Rußpartikel-Emissionen: Smart und Renault Twingo durchgefallen
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Auf der Autobahn werden der Smart und der Renault Twingo zu wahren Rußschleudern. Die beiden Kleinstwagen stoßen laut eines ADAC-Tests ein Vielfaches der Partikel-Emissionen von Fahrzeugen mit durchschnittlichen Benzin-Motoren ohne Direkteinspritzung aus: Beim Smart liegen sie mit 37 Milligramm pro Kilometer sieben Mal so hoch, beim Twingo mit 93 Milligramm pro Kilometer gar 16 Mal so hoch. Und dabei sind die beiden Modelle gerade erst auf den Markt gekommen.

Rußschleuder bei Vollgas

Warum also dieser hohe Ausstoß bei Fahrzeugen, die technisch auf dem neuesten Stand sind? Bislang galten konventionelle Ottomotoren mit Saugrohr-Einspritzung nicht als Rußschleudern – im Gegensatz zu Dieseln oder direkteingespritzten Benzinern, die deshalb strenge Grenzwerte für die Partikel-Emission einhalten müssen. Nach der Abgasnorm Euro 6 sind das 4,5 Milligramm pro Kilometer. Die erfüllen auch der Smart und Twingo, laut dem ADAC aber eben nicht bei Tests mit einer Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h und mit Vollast-Beschleunigungen.

Unvollständige verbrennung

Aus technischer Sicht kommt es üblicherweise eher bei direkter Kraftstoff-Einspritzung zu großem Rußausstoß. Das geschieht, wenn die Tröpfchen sich nicht vollständig mit der Luft mischen. Doch auch bei einem Saugrohr-Einspritzer, wie ihn der Smart besitzt, kann unter ungünstigen Umständen die Verbrennung so unvollständig ablaufen, dass sich Rußteilchen bilden, erklärt der Motoren-Experte Prof. Georg Wachtmeister von der TU München in der Fachzeitschrift „kfz-betrieb“. Aber auch der Luftfilter sowie bei ungenügender Abdichtung durch das Kolbenringpaket das Motoröl seien als Ursache denkbar.

Vier-Wege-Katalysator schafft Abhilfe

Abhilfe könnte zum Beispiel eine zusätzliche Abgas-Nachbehandlung schaffen. Ein Vier-Wege-Katalysator von BASF etwa entfernt neben Kohlenmonoxid (CO), Stickoxiden (NOx) und Kohlenwasserstoffen (HC) auch Partikel aus dem Abgas. Die Teilchen bleiben dort hängen und werden bei hohen Temperaturen und mit Hilfe der katalytischen Beschichtung zu Kohlendioxid verbrannt. Das System befindet sich laut BASF bei vielen Kunden mittlerweile in der Entwicklungs- und Testphase.

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