Old- und Youngtimer: Ab in den Winterschlaf

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Die Nächte werden schon recht kalt, so dass es an der Zeit ist, den Oldtimer in den Winterschlaf zu schicken. Hier heisst es, den vierrädrigen Liebling gründlich zu waschen. Shampoo mit Waschkonservierer oder Waschanlagenprogramme mit Wachszusatz sind dabei laut dem TÜV Süd erste Wahl.

Das Waschwasser transportiert die schützenden Mittel sogar in Fugen und andere schwer zugängliche Karosserieteile. Die Reinigung des Unterbodens ist ebenfalls unerlässlich. Bei dieser Gelegenheit bietet sich auch eine Motowäsche an, die aber nur an einem Waschplatz mit Ölabscheider vorgenommen werden darf. Vorsicht gilt aber bei einer Hochdruckwäsche, denn der harte Wasserstrahl kann die Lichtmaschine und andere elektrische Komponenten schädigen. Von der Spritzdüse ist auf jeden Fall ein Mindestabstand zur Karosserie von 50 Zentimetern einzuhalten. Das gilt auch für die Reifen.

Eine gründliche Reinigung des Innenraums beugt Korrosion und schlechten Gerüchen vor. Zusätzliche Fußmatten überwintern am besten außerhalb des Autos, damit sich unter ihnen keine Feuchtigkeit bilden kann. Eine gute Belüftung des Innenraums dient dem gleichen Ziel. Dazu ? falls möglich – einfach die Seitenscheiben ein paar Zentimeter geöffnet halten. Für Ledersitze gibt es entsprechende Pflegemittel, die sie vor Versprödung und Feuchtigkeit schützen.Frisches Öl schützt den Motor. Auch wenn das Wechselintervall noch nicht erreicht ist, lohnt sich die Investition. Denn im Laufe des Betriebs haben sich Säuren und andere aggressive Stoffe im Öl gebildet, die auf Dauer Metallteile und Dichtungen angreifen. Die Kontrolle der Ölstände in Getriebe und Achsantrieb und das Auffüllen auf den korrekten Stand mit dem richtigen Öl stellt sicher, dass alle Zahnräder und Lager während des Stillstands optimal versorgt sind. Gute Pflege wirkt lebensverlängernd. Das gilt gerade bei Cabrio-Dächern. Autohersteller verkaufen dazu spezielle Reiniger und Konservierungsmittel. Bei Oldtimern ist Talkum das beste Mittel für die Gummiteile des Verdecks. Den Pneus tut ein leicht erhöhter Fülldruck gut. 2,5 bis 3 Bar sollten vor dem Abstellen drin sein. Und etwas Talkum an den Außenseiten von Oldtimer-Reifen erhöht die Haltbarkeit des Gummis. Auch ist der Kraftstofftank bis zum Rand aufzufüllen, damit sich während der Winterpause kein Kondenswasser bilden kann. Ein voller Tank beugt so gegen Korrosion vor.

Die Scheibenwaschanlage wird gern vergessen. Ist kein Wasser mehr drin, kann sie nicht einfrieren. Alternativ verhindert Frostschutz ein Vereisen. Die Scheibenwischer gehört abgeklappt, so dass er ohne Verformung oder Festkleben über den Winter kommt. Die Batterie von Oldtimern kann ohne Bedenken abgeklemmt, ausgebaut und an einem frostsicheren Ort gelagert werden. Empfehlenswert ist das Anschließen eines modernen Ladegeräts, das den Ladezustand aufrecht erhält, so dass die Batterie jederzeit einsatzbereit ist. Keinem Auto tut es gut, immer an der gleichen Stelle zu stehen. Alle paar Wochen ist die Position um ein paar Dezimeter zu verändern, das vermeidet Standplatten an den Reifen. Der Motor von jüngeren Fahrzeugen darf auch hin und wieder ein paar Minuten laufen, um die eingeschaltete Klimaanlage zu schmieren. Sonst kann ein Teil des Kältemittels durch ausgetrocknete Dichtungen entweichen.

Am besten steht das Sommerauto in einer trockenen und gut belüfteten Garage. Ist dies nicht möglich, hilft ein Überzug aus einem reißfesten Material. Den gilt es, gut zu befestigen, damit die Herbst- und Winterstürme dem Auto nichts anhaben können. Auf der Straße dürfen aber nur angemeldete Fahrzeuge stehen, und das Nummernschild muss sichtbar sein. Autos mit Saisonkennzeichen dürfen außerhalb ihres Zulassungszeitraums nicht auf der Straße geparkt sein.

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