Ratgeber: Fahren im Stau – Ständiger Spurwechsel bringt nichts
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Auf dem Weg in den wohlverdienten Urlaub gibt es wohl nichts nervigeres, als in einen langen Stau zu geraten. Und hat man den einen hinter sich gelassen, wartet wenige Kilometer später häufig schon der nächste.

Um solche Zeitverluste zu vermeiden, sollte man im Vorfeld die Reiseroute auf mögliche Staus hin abklopfen. Es lohnt sich zum Beispiel große Baustellen weiträumig zu entfernen, auch wenn man dadurch ein paar Kilometer mehr fährt. Statistisch gesehen sind Dienstag und Mittwoch die Reisetage mit der geringsten Verkehrsdichte. Wenn es die Buchung am Urlaubsort erlaubt, sollte man daher möglichst diese Tage zur Anreise nutzen, rät der TÜV Süd.

Landet man trotz aller Vorplanung im Stau, sollten einige Dinge beachtet werden. So beträgt der Abstand zum Vordermann idealerweise immer ein bis zwei Fahrzeuglängen. Nähert man sich einem Stauende, ist der Einsatz der Warnblinkanlage zur Warnung der nachfolgenden Fahrzeuge sinnvoll.

Damit Polizei oder Krankenwagen im Notfall schnell zur Unfallstelle kommen, muss zwischen dem linken äußeren und dem zweiten Fahrstreifen von links eine Rettungsgasse gebildet werden. An einer gesicherten Unfallstelle sollte man zügig vorbeifahren, um den Stau nicht künstlich zu verlängern.

Es bringt außerdem nichts, im Stau ständig die Spur zu wechseln, um vermeintlich schneller voranzukommen. Zahlreiche Studien belegen: Selbst wer ständig hin und her springt, fährt am Ende doch mit denselben Nachbarn aus dem Stau heraus, mit denen er hineingeraten ist.

Immer Tabu ist übrigens die Nutzung der Standspur. Entgegen den Gepflogenheiten vieler Autofahrer ist es nicht erlaubt, bei einem Stau die letzten Kilometer vor einer Ausfahrt über die Standspur zurückzulegen. Diese darf nur auf polizeiliche Anweisung als Fahrstreifen benutzt werden oder wenn eine entsprechende Beschilderung dies vorsieht, wie es beispielsweise auf der A8 vor Holzkirchen der Fall ist.

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