Renegade

Kompakter Rebell: Jeep lässt neuen Renegade ab Mitte Oktober starten
Rebell im Kleinen: Jeep Renegade. Bilder

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Jeep Renegade: Der Willys-Militär-Jeep ist der Ahn der neuen Baureihe. Bilder

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Jeep Renegade: Front- oder Allradantrieb sind möglich. Bilder

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Jeep Renegade: Modellschriftzug an der Seite. Bilder

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Jeep Renegade: So sieht das kompakte SUV-Modell von der Seite aus. Bilder

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Jeep Renegade: Das Gepäckabteil fasst 351 bis 1297 Liter. Bilder

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Jeep Renegade: Blick auf die Heckpartie. Bilder

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Jeep Renegade: X-Leuchte am Heck mit Antriebskennzeichnung. Bilder

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Jeep Renegade: Blick ins weitgehend aus dem Cherokee schon bekannten Cockpit. Bilder

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Jeep Renegade: Blick unter die Haube, hier bei einem Allrad-Diesel. Bilder

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Jeep Renegade: Der Kühlergrill mit den sieben Schlitzen ist typisch für die Marke. Bilder

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Ein Renegade ist so etwas wie ein Abtrünniger, ein Rebell. Jeep hat einmal eine besonders robuste und markante und dazu noch besonders starke Version seines Wranglers so genannt. Jetzt schickt die auf Geländewagen spezialisierte Fiat/Chrysler-Tochter im Segment der Kompakt-SUV im Umfeld etwa von Mini Countryman, Nissan Juke, Opel Mokka oder Skoda Yeti ab dem 11. Oktober zu Einstiegspreisen ab knapp unter 20 000 bis fast 32 000 Euro ein nicht nur äußerlich deutlich weicher gespültes Modell mit diesem Namen an den Start.

In Italien gefertigt

Ob eingefleischte Kunden und Liebhaber der Marke dies nicht als eine Art Tabubruch verstehen könnten, zumal der neue Renegade der erste Jeep ist, der nicht in den USA, sondern bei der Konzernmutter Fiat in Italien gefertig wird? Jeep-Deutschland-Sprecher Markus Hauf schüttelt bei der Fahrvorstellung auf dem Testgelände in Balocco bei Mailand den Kopf: „Der neue Renegade ist der Rebell in seiner Klasse.“

Markentypischer Auftritt

Auf einer Länge von etwas über 4,2 Metern fährt er mit inzwischen markentypischem Sieben-Schlitz-Kühlergrill solide verarbeitet vor, mutet wie schon die Cherokee-Neuauflage selbst innen recht wertig an. Platz ist vorn ordentlich vorhanden. Hinten geht es in dem für fünf Personen ausgelegten Wagen etwas beengter zu. Im Kofferraum lassen sich 351 bis 1297 Liter Gepäck verstauen. Die Rückbank ist geteilt umklappbar.

Trailhawk als Spitzenmodell

Es gibt vier Ausstattungslinien. Im Basispaket sind unter anderem Berganfahrhilfe, Multifunktionslenkrad und Multimediasystem enthalten. Ab Stufe zwei kommen etwa Tempomat, Dachreling, Lederlenkrad und Nebelscheinwerfer hinzu, ab drei individuell konfigurierbares Farbdisplay, Einparkhilfe, Leichtmtallräder, Auffahrwarnung und Spurhalteassistenz. Beim Trailhawk-Spitzenmodell mit Permanentallrad samt automatischer Sperrung des Differenzials an der Hinterachse, noch mehr Bodenfreiheit, Unterfahrschutz und größeren Böschungs- und Rampenwinkel steht maximale Geländetauglichkeit im Mittelpunkt, im „Rock“-Modus sogar mit der Möglichkeit, über felsigen Stein zu klettern.

Bekannte Benziner und Diesel

Drei Benziner und drei bei über 23 500 Euro beginnende Diesel stehen zur Wahl. Die 1,4 bis 2,0 Liter großen Aggregate, alle aus dem Cherokee bekannt, leisten 81/110 bis 125/170 kW/PS, machen die leer bis über 1600 Kilo schweren Jeep, die Lasten bis 1500 Kilo ziehen können, in der Spitze 170 bis 196 Stundenkilometer schnell. Fünf- und Sechsgang-Schaltgetriebe beziehungsweise sogar ein Neunstufen-Automat übertragen in dem Kompakt-SUV die Kraft auf die Räder. Die kleineren Benziner und der Basisdiesel sind mit Frontantrieb zu haben.

Zwei vollautomatische Allradsysteme

Jeep bietet gleich zwei vollautomatische Allradsysteme an, einen davon mit Untersetzung. Die vollständige Entkopplung von Kardanwelle und Hinterachsantrieb aktivert den Allrad laut Hauf nur, „wenn er wirklich gebraucht wird, was den Verbrauch senkt“. Die spritsparende Stopp/Start-Funktion ist bei fast allen Standard an Bord. Zumindest im Datenblatt gibt Jeep den Mixverbrauch mit rund viereinhalb bis knapp unter sieben Litern an. Selbst auf der Straße macht der Renegade eine passable Figur, zeigt sich relativ komfortabel, geräusch- und vibrationsarm. Die elektrohydraulische Servolenkung könnte direktere Rückmeldung geben. Die Bremsen sorgen für standfeste Verzögerung.

Unterschied zum Compass

Alles in allem: Mit dem Kompaktmodell ist Jeep in einem wachsenden SUV-Segment unterwegs. Seine Plattform dürfte nach dem Fiat 500L als nächstes auch die des 500X sein. Ehe der ganz große Luxus-SUV der Amerikaner kommt, steht noch die Compass-Neuauflage an, die sich, so Deutschland-Sprecher Hauf, aber „nicht nur äußerlich“ vom Renegade unterscheiden soll. In dem könnte lediglich die Aufschrift „Since 1941“ ausgerechnet über dem Multimediasystem für etwas Verwirrung sorgen. Richtige Jeep-Fans freilich wüssten gleich, dass sie an den ersten Ahn des Renegade erinnert, den Willys. „Vielleicht“, mutmaßt Hauf, „regt sie aber auch an, sich mehr mit dem Auto und der Marke zu beschäftigen.

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Datenblatt: Jeep Renegade
Motor drei Vierzylinder-Benziner, darunter zwei Turbo, drei Vierzylinder-Turbodiesel
Hubraum 1,4, 1,6, 2,0 Liter
Leistung 81/100 bis 125/170 kW/PS
Maximales Drehmoment 152/4500 bis 350/1750 Newtonmeter/Umdrehungen pro Minute
Beschleunigung 8,8 bis 11,8 Sekunden von 0 auf Tempo 100
Höchstgeschwindigkeit 170 bis 196 Stundenkilometer
Umwelt laut Jeep Mixverbrauch 4,6 bis 6,9 Liter pro 100 Kilometer, 120 bis 160 Gramm Kohlendioxid-Ausstoß pro Kilometer
Grundausstattung (Auswahl) Stabilitätsprogramm, Seiten-, Fensterairbags, Klimaanlage, Audiosystem, 16/17/18-Zoll-Räder, 215/225er-Reifen
Preis 19 900 bis 31 900 Euro

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