Pkw: Geringste Unfallfolgen bei Kindersicherung entgegen der Fahrtrichtung
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Kinder sollten im Pkw mindestens bis zum vierten Lebensjahr mit dem Rücken zur Fahrtrichtung transportiert werden.

Begründung: Bei einem Crash wird der kleine Körper so mit der ganzen Fläche in die schützende Schale des Sitzes gedrückt. Sitzt der Passagier jedoch mit dem Gesicht nach vorn, müssen allein die Gurte die Kräfte auffangen. Kopf und Beine bewegen sich ruckartig nach vorn.

Untersuchungsergebnisse…

Vergleichende Untersuchungen in Deutschland und Schweden über die Schwere von Verletzungen bei Kindern in Pkw habe ergeben, dass die Schwere der Kinderunfälle ab dem ersten Lebensjahr in Deutschland gegenüber Kindern in Schweden um das Vierfache angestiegen ist. Bis zu diesem Alter hält sich die Schwere der Verletzungen in beiden Ländern die Waage, wie jetzt.auf einem Seminar von Volvo in Göteborg zum Thema der Kindersicherungssysteme bekannt wurde.

Sitzrichtung ist entscheiden

Anders Lie, Unfallforscher der schwedischen Behörde für Straßenverkehrswesen, begründete diesen Anstieg der Verletzungsschwere mit der Tatsache, dass bei Erreichen des zweiten Lebensjahres die Eltern in Deutschland in der überwiegenden Mehrheit ihren Nachwuchs in nach vorne gerichteten Systemen zu sichern beginnen. In Schweden findet der Transport aufgrund umfangreicher staatlicher Aufklärung und einem Angebot von entsprechenden Sitzen weiterhin entgegen der Fahrtrichtung statt.

Die Schutzwirkung der Rückhaltesysteme wirkt dann umso perfekter. Denn Kinder bis zum vierten Lebensjahr haben eine noch gering entwickelte Widerstandsfähigkeit im Hals- und Nackenwirbelbereich. Gerade diese Körperpartien werden jedoch bei einem Pkw-Unfall extrem in Mitleidenschaft gezogen, wenn Kinder in einem in Fahrtrichtung installierten Kindersitz oder einfach nur mit den Gurten auf einer Sitzschale für Erwachsenen transportiert werden. Der Kopf schlägt dann hart aufs Brustbein. Außerdem ist der Kopf eines Kindes in Bezug zum gesamten Körperbau wesentlich größer und damit auch schwerer als bei einem Erwachsenen. Jugendliche und Erwachsene können einen derartigen Stoß erheblich besser verarbeiten.

Rückwärts gerichteter Transport am sichersten…

Natürlich ist es auch nach Erkenntnissen der schwedischen Forscher besser, die Kinder während der Fahrt überhaupt zu sichern als gar nicht.
Doch der rückwärts gerichtete Transport ist aber der sicherste und daher so lange wie möglich beizubehalten. Ob diese Sitzposition dabei auf dem Beifahrersitz – der Airbag muss natürlich deaktiviert sein – oder hinten gewählt wird, ist für den Schutz unerheblich. Die Grenze ist erst dann erreicht, wenn das Kind aus dem Sitz hinausgewachsen ist. Auch den Einwand von Kindern, sie würden nicht gut hinausgucken können, sollten die Eltern aus den bekannten Sicherheitsgründen ignorieren.

Auffahrunfall und Frontal-Crash

Das Argument, dass Auffahrunfälle von hinten bei einer rückwärts gerichteten Sitzposition eine größere Beeinträchtigung mit sich bringen könnten, lassen die Schweden ebenfalls nicht gelten. Diese sind erheblich seltener und in der Regel längst nicht so dramatisch wie Frontalcrashs.
Sinnvoll ist ihrer Auffassung nach eine baldige einheitliche europäische gesetzliche Regelung zugunsten der Rückwärtssicherung von Kindern bis zum Alter von rund vier Jahren.

Fazit

Sie gehen gar noch einen Schritt weiter: Wenn es möglich wäre, sollten alle Fahrgäste von Autos, Bussen, Bahnen und sogar Flugzeugen generell mit dem Rücken zur Fahrtrichtung unterwegs sein. Die Unfallfolgen könnten dadurch erheblich gemindert werden.

mid/hw

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