Ratgeber: Helfer für mehr Sicherheit im Stadtverkehr

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Die meisten Assistenzsysteme im Auto sind für hohe Geschwindigkeiten auf Landstraßen und Autobahnen gedacht. Dabei ist der Autofahrer gerade im Stadtverkehr stark gefordert. Einige neue Assistenten bieten ihm nun auch dort Unterstützung an. Das Spektrum reicht von einem Schutz gegen Auffahrunfälle bis zu der Erleichterung beim Spurwechsel. 

Populäre Helfer wie Spurhalteassistenten funktionieren bei den in der Stadt erlaubten 50 km/h in der Regel noch nicht. Der Schleuderschutz ESP spielt seine größten Vorteile ebenfalls erst bei Landstraßentempo aus. Und Nachtsichtgeräte fürs Auto bieten in hell beleuchteten Innenstädten auch nur wenig Vorteile. Spezielle Helfer für Autofahrer, die in der Regel in der Stadt unterwegs sind, gibt es erst seit neuestem.

Laut Statistiken findet jeder dritte registrierte Unfall in der Stadt bei Geschwindigkeiten unter 30 km/h statt. In vielen Fällen wurde dabei zu spät gebremst. In neuen Fahrzeugen soll da der Notbremsassistent helfen. Die Situation kennt jeder: Auf dem Heimweg aus dem Büro bummelt man mit dem Wagen durch den langsam fließenden Verkehr. Die tägliche Routine und einsetzende Müdigkeit lassen die Aufmerksamkeit schwinden. Wenn dann der Vordermann plötzlich bremst, bemerkt man es nicht rechtzeitig. Jetzt wird der technische Helfer aktiv, der mit seinen Sensoren den vorausfahrenden Verkehr ständig überwacht. Verkürzt sich der Abstand rasant, so dass eine Kollision droht, baut er vorsorglich Bremsdruck auf. Gleichzeitig warnt er den Fahrer akustisch oder optisch. Die neuesten Notbremsassistenten können sogar noch mehr: Steht die Kollision unmittelbar bevor, ohne dass der Fahrer eine Reaktion zeigt, wird eine automatische Notbremsung eingeleitet. So kann ein Unfall verhindert oder seine Folgen abgemildert werden.

Bei einem Test des ADAC erzielten die Abstandswarner gute Ergebnisse. Testsieger mit der Gesamtnote „gut“ wurde das von Volvo entwickelte „City Safety“-System im Volvo XC60, basierend auf den Abstandssensoren des Zulieferers Continental. Auch die Systeme von Audi, VW, Honda, Lexus und Ford erhielten überzeugende Bewertungen. Die Abstandshelfer sind meist mit anderen Fahrhilfen zu Paketen zusammengefasst, so dass beim Autokauf Aufpreise zwischen 2 000 Euro und 4 000 Euro fällig werden. Einige Kfz-Versicherungen honorieren das Sicherheitsbewusstsein mit einem Rabatt auf die Prämie.

Ein Feature für die Abendstunde ist das Abbiegelicht. Dabei leuchtet eine zusätzliche Lampe den Bereich schräg vor dem Wagen aus. So lässt sich in der Dunkelheit die Kollision mit schlecht sichtbaren Pollern oder Fußgängern vermeiden. Das System ist nur bei Geschwindigkeiten unter 70 km/h und eingeschaltetem Abblendlicht aktiv. Das Licht leuchtet automatisch auf, wenn der Blinker länger gesetzt wird oder der Fahrer das Lenkrad stärker einschlägt. Beim Einlegen des Rückwärtsgangs wird die Abbiegeleuchte automatisch auf beiden Seiten eingeschaltet und verbessert so die Orientierung. Häufig wird die Technik in Kombination mit dem sogenannten adaptiven Kurvenlicht angeboten, das vor allem Straßen außerorts besser ausleuchtet. Die Preisliste startet bei rund 400 Euro. Nachrüstsätze für reines Abbiegelicht gibt es für Preise zwischen rund 60 Euro und 200 Euro ohne Montage.

Vor allem im städtischen Gewusel kann ein Überwacher des toten Winkels hilfreich sein. Er überwacht per Kamera oder Radar den vom Fahrersitz nur schwer einsehbaren Bereich seitlich hinter dem Fahrzeug und warnt bei gefährlichen Spurwechseln. Gerade bei mehrspurigen Straßen kann das System ein Sicherheitsgewinn sein. Doch Vorsicht: Bei vielen Herstellern ist die Technik für den Einsatz auf Autobahnen optimiert und funktioniert bei niedrigen Geschwindigkeiten im Stadtverkehr nicht. Einsatzfähig ist unter anderem das „Blind Spot Detection System“ von Volvo, das es unter anderem im SUV XC60 zu Preisen ab 920 Euro gibt.

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