Paketpreise sollen Kunden in die Werkstätten locken

Die freien Kfz-Werkstätten in NRW wollen ihre Preise senken. Mit Wartungs-Angeboten unter den sonst üblichen Stundenkosten will das Kfz-Gewerbe vor allem Besitzer älterer Fahrzeuge in die Werkstatt locken, die sonst auf Einzelreparaturen in Billigketten ausweichen oder ganz auf professionelle Unterstützung verzichten.
In NRW hat der Service-Anteil am Umsatz der Autohäuser nach Angaben des Landesverbandes des Kfz-Gewerbes um fünf Prozentpunkte zugelegt und erstmals die 20-Prozent-Marke überschritten; insgesamt wurden knapp 5,5 Milliarden Euro umgesetzt. Grund ist einerseits die Ausweitung des Wartungsgeschäfts, andererseits jedoch auch der schleppende Verkauf von Neuwagen. Hier haben die Betriebe im bevölkerungsreichsten Bundesland bei einem Minus von über zwölf Prozent nur noch 11,8 Milliarden Euro Umsatz gemacht. Im Gebrauchtwagenmarkt hingegen konnte ein geringes Plus erzielt werden. Er wird ohnehin nur noch zu einer Hälfte in Autohäusern abgewickelt. Der Rest geht von privat zu privat.
Der durchschnittliche Neuwagenpreis in NRW betrug mit leicht abnehmender Tendenz im vergangenen Jahr 24 360 Euro. Der Gebrauchte kostete beim Fachhandel im Schnitt 10 940 Euro. Dies ist ebenfalls ein leichtet Rückgang. Im Privatmarkt hingegen stieg der Durchschnittspreis um fast 20 Prozent auf 6 750 Euro.
Insgesamt blickt die Branche in NRW recht optimistischen in die Zukunft. Vor allem das Werkstattgeschäft soll weiter anziehen. Bei den Neuwagen hofft man auf vorgezogene Käufe wegen der Mehrwertsteuererhöhung zum Jahreswechsel. Im Gegensatz zum Bundestrend ist die Zahl der Betriebstätten und die Zahl der Beschäftigen im Kfz-Gewerbe in Nordrhein-Westfalen im Jahr 2005 im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Mit 9 050 Betrieben gibt es jetzt 226 mehr. Diesem Plus von 2,6 Prozent steht einem Minus im Bund von zwei Prozent gegenüber. Bei den Beschäftigten gab es einen leichten Zuwachs von 0,5 Prozent auf 79 949 Arbeiter und Angestellt. Bundesweit ging über ein Prozent der Arbeitsplätze verloren.
Begründet wird dies mit einem besonderen Nachholbedarf an Wartungsarbeiten in den großen Ballungsräumen des Landes. Hier würde sich zukünftig auch eine staatliche Förderung des Nachrüstens von Dieselautos mit einem Partikelfilter positiv auswirken. Diese müsse allerdings endlich beschlossen werden und pro Pkw mindestens 350 Euro betragen, fordert der Verband. Helmut Weinand/mid

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