Lienzer Geschichten II: Geht nicht, gibt’s in einem Grandhotel nicht
Lienzer Geschichten II: Geht nicht, gibt's in einem Grandhotel nicht Bilder

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Spa-, Wellness-, Beautybereich und Medizinzentrum sind integriert. Bilder

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Im Grandhotel Lienz wird auch kreative Gourmetküche zelebriert. Bilder

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Das Ambiente erinnert teilweise an die Zeiten der Belle Epoque. Bilder

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Blick aus dem Empfangs- in den Bar- und Salonbereich. Bilder

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Blick auf die Hotelterrasse direkt am Ufer der Isel. Bilder

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Die 76 Zimmer und Suiten sind stilvoll eingerichtet. Bilder

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Das Fünf-Sterne-Haus ist 2009 eröffnet worden. Bilder

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Heinz Simonitsch ist Miteigentümer des Grandhotels Lienz. Bilder

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Lienz – Was ein Grandhotel ist? Wodurch vor allem es sich von anderen Hotels unterscheidet? Professor Heinz Simonitsch braucht nicht lange zu überlegen: „Ein Grandhotel ist ein Hotel, das Ambiente, Architektur, Einrichtung, Aktivitäten, Service, Küche, Weinkeller und persönliche Dienstleistungen für Gäste mit einem hohen Anspruch offeriert“, sagt der Miteigentümer des 2009 eröffneten Grandhotels Lienz in Osttirol.

Wer an ein Grandhotel denkt, denkt vor allem wohl an Zeiten der Belle Epoque. Wann und warum sind Grandhotels überhaupt entstanden?

Heinz Simonitsch: Sie sind vor über 100 Jahren entstanden, als nur die oberste Schicht der Bevölkerung reisen konnte. Grandhotels wurden gebaut, um den Anforderungen dieser Reisenden zu entsprechen.[foto id=“517721″ size=“small“ position=“right“]

Und wie können sie heute im immer härter gewordenen Konkurrenzkampf auch in der Hotelbranche bestehen?

Heinz Simonitsch: Sie können es durch persönlichen Spitzenservice, indem der Gast nach wie vor als König oder als Königin betreut wird.

Welche Gäste kommen in ein Grandhotel?

Heinz Simonitsch: Grandhotels sprechen in der Regel eine internationale Gruppe von Gästen an. Bei uns kommen sie insbesondere aus Österreich, Deutschland und der Schweiz. Viele sind Stammgäste und oft zum wiederholten Mal hier. Sie bleiben meist drei bis fünf Tage.[foto id=“517722″ size=“small“ position=“left“]

Und warum kommen Sie?

Heinz Simonitsch: Weil sie sich entspannen, Wohlgefühl genießen, ihren Körper entgiften, abnehmen, sich gesundheitlich untersuchen, Ausflüge machen oder sich sportlich betätigen wollen. Außerdem haben wir eine mit zwei Hauben ausgezeichnete Gourmetküche hier im Haus.

Ein Grandhotel-Aufenthalt ist nicht billig. Und eine fast 20-Millionen-Euro-Investition muss sich irgendwann amortisieren. Sind Sie zufrieden?

Heinz Simonitsch: Osttirol ist im Grunde ein noch nicht entdecktes Urlaubsparadies, das bis 2009, als wir eröffneten, noch kein Fünf-Sterne-Hotel hatte. Wir sind mit dem jährlichen Anstieg zufrieden, haben aber durchaus noch Kapazitäten, um zu wachsen.[foto id=“517723″ size=“small“ position=“right“]

Sie haben es eben selbst angedeutet: In Osttirol ein Grandhotel zu etablieren, das ist sicher nicht ohne Risiko. Wie haben Sie es dennoch geschafft? Was hat es etwas leichter gemacht? Wo war es schwer?

Heinz Simonitsch: Jedes neue Hotel hat am Anfang seine Schwierigkeiten, vor allem in Zentraleuropa, wo die Betriebskosten doch ziemlich hoch sind. Was es uns vielleicht etwas leichter gemacht hat, ist sicher, dass es da diesen Drang der Europäer nach dem sonnigen Süden gibt und wir hier im Osten Tirols auf der Alpen-Südseite, umgeben von Hohen Tauern und Dolomiten, dass Glück eines speziellen Mikroklimas mit nachgewiesenen über 2000 Sonnenstunden im Jahr haben. Es ist einfach so: Der Mensch will zum Wasser – und es zieht ihn in die Berge.

