LED-Leuchten

LED-Auto-Licht noch nicht ganz perfekt
LED-Auto-Licht noch nicht ganz perfekt Bilder

Copyright: Ford

LED-Auto-Licht noch nicht ganz perfekt Bilder

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Die Entwicklung bei den Kraftfahrzeugen ist rasant: Das Halogenlicht verdrängte vor rund 50 Jahren die trübe Bilux-Birne, machte in den 1990ern zunehmend dem Xenon-Brenner Platz und weicht nun den LED-Scheinwerfern. Der Fortschritt zeigt aber Lücken.

Frage der Sicherheit

Oldtimer-Fahrer erleben bei jeder Fahrt, was Fortschritt ist. Das macht für viele den Reiz ihres alten Autos aus, denn es fährt noch ursprünglicher, analoger als ein Auto aus aktueller Produktion. Nur in der Nacht wird der Oldtimer zum Fluch, denn dann liegt die Straße wirklich im Dunkeln. Vor allem bei Regen können die trüben Bilux- oder Halogenscheinwerfer der alten Schätzchen die Fahrbahn nicht wirklich erhellen. Tatsächlich ist gutes Licht eine Frage der Sicherheit. Und dank der Xenon-Brenner, die es mittlerweile schon im Kleinwagen zu kaufen gibt, ist hier bei der Vermeidung von Unfällen schon viel gewonnen. Doch es geht ja immer besser. Die LED-Technik, die Ford nun auch im Mondeo einsetzt, ist ein weiterer Schritt zu einer sicheren Fahrt durch die Nacht oder durch schlechtes Wetter. Denn im Scheinwerfergehäuse sitzen viele kleine Licht-emittierende Dioden (LED), die durch intelligente Schaltung eine Vielzahl von Funktionen erfüllen können.

State-of-the-art

Denn längst ist es mit Tagfahrlicht, Abblend- und Fernlicht nicht mehr getan. Wer einmal ein Auto mit Abbiege- oder Kurvenlicht gefahren hat, weiß, wie angenehm es ist, wenn das Licht sozusagen schon da ist, wenn der Fahrer um die Kurve kommt oder an der Kreuzung abbiegt. In den flachen Scheinwerfern des Mondeo, die das Tagfahrlicht durch wohltuend schlichte Lichtleisten erzeugen – wo Wettbewerber sich mit Linien, Winkeln oder sonstigen geometrischen Formen in die Lametta-Ecke bugsiert haben – stecken im Grunde acht Sorten von Licht, die auf den jeweiligen Einsatzzweck optimal abgestimmt sind. Bis zu einer Geschwindigkeit von 30 km/h etwa erzeugen die LED-Scheinwerfer ein breites, nicht sehr weit reichendes Licht: Der Fahrer sieht so besonders gut, was schräg vor seinem Auto passiert. Bei normalem Stadtverkehrstempo dann wird der Lichtkegel schmaler und dafür länger. Bis zum Landstraßen-Limit von 100 km/h wiederum reicht das Licht mit stark asymmetrischer Betonung des rechten Fahrstreifens noch weiter vors Auto, bei noch schnellerer Fahrt schaltet der Mondeo automatisch auf eine Art Fernlicht. Gegenverkehr erkennt ein Sensor und vermeidet so automatisch dessen Blendung.

Kluge Fahrassistenz

Dieses variable Licht ist natürlich nur durch Vernetzung mit anderen Fahrzeugsystemen möglich. Die Steuergeräte der Scheinwerfer kommunizieren also mit dem Tachometer – und auch mit anderen Komponenten. Lenkt der Fahrer, deutet dies auf eine Kurve hin. Schon werfen die Scheinwerfer das Licht gezielt in diese Richtung, wobei sie den Kurven-Außenrand weiter ausleuchten als den Innenrand. Und erkennt der Lenkwinkel-Sensor einen Lenkradeinschlag von mehr als 30 Grad, bedeutet dies für den Mondeo langsames Abbiegen. Dann erhellt ein Spotlight das Fahrzeugvorfeld in der jeweiligen Richtung. Das Einlegen des Rückwärtsganges wiederum aktiviert bei eingeschaltetem Licht das sogenannte Rangierlicht im Frontscheinwerfer: Es reicht nicht sehr weit, aber legt sich besonders breit direkt vor den Bug des Mondeo, so dass kein Hindernis übersehen werden sollte. Das ist zum Beispiel beim Ausparken rückwärts praktisch, um abzuschätzen, wann eingeschlagen werden kann.

Bei schlechtem Wetter

Leser, die bis hierhin mitgezählt haben, haben sieben verschiedene Lichttypen registriert. Eingangs war von acht die Rede, und hier beginnt das Problem. Sorgen Regen, Nebel oder Schnee für schlechte Sicht, schalten die Scheinwerfer mit Unterstützung der Nebelscheinwerfer in den Schlechtwetter-Modus. So weit ist alles bestens, doch trotzdem verhindern Lichtsysteme wie das Ford Dynamic LED des Mondeo eines nicht: Dass nämlich gedankenlose Fahrer schon bei leichtem Regen oder sogar in einer trockenen, hellen Nacht die Nebelschlussleuchten einschalten und damit den nachfolgenden Verkehr blenden und sogar gefährden. Vielleicht, liebe Licht-Experten bei den Autoherstellern und Zulieferern, könnte man da auch mal eine zuverlässige Technik bringen, sozusagen die fahrerunabhängig intelligente Nebelschlussleuchte? Vielfacher Dank wäre Ihnen gewiss.

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