Kommentar: Klimamachen auf Knopfdruck
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Alles zu seiner Zeit! So sagt man gelegentlich, ohne sich der möglichen tieferen Bedeutung solcher Bemerkung bewusst zu sein. Erinnern Sie sich? – Vom drohenden Klimawandel war schon einmal die Rede. Vor dreißig Jahren.

Damals allerdings ging die Erdbevölkerung angeblich einer neuen Eiszeit entgegen. Eigenartigerweise aber entsprachen die entworfenen Horrorszenarien genau jenen Schreckensbildern, die heute mit dem Verweis auf eine drohende Erderwärmung gemalt werden.

Dieser Tage hat „Die Welt“ mit Zitaten aus damaligen Presseberichten daran erinnert, zu welch schauerlichen Prognosen ein sich veränderndes Klima hin zu einer Kaltzeit herhalten musste. Überall auf der Erde schien es untrügliche Anzeichen für eine einsetzende Kälteperiode mit katastrophalen Folgen für die Menschen zu geben. Den Tenor der Klimadebatte in den Siebzigerjahren – von den Medien begleitet – veranschaulichen schon wenige bruchstückhafte Zitate.

Beispielsweise war damals in Zeitungen und Magazinen zu lesen: „Eines steht schon fest: Es wird seit 30 Jahren kälter … Am Polarkreis wurden die kältesten Wintertemperaturen seit 200 Jahren gemessen … Während im Osten Afrikas und im Norden der USA die Wasserspiegel der großen Binnenseen stetig steigen, herrscht in den Ländern südlich der Sahara seit nunmehr sieben Jahren Dürre … In Argentinien, in Indien und Südafrika sanken im letzten Winter die Temperaturen auf Werte, wie sie seit Beginn der wissenschaftlichen Wetterbeobachtung vor etwa 300 Jahren noch nie registriert wurden … Frost bis minus 50 Grad und Schnee bis sechs Meter Höhe verwandelte große Teile der Vereinigten Staaten in eine Polarlandschaft … Missernten, Hungersnot und Wassermangel gab es seit Ende der Sechzigerjahre auch immer häufiger in anderen Regionen der Subtropen, in Mexiko, auf den Kapverdischen Inseln im Atlantik sowie im Norden Indiens , wo der Monsunregen neuerdings spärlicher fällt …“

Damalige Katastrophenszenarien müssen Zeitungslesern oder Fernsehzuschauern von heute bekannt vorkommen. Das Panikorchester spielt wieder auf, allerdings nach Noten mit anderem Vorzeichen. Diesmal wird nicht von einer Eiszeit gewarnt. Sondern: Es drohe eine folgenschwere Erderwärmung. Die These, dass es der Mensch sei, der die sich abzeichnende Klimaveränderung beschleunige, wurde gleich vom Eiszeittrauma übernommen. Vor dreißig Jahren hieß es in Anspielung auf die Luftverschmutzung, die nahende Eiszeit könne „ein unerwünschtes Beiprodukt der Zivilisation sein, sozusagen ein ‚Industrie-Erzeugnis’“. Heute stellt man den Menschen wegen CO2-reicher Gewohnheiten an den Pranger.

Es ist schon seltsam: Binnen dreier Jahrzehnte wird der Teufel in Gestalt höchst gegensätzlicher Klimaveränderungen an die Wand gemalt. Dabei sagen Wissenschaftler eigentlich, das Klima wandle sich nur ganz langsam, wie erdgeschichtliche Funde erkennen ließen.

Wichtig zu sein scheint, dass angesichts des erhobenen Vorwurfs, der Mensch sei maßgeblich schuld an einer zu befürchtenden Klimaveränderung, die Politik diverse Wiedergutmachungszahlungen von jedem Einzelnen fordern kann. Mit geschürten Schuldgefühlen lassen sich Geschäfte machen. Selbst in großem Stil, wie etwa industrieller Ablasshandel veranschaulicht. Hinter ihm – arglos als Emissionshandel ausgewiesen – verbirgt sich der „Handel mit Verschmutzungs(!)rechten“. Wir haben es weit gebracht.

Im Rückblick auf die Klimadebatte vor dreißig Jahren, lässt sich lernen, dass es offenbar egal ist, ob die aufgekommene These von einer kommenden Kaltzeit oder einer nahenden Warmzeit die Gemüter erregt. Hauptsache, sie erregt und den Menschen lassen sich Vorhaltungen machen, die die persönliche Opferbereitschaft fördern. Zumindest eine Zeitlang. Nicht anders war es bei einst losgetretenen Debatten. Auch das Ozonloch am Himmel oder das Waldsterben hatte seine Schlagzeilen.

Alles zu seiner Zeit! Mal sehen, welche Hiobsbotschaft die apokalyptische Warmzeit-Prognose verdrängen wird.

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