“Moskau ist viermal tödlicher als London“
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Am ersten Mai-Wochenende registrierte die russische Verkehrspolizei im Land 1.671 schwere Verkehrsunfälle; 211 Menschen starben, 2.138 wurden verletzt.

Der Online-Dienst „Russland aktuell“ geht davon aus, dass eine solche Opferzahl sicher ganz Russland lange beschäftigte, wenn es ein großes Unglück – etwa den Zusammenstoß zweier Züge oder eine Kollision zweier Kreuzfahrtschiffe – gegeben hätte. „Auf die Verkündung von mindestens einem Tag Staatstrauer müsste man nicht lange warten.“ Es würde getrauert, dann suchte man Schuldige – und schließlich würden vielleicht auch Schlüsse gezogen: Wie konnte das passieren? Wie ließe sich eine Wiederholung des Geschehens verhindern?

Anders bei den zahlreichen Verkehrsunfällen. Sie sehe man hingegen nur als familiäre Tragödien, übers ganze Land verteilt. Sie schafften es allenfalls in die lokalen Nachrichten. Dabei sei der demografische bzw. volkswirtschaftliche „Schaden“ aber der gleiche wie der eines großen Unglücks.

Dass die Zahl der Verkehrstoten in Russland in den letzten Jahren deutlich rückläufig ist, obwohl die Zahl der Fahrzeuge rapide zugenommen hat, wird mit den hohen Sicherheitsstandards einer Vielzahl der Autos begründet: „Immer mehr Autofahrer sitzen in vergleichsweise sicheren (ausländischen) Autos, die serienmäßig mit ABS, Airbags und anderen Sicherheitsfeatures ausgestattet sind – im Gegensatz zur Masse der Ladas, Wolgas und sonstigen Errungenschaften des sowjetischen Autobaus.“ Auch die Erhöhung der Strafe fürs Fahren ohne Sicherheitsgurt von lächerlichen 100 auf 500 Rubel habe viele Leben gerettet, wird berichtet.

Dennoch sei „Moskau viermal tödlicher als London“ und der Straßenverkehr in Russland im Vergleich zu Europa lebensgefährlich. Allein in Russlands Hauptstadt gab es im vergangenen Jahr 746 Verkehrstote; und das trotz vergleichsweise guter Straßen und vieler Importautos. Das sind zwar 14 Prozent weniger als 2008, aber fast viermal mehr als im vergleichbar großen London. 2009 verloren dort 196 Menschen ihr Leben im Straßenverkehr. Allein an den Straßen und Autos liege es also nicht, schlussfolgert der Dienst, sondern am Fahrstil und mangelndem Sicherheitsbewusstsein der Verkehrsteilnehmer in Russland. Wo sonst gebe es das, dass sich Autofahrer auf den geschlossenen Gurt setzen, damit es so aussieht, als führen sie angegurtet …

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