Profitieren Sie in Lienz eigentlich eher vom Winter- oder Sommertourismus? Welche Rolle spielen Gesundheit und Wellness? [foto id=“517724″ size=“small“ position=“left“]Ein immer stärkerer Trend auch bei Ihnen?

Heinz Simonitsch: Unser Hotel gibt es seit 2009. Seit 2013 haben wir es zehneinhalb Monate im Jahr geöffnet. Sommer, Herbst und Weihnachten sind bei uns die wichtigsten Zeiten. Wir tragen dem in der Tat immer stärker werdenden Trend nach Wellness und Gesundheit schon von Beginn an Rechnung, haben unserem Haus gleich ein 1400 Quadratmeter großer Spa-, Wellness und Beautybereich mit Pools und Fitnessräumlichkeiten sowie ein modernes Medizinzentrum unter Leitung des Internisten Professor Peter Lechleitner angeschlossen.

Worauf kommt es beim Führen eines Grandhotels vor allem an?

Heinz Simonitsch: Was irgendwie möglich ist, bieten wir unserem Gast. Dass jemand sagt, das geht nicht, gibt es bei uns nicht. Auf den persönlichen Kontakt zwischen Gast, Personal und Hotelleitung kommt es an. Ich denke, als Team kann man fast alle Leistungen erbringen.

Wenn ein neuer Mitarbeiter bei Ihnen im Service mit direktem Gästekontakt beginnt: Was geben Sie ihm mit auf den Weg?[foto id=“517725″ size=“small“ position=“right“]

Heinz Simonitsch: Dass Teamarbeit der Schlüssel zum Erfolg ist. Sie führt zu einem zufriedenen Gast, der dann auch wiederkommen will. Und Gäste? Wie sollten sie sich in einem Grandhotel verhalten? Heinz Simonitsch: Sie sollten sich dem Ambiente entsprechend kleiden, vielleicht „casual elegant“. Wichtig ist, sich, wenn möglich, wie zu Hause zu fühlen. Darum bemühen wir uns.

Heinz Simonitsch

… stammt aus der Steiermark, hat nach Stationen in Wien, der Schweiz und Kanada das Half Moon Resort auf Jamaika mit aufgebaut, es zu einem der führenden Häuser in der Karibik gemacht. Geschäftspartner beim Grandhotel Lienz ist Hugo Westreicher, der mit seiner Frau auch das Fünf-Sterne-Cervosa in Serfaus betreibt. Simonitsch, Jahrgang 1927, [foto id=“517726″ size=“small“ position=“left“]ist Professor, besitzt neben der österreichischen die britische Staatsbürgerschaft, war Österreichs Honoralkonsul auf Jamaika, dort Präsident des Hotel- und Tourismusverbandes, stand der Vereinigung der Hotels in der Karibik vor, kümmerte sich um den Fachkräfte-Nachwuchs, setzte sich für bedürftige Kinder ein, hat Krankenhäuser und Kirchen unterstützt. Eine Schule ist nach ihm benannt.

Service Auto

Mit dem Auto reist man von Deutschland aus am besten über Füssen und weiter über die A12 und das rund 185 Kilometer entfernte Innsbruck oder über München und weiter über die A8 und die A93 über Kufstein, Kitzbühel, Mittersill und Mattrei an. Von Füssen aus sind es etwa noch 295 Kilometer bis Lienz, von München aus rund 220. Die Verkehrsregeln in Österreich sind mehr oder weniger identisch mit denen bei uns. Als Durchreisender sollte man vor allem die scharf überwachten Tempolimits im Land beachten: Innerorts sind 50 Stundenkilometer erlaubt, außerorts 100, auf Autobahnen 130. Die Promillegrenze liegt bei 0,5. Wer mit dem Flieger anreisen will: Die nächsten Flughäfen sind Klagenfurt, Innsbruck oder Salzburg. Lienz ist auch Bahnstation. /Fotos: Koch/Grandhotel Lienz

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