Reise nach Südtirol (VI): Wellness & Spa – Schon die Landschaft ist pure Kraftquelle
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Massagen dürfen in Wellnesshotels wie dem Engel Spa & Resort nicht fehlen. Bilder

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Sich einfach gehen lassen und entspannen. Bilder

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Die äußere räumliche Harmonie strahlt auf die innere körperliche und seelische ab. Bilder

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Ein Heubad zählt ebenfalls zu den Wellnessanwendungen. Bilder

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... im Indoorpool kann man sich sein persönliches Wohlgefühl holen. Bilder

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Auch im Dampfbad oder ... Bilder

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Wellness fängt in entsprechenden Räumlichkeiten an. Bilder

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Nova Levante/Welschnofen – Wann fühlen Sie sich wohl? Francesco Granata muss nicht lange überlegen: „Ich fühle mich persönlich wohl, wenn mein Umfeld passt, es meinem Körper und Geist gut geht und eine Harmonie besteht“, antwortet der gebürtige Neapolitaner, Jahrgang 1961. Nach der Ausbildung als Sport- und Physiotherapeut, nach der Tätigkeit in einer Gemeinschaftspraxis für orthopädische Physiotherapie und nach Weiterbildungen etwa zur Feldenkrais-Methode, zu Rückenschule, Tiefenmuskelentspannung und Thai Yoga gehört Granata seit 2009 zum Team des Engel Spa & Resort in Welschnofen in Südtirol.

Jemand, der zuhört

Hotelgäste kommen zu Francesco Granata, „weil sie merken, dass etwas nicht stimmt. Entweder sie fühlen sich abgeschlagen und müde, ohne Antriebskraft oder sie haben lokale körperliche Schmerzen, die sie im Leben beeinträchtigen. Alles Anzeichen dafür“, so der Therapeut, „dass der Energiefluss im Körper aus dem Lot ist.“ Und wie geht man dann vor? „Ich gehe genau auf sie ein“, sagt der Mann, der das Gespräch auch als Hauptbestandteil seiner Arbeit sieht. „Viele Gäste brauchen manchmal nur das, einen Seelenklempner, jemanden, der ihnen aufmerksam zuhört. Durch das Gespräch erfahre ich, wo ich ansetzten muss, ob im psychosomatischen Bereich mit Trommeltherapie und Meditation oder ob es rein körperliche Schmerzen sind. In diesem Fall beginne ich mit der Behandlung des Ist-Zustands etwa von Wirbelsäule, Halswirbel oder anderen, gehe dann ins Detail.“[foto id=“511172″ size=“small“ position=“right“]

Vorbeugung gegen Burnout

Burnout ist auch bei denen, die zu dem Therapeuten kommen, ein „großes Thema“. Doch was brennt uns so aus? Was erschöpft uns so? Was machen wir falsch? „Die allgemeine Überlastung, der Leistungsdruck, die hohen Anforderungen durch Beruf und Familie machen viele psychisch krank“, betont Granata: „Ich hab´ mich vor allem in Burnout-Vorbeugung spezialisiert, denn wer mag sich schon gerne eingestehen, dass er psychotherapeutische Hilfe braucht?“

Erst der sanftere Weg

Viele wählten deshalb erst einmal den sanfteren Weg, das heißt, sie suchen eine Gesprächspartner. „Einen Vertrauten“, präzisiert Granata, „mit dem man reden kann, eine Landschaft, Berge, die Kraft spenden weit weg von Alltag und Hektik.“ Und dann, fügt er hinzu, gehe er in die Tiefe, versuche, gemeinsam mit dem Gast eine neue Lebenseinstellung auszuarbeiten mit täglichen Trainings und Workshops. Jeder müsse selbst an sich arbeiten, lernen, Abstriche zu machen, nicht immer die Perfektion zu suchen, sondern einfach einmal tief durchatmen. „Das klingt alles sehr leicht, aber es ist ein langer, harter Weg.

„Dieses Weniger ist mehr“

Wie eine Region wie Südtirol schon als bloße Landschaft zum Wohlgefühl beitagen und was man in puncto Wohlgefühl von den Südtirolern lernen kann? „Südtirol ist durch seine Kultur, seine Traditionen und die atemberaubende Landschaft einfach schon eine pure Kraftquelle“, sagt Granata. Von den Menschen in Südtirol könne man lernen, dass die Einfachheit der Dinge auch heute noch einen sehr hohen Stellenwert habe, dass es noch Werte gebe im Leben, für die es sich lohne, um deren Bestehen zu kämpfen. „Dieses Weniger ist mehr.“

