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Schlechte Nachrichten aus Trollhättan: Saab schleudert

Schlechte Nachrichten aus Trollhättan: Saab schleudert Bilder

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In jüngster Zeit häufen sich die schlechten Nachrichten aus dem schwedischen Trollhättan. Saab soll das Geld ausgehen. Am Dienstag dieser Woche hatte die ehemalige General-Motors-Tochter, die jetzt dem kleinen niederländischen Sportwagenhersteller Spyker gehört, erneut die Produktion einstellen müssen. Der Grund: Mehrere Zulieferer hatten ihre Lieferungen wegen ausbleibender Zahlungen eingestellt, berichteten schwedische Medien. Die Fertigung lief nach einem Tag wieder an.

Der Saab-Besitzer Victor Muller hatte gegenüber Stockholmer Medien erklärt, das Unternehmen „habe keine größeren Probleme“, wollte sich zu den Zahlungsrückständen zunächst nicht äußern, kündigte gestern aber an, die Probleme mit den Zulieferern kurzfristig lösen zu können. Saab habe ausreichende Mittel, um seinen sofortigen Liquiditätsbedarf zu decken.

Am Freitag vergangener Woche hatte Spyker die Ausgabe von 5,5 Millionen neuen Aktien angekündigt. Die dadurch erwarteten rund 23 Millionen Euro will das Unternehmen zum Ablösen von Krediten verwenden. Für einen hohen Bedarf an flüssigen Mitteln spricht auch die Ankündigung von Spyker, seine Sportwagensparte für 32 Millionen Euro verkaufen zu wollen. Außerdem führt der russische Investor Vladimir Antonow Gespräche mit der schwedischen Regierung über eine Beteiligung von 30 Prozent für 50 Millionen Euro an der Saab-Mutter Spyker. General Motors hatte Antonow auf Geheiß des CIA für sechs Jahre an jeder Saab-Beteiligung ausschließen müssen. Der US-Geheimdienst ordnet ihn Mafia-Kreisen zu. Zu allem Überfluss verlässt der bisherige Saab-Chef Jan Aake Jonsson das Unternehmen. Seine Aufgaben übernimmt zunächst der Spyker-Eigner Muller. Inzwischen wurde auch bekannt, dass der als neuer Finanz- und Vizekonzernchef verpflichtete Nils-Johan Andersson kurz vor Amtsantritt wieder abgesprungen ist.

Saab hatte Spyker 2010 einen Verlust von 218 Millionen Euro eingebracht. Zwar waren 2010 mit 32 000 Fahrzeugen rund 53 Prozent mehr Autos hergestellt worden als im Krisenjahr 2009. Doch das Ziel von 80 000 Stück liegt in weiter Ferne.

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