innenraum verwöhnt der Startech-Commander mit feinen Hölzern und bestem Leder. Das Cockpit und die Türtafeln können nach der Frischzellenkur mit dem Rest der sonst schon ab Werk üppigen Ausstattung mithalten. Ein winziges, aber wichtiges Detail für den Gesamteindruck sind die verchromten Türpinne. Kein Makel soll das Auge mehr beleidigen. So gerüstet wird der Commander zur echten Alternative zum inzwischen nicht mehr so trendigen Hummer H2 und zur Konkurrenz für jeden Range. Denn selbst der günstigste Brite mit der kleinsten Motorisierung kostet immer noch 10.000 Euro mehr als ein voll ausgestatteter Commander mit 5,7 Liter V8 – und sogar 15.000 Euro mehr als der CRD. Individueller ist der allemal.

Foto/Text: Marc Schöttler

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