Schwerpunkt Plug-in: Mercedes-Benz arbeitet auch schon am kabellosen Laden
In den Startlöchern: Der Mercedes C350 Plug-in-Hybrid kommt 2015. Bilder

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Der Mercedes S500 Plug-in-Hybrid gilt als Vorbote einer ganzen Plug-in-Hybrid-Flotte. Bilder

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Mercedes-Spezialist Timo Baumer an einer künftigen Ladeeinheit für kabelloses Laden. Bilder

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Blick auf aktuelle Mercedes-Hybridmodelle von der C- über die E- bis zur S-Klasse. Bilder

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Mercedes-Produktstratege und -planer Johannes Reifenrath am C350 Plug-in-Hybrid. Bilder

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Kopenhagen/Malmö – Als „Vorbote einer ganzen Plug-in-Hybrid-Flotte“ hat Mercedes-Benz den neuen S500 mit Doppelherz-Kraft aus Verbrennungs- und Elektromotor angekündigt. „Unsere Plug-in-Hybrid-Offensive“, sagt der bei den Stuttgartern für Produktstrategie und -planung verantwortliche Johannes Reifenrath bei der Fahrvorstellung in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen und im südschwedischen Malmö auf der anderen Seite des Öresund, „nimmt jetzt erst richtig Fahrt auf.“

Als nächstes der C350

Malmö, Lilla Varvsgatan 14. Auf einