Mercedes 300 Sc Roadster

Mercedes-Benz 300 Sc Roadster: Diese Schönheit hat ihren Preis
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Es gibt Traumautos, die furchtbar hässlich sind, aber Charakter haben - und die jeder kennt. Und es gibt traumhaft schöne Autos, die nur die wenigsten eingefleischten Auto-Liebhaber auf dem Zettel haben. Der Mercedes 300 Sc Roadster fällt in die zweite Kategorie. Vor 60 Jahren kam der seltene Klassiker auf den Markt. Wir sind das wertvolle Schmuckstück gefahren. Als Deutschland im Wirtschaftswunder-Rausch war, aus dem Radio Bill Haley mit "Rock around the clock" tönte und in Amerika die Autos nicht groß und die Heckflossen nicht wuchtig genug sein konnten, präsentierte Mercedes den 300 Sc - das teuerste Serienauto mit Stern, das bis dato gebaut worden war. Mit einem Preis von 36.500 D-Mark kostete der Roadster sogar mehr als ein 300 SL "Flügeltürer". Für Normalverdiener war das Auto unerschwinglich. Der durchschnittliche Monatslohn lag 1956 bei 200 D-Mark. Auch 60 Jahre später macht der Mercedes noch Eindruck, vielleicht sogar noch mehr als damals. Mit seiner stattlichen Länge von 4,70 Meter ist das 1,8-Tonnen-Auto ein echter Blickfang - sogar in der Ausstellungshalle des Mercedes-Benz Classic-Center, wo seltene Oldtimer zum Tagesgeschäft gehören. Gegen den schicken dunkelroten Roadster mit der beige-farbenen Lederausstattung haben die meisten anderen Klassiker bei Auto-Fans das Nachsehen. Zwei Besucher bestaunen den Mercedes, fotografieren ihn von allen Seiten, während ein Mechaniker das Verdeck öffnet. An der Windschutzscheibe auf beiden Seiten entriegeln, vorsichtig zurückklappen, Persenning drauf - fertig. Erst jetzt kommt die absolut geradlinige Formensprache des Wagens richtig zur Geltung, angefangen am Kühlergrill, entlang der Türen bis zum hinteren Kotflügel und der Kofferraumklappe, wo die Karosserie elegant nach unten abfällt. Der 300 Sc ist die überarbeitete, modellgepflegte Variante des 300 S, den Mercedes ab 1951 im Programm hatte. Dennoch ist das Auto deutlich mehr als ein Facelift, wie wir es heute kennen. Zwar gibt es kleinere optische Retuschen wie neue Blinker, eine umlaufende Chromleiste und geänderte Lüftungsschlitze in der Motorhaube.
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Wichtigste Neuerung war der Motor des Mercedes 300 Sc Roadster

Die wichtigste Neuerung aber steckt unter der Haube: Statt mit drei Vergasern arbeitet der drei Liter große Sechszylinder-Reihenmotor mit einer Einspritzanlage. 175 PS leistet das Aggregat, das reicht für 180 km/h Spitzentempo. Allzu rasant verläuft die Ausfahrt im Stuttgarter Umland aber nicht, Landstraßentempo reicht völlig. Dann kann man neben der Landschaft auch den luxuriösen Innenraum voll und ganz genießen, mit poliertem Holz-Armaturenbrett und ganz viel Chrom. Beeindruckend: Der 300 Sc Roadster fährt sich trotz seines stattlichen Alters und trotz knapp 94.000 Kilometer Laufleistung wie ein Neuwagen. Die vier Gänge lassen sich geschmeidig und völlig problemlos durchschalten. Nur die Lenkung ist extrem gewöhnungsbedürftig, da sie bauartbedingt sehr indirekt wirkt - ein "Markenzeichen" der gesamten Baureihe W188 (II). Lenken ist hier noch echte Arbeit, genauso wie Bremsen. Obwohl ein Bremskraftverstärker an Bord ist, sollte nicht zu zaghaft aufs Pedal treten, wer den Koloss mit Trommelbremsen zum Stehen bringen möchte. Dank des Drehmoments von 255 Newtonmetern bei 4.300 Umdrehungen in der Minute und einer Beschleunigung von 14 Sekunden bis Tempo 100 ist der Oldie auch für moderne Autos keine Verkehrsbehinderung, im Gegenteil: Hinterherfahrende...
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