Neue Motorentechnik – Laserstrahl statt Zündfunke

Zündkerzen gehören schon seit der Erfindung des Ottomotors zum Auto. Künftig könnten sie durch Laserstrahlen ersetzt werden. Japanische Wissenschaftler haben eine entsprechende Technik entwickelt, die den Kraftstoffverbrauch deutlich senken könnte.

Seit mehr als 150 Jahren zünden elektrisch erzeugte Funken das Benzin-Luftgemisch in Verbrennungsmotoren. Schon lange gilt der energiereiche Laser-Strahl als Alternative. Bislang benötigt die Technik aber zu viel Platz und arbeitet nicht zuverlässig genug. Forscher des japanischen Instituts für Naturwissenschaften wollen die Probleme gelöst haben. Ihre nun auf der Conference of Lasers and Electro Optics in Baltimore vorgestellte Laser-Zündkerze ist kaum größer als ein konventionelles Exemplar, jedoch deutlich schneller und leistungsfähiger.

Während die Zündkerze den Kraftstoff direkt an ihrer Spitze zündet, entwickelt der Laser seine Hitze im Zentrum des Zylinders. Dadurch ist ein besonders gleichmäßiger Verbrennungsvorgang möglich. Zudem injiziert der Laser seine Energie binnen Nanosekunden, wohingegen die Zündkerze Mikrosekunden benötigt. Die Steuerung der Verbrennung ist mit dem Laser entsprechend genauer.

Beide Effekte gemeinsam sollen den Kraftstoffverbrauch von Ottomotoren deutlich senken. Angaben zum Serienstart der Technik machen die Wissenschaftler jedoch noch nicht. Als möglicher Entwicklungspartner gilt die Toyota-Tochter Denso, mit der das Institut zusammenarbeitet.

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