Lexus

Lexus GS 250 F Sport: Es muss nicht immer Hybrid sein
Lexus GS 250 F Sport: Es muss nicht immer Hybrid sein Bilder

Copyright: auto.de

Lexus GS 250 F Sport: Es muss nicht immer Hybrid sein Bilder

Copyright: auto.de

Lexus GS 250 F Sport: Es muss nicht immer Hybrid sein Bilder

Copyright: auto.de

Lexus GS 250 F Sport: Es muss nicht immer Hybrid sein Bilder

Copyright: auto.de

Die Business-Klasse bei Lexus hat seit 1991 einen eigenen Namen, oder besser, eine Buchstabenkombination: GS. Nachdem die Premium-Tochter von Toyota 1989 mit der Oberklasselimousine LS angetreten war, folgte 1991 der GS als zweite Baureihe. Seit Juni geht die vierte Generation gegen die E-Klasse von Mercedes, den Audi A6 oder die Fünfer-Reihe von BMW an den Start; wahlweise mit Hybrid-Antrieb oder einem 2,5-Liter-V6-Benziner mit 154 kW/209 PS.

Als „F Sport“-Versionen dürfen der Lexus GS 250 und der GS 450h zeigen, was in ihnen steckt. Bei der 4,85 Meter langen Limousine GS 250 „F-Sport“ für 59 500 Euro fällt es schwer, von einer „Einstiegsversion“ zu sprechen. Gegenüber einem entsprechend ausgestatteten GS 450h „F Sport“ fällt der Grundpreis aber immerhin um rund 12 000 Euro günstiger aus. Ein Betrag, der sich durchaus sparen lässt, denn mehr als den GS 250 braucht man in der Praxis nicht.

Dass die Business-Klasse von Lexus in all den Jahren nur ein Exoten-Dasein gegen die „großen Drei“ aus Deutschland, Mercedes, BMW und Audi fristete, führten die Verantwortlichen im Wesentlichen auf den Mangel an Image zurück. Vielleicht erwies sich auch das zurückhaltende optische Auftreten der Limousine als Appetitzügler. Das muss sich die vierte Generation des GS beim besten Willen nicht mehr ankreiden lassen. Das neue Markengesicht mit dem ausdruckstarken und [foto id=“442974″ size=“small“ position=“left“]charakteristischen Grill verleiht dem Japaner endlich ein unverwechselbares Profil. Der „F-Sport“-Trimm unterstreicht die Optik mit mattschwarzen Applikationen und Gittern.

Überhaupt verfolgt Lexus mit seinem „F-Sport“-Programm ein bemerkenswertes Konzept, das sich gegen die AMG-Aktivitäten von Mercedes oder das M-Programm von BMW stemmen soll. Bei Lexus geht es dabei nicht um mehr Leistung, sondern um ein geschärftes Profil beim äußeren und inneren Auftritt sowie bei der Abstimmung des Fahrwerks. Neben der überarbeiteten Front ist ein GS „F Sport“ äußerlich vor allem an den dunkel lackierten Leichtmetallrädern mit 19 Zoll Durchmesser erkennbar. Über die spannen sich an der Vorderachse Pneus der Dimension 235/40 R19, an der Hinterachse 265/35 R19.

Im Innenraum erwärmt die „F Sport“-Ausstattung Auge, Herz und Seele. Dazu gehören gut konturierte Sportsitze mit Lederpolster und vielfältigen Einstellungsmöglichkeiten. Viel Leder und Leichtmetall kombinierten die Designer zu einem Ambiente, das nicht nur höchst geschmackssicher herüber kommt, sondern auch mit einer makellosen Verarbeitung glänzt. Direkt im Blickfeld des Fahrers liegen die Anzeigen als klassische Rundinstrumente. Daneben prägt ein riesiger LED-Bildschirm, tief und nahezu blendfrei platziert, den Armaturenträger. Statt einem Touchscreen vertraut Lexus auf die Bedienung mit einem zentralen Stellknopf auf der Mittelkonsole. Der Bildschirm ist so groß, dass er gleichzeitig ein großes Abbild der Navigation und der Steuerfunktionen für Klima, Musikanlage oder Bordcomputer bietet. Mit ausreichendem Platz im Fond und 566 Litern Stauraum-Volumen im Heck qualifiziert sich der GS 250 als mustergültige Reiselimousine. Leise und für ein Sportmodell erstaunlich komfortabel abgestimmt, zieht der GS seine Bahn, und wirkt dabei wie eine Wellness-Oase auf die Passagiere.[foto id=“442975″ size=“small“ position=“right“]

Der antrittstarke V6-Benziner mit Direkteinspritzung bietet mit seinen 154 kW/209 PS in jeder Situation ausreichend Kraft, um souverän mit zu schwimmen. Der 24-Ventiler dreht mühelos bis zur Drehzahlgrenze, wird nie laut und schon gar nicht aufdringlich. Hohe Drehzahlen dringen sonor in den Innenraum. Es muss beim GS wirklich nicht zwingend Hybrid sein. Die Antriebskraft verwaltet eine sechsstufige Getriebeautomatik. Sie verfügt zwar über zwei Stufen weniger als entsprechende Kraftübertragungen bei Mercedes oder BMW, dafür agiert die Lexus-Schaltbox so unaufdringlich, dass die Schaltvorgänge kaum wahrnehmbar ablaufen. Die 9,1-Liter Superbenzin Normverbrauch pro 100 Kilometer (215,7 g CO2/km) erweisen sich in der Praxis als annähernd realistisch. Zumindest solange der GS 250 entspannt über die Piste rollt. Bei zügiger Fahrweise können es aber auch gut 11 Liter auf 100 Kilometern sein (260,7 g CO2/km).

Dass Lexus konkurrenzfähige Autos in der Premium-Klasse anbieten kann, ist schon lange unstrittig. Der neue GS bietet Profil, Eigenständigkeit und Qualität, sodass er potentielle Kunden in der automobilen Business-Klasse aufmunternd zurufen darf: Pfeif doch mal auf das Image!

Bewertung

Pluspunkte:
+ Umfangreiche Ausstattung
+ hochwertige Materialien und ausgezeichnete Verarbeitung
+ leiser laufruhiger Motor
+ riesiger Bordmonitor
Minuspunkte:
– Unübersichtliches Heck
– kleine Kofferraum-Öffnung

Datenblatt: Lexus GS 250 F Sport

Viertürige Limousine mit fünf Sitzplätzen
Länge/Breite/Höhe/Radstand: 4,85/1,84/1,46/2,86 m
Leergewicht: 1 715 kg
Gepäckraum: 566 l
Tankinhalt: 66 l
Preis: 65 050 Euro

Motorisierung

V6-Benziner aus Leichtmetall, Direkteinspritzung
Hubraum: 2 500 cm3
Leistung: 154 kW/204 PS bei 6 400 /min
max. Drehmoment: 253 Nm, bei 4 800/min
0 – 100: 8,6 s
Höchstgeschwindigkeit: 225 km/h
Normverbrauch kombiniert: 9,1 l/100km
CO2-Ausstoß: 215,7 g CO2/km, Euro 5

UNSERE TOP-ANGEBOTE FÜR SIE

MEHR ERFAHREN AUS DEM BEREICH NEWS

Audi TTS

Audi TTS als Competition Plus mit 320 PS

Mazda2

Mazda2: Flotter Auftritt mit sanftem Gemüt

Audi R8 Spyder V10 Performance

Audi R8 Spyder V10 Performance Quattro: Reiner Spaßmacher

zoom_photo