Mit dem Omnibus auf den Kehlstein
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Für die steilste Omnibusstrecke Deutschlands setzt der Regionalverkehr Oberbayern (RVO) jetzt auf Setra-Niederflurfahrzeuge mit Voith-Automatikgetrieben.

Hohe Fahrsicherheit und Komfort

Für den Einsatz auf der nur vier Meter breiten Straße vom Obersalzberg zum Kehlsteinhaus sind die sechs neuen Fahrzeuge des Typs S 415 NF gut gerüstet. Das Fahrwerk mit Einzelradaufhängung vorn und fein abgestimmter Niederflurachse bietet ein hohes Maß an Fahrsicherheit und Komfort.

Der Antrieb mit 260 kW/354 PS starkem Diesel-Sechszylinder und der Viergang-Automatik wurde an die sehr speziellen Verhältnisse der Bergwelt angepasst. Das Getriebe ermöglicht gerade im unteren Geschwindigkeitsbereich eine geringe Anzahl an Schaltvorgängen, eine ungewöhnlich langsame Achse sorgt für reichlich Leistung am Rad.

Timing hat oberste Priorität

Sicherheit und Zuverlässigkeit haben bei der Auswahl der Fahrzeuge die größte Rolle gespielt. Denn die Busse befahren die engen und steilen Strecken in knappen Zeitfenstern. Bis zu 3 700 Besucher fahren täglich zum Kehlsteinhaus im Berchtesgadener Land. Die Abfahrt jedes Fahrzeugs wird wie an Flugplätzen geregelt – jeder Fahrer hält sich exakt an seinen „Slot“. Der Begegnungsverkehr kann ausschließlich an Ausweichstellen passieren – der bergab fahrende Bus hält, während der Bus im Anstieg ohne Stopp vorbeifährt.

Steigungen von zum Teil 24 Prozent sind zu bewältigen, mit vier Meter Breite und knapp geschnittenen Tunnels kann die Straße ausschließlich von flachen Niederflurbussen unter die Räder genommen werden. Für die extreme „Talabfahrt“ besonders wichtig ist ein leistungsstarker Retarder. Die ins Automatikgetriebe integrierte Strömungsbremse verzögert verschleißfrei – der 18-Tonner kommt bei der steilen Abfahrt ohne eine einzige Betätigung der Radbremsen aus. Die bleiben kalt und müssen nur an der Ausweichstelle und unten an der Talstation ran – oder aber, wenn ein Notfall vorliegt. Der Retarder wandelt kinetische Energie in Wärme, wenn eine zunehmende Menge Öl gegen Turbinenschaufeln drückt. Die Wärme wird über einen Wärmetauscher an das Kühlwasser des Motors abgeführt.

Dem Thema Kraftstoffverbrauch sieht man beim Betreiber RVO optimistisch entgegen. „Auch wenn wir jetzt mit Automatik fahren, kalkulieren wir nicht mit höheren Kraftstoffverbräuchen“, meint jedenfalls RVO-Chef Bodenschatz. An eine Langzeitprognose wagt sich allerdings niemand, denn ein gewisses Restrisiko bleibt. „Wie sich der neue Antriebsstrang im Lauf der Jahre und unter dieser hohen Belastung entwickelt, wissen wir auch nicht“, gibt Erwin Dangel ohne Umschweife zu.

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