Trotzdem glücklich und zufrieden

Menschen, die in Städten leben, würden solche Werte oft nicht mehr kennen. „Dieses ‚Grüß Gott´, die Erkenntnis, dass Natur zum Leben gehört. Man meint, man müsse immer mehr haben, schneller sein, effizienter arbeiten, um Erfolg zu haben.“ Stattdessen vereinsame man immer mehr inmitten von Technologie und Social Media. „Nehmen Sie nur die Bergbauern“, nennt Granata das Gegenbeispiel, „einfache Kost, kein Luxus, weit weg von der Gesellschaft, von gesellschaftlichen Veranstaltungen, Urlaub ist ein Fremdwort – und trotzdem sind diese Menschen glücklich und zufrieden mit dem, was sie haben.“[foto id=“511173″ size=“small“ position=“left“]

Nicht nur spüren, sondern auch erleben

Welchen Stellenwert sich Wellness- und Spa-Einrichtungen in Hotels inzwischen erobert haben? „Mittlerweile einen sehr hohen“, findet der „Engel“-Therapeut, „weil sich Menschen hier wohlfühlen und zur Ruhe kommen wollen.“ Für falsch hält er die Tendenz, immer größere Spa-Einrichtungen zu bauen, in denen es letztlich nur noch um Quadratmeter und um Größe gehe. „Viel wichtiger ist es für mich, ein Produkt zu haben, eine Marke, die den Gast den Luxus nicht nur sehen, sondern auch hautnah spüren und erleben lässt. Und das ist auf alle Fälle die Qualität der Behandlungen und nicht die Sensibilität der Therapeuten.“

Und einfach leise „Danke“ sagen

Wie man sich schon vor dem Urlaub wohlfühlt? Er könne sich jeden Tag wohlfühlen, betont Granata. „Ich stehe auf, schaue in den Spiegel, atme tief durch und sage leise nur ‚Danke´. Dieser Ausdruck der Zufriedenheit mit sich selbst gibt unsere Körper positive Energie.“ Für Granata ist es das „Prinzip der Gesundheit, von innerer und äußerer Schönheit“.

Das Genießen des Moments

Ein Gast hat über Anwendungen wie Heubad, Dolomiten-, Thai-Yoga- und Aromaöl-Massage im Engel Spa & Resort einmal geschrieben: „Es nimmt dich mit in eine andere Welt. Ein Bad mit Heu, schön warm – und es riecht, es riecht nach Grün, nach Natur. Mich hat das in meine Kindheit versetzt, ohne Sorgen, ohne Stress, in meine Kindheit bei Oma und Opa. Es ist so intensiv, dass man nichts anderes machen kann als sich gehen zu lassen und zu entspannen. Man schaltet sofort ab, genießt den Moment. Man schafft es, den Alltag einfach wegzupusten. Das Leben ist schön. Der Tag kann beginnen.“

Schon Klima trägt zu Wohlgefühl bei

Südtirol bietet sich immer mehr auch als Wellness-Destination an. Hotels wie in Nova Levante/Welschnofen das Engel Spa & Resort (Vier-Sterne-Superior-Haus, 63 Zimmer/Suiten, Landhaus-Stil, Gourmetrestaurant, www.hotel-engel.com) haben sich mit speziellen Einrichtungen darauf eingestellt. Auch das Klima in der Region trägt zum Wohlgefühl bei. In den Tälern geht es in der Regel relativ mild zu, in den Bergen im Winter alpin. Die Küche, etwa Merende-Brotzeit, Ravioli-ähnliche Schlutzkrapfen oder Speck, gilt als eher bodenständig-bäuerlich mit italienischen und österreichischen Einflüssen. Namhafte Südtiroler Weine, etwa Terlaner oder Traminer, kommen nicht nur vom Kalterer See. Information: Italienische Zentrale für Tourismus Enit, Barckhausstraße 10, 60325 Frankfurt/Main, Telefon 069-237434, www.enit.de.[foto id=“511174″ size=“small“ position=“right“]

Service Auto

Per Auto reist man von Deutschland aus am besten über das gut 130 Kilometer entfernte Innsbruck und die Brennerautobahn an. Von München sind es etwa 300 Kilometer bis Welschnofen, von Stuttgart rund 450. In grandiosen Landschaften wie den Dolomiten heißt es runter vom Gas und genießen! Südtirol gehört zu Italien. Dort gilt Tempo 50 in geschlossenen Ortschaften, 90 außerhalb und auf Staatsstraßen, 130 auf Autobahnen. Mautmäßig zur Kasse gebeten wird man an fast jeder Autobahnausfahrt. Die Promillegrenze liegt bei 0,5. Wer anderweitig anreisen will: Bozen verfügt über einen Bahnhof, hat einen kleineren Flughafen, die nächstgrößeren sind Innsbruck oder Verona.

Ende der Serie

Mit diesem Beitrag beenden wir unsere siebenteilige Serie „Reise nach Südtirol“ über die zu Italien gehörende Region, über deren Küche und (Wein-)Keller, über Bozen, die Dolomiten und das Wohlgefühl dort. /Fotos: Koch/Engel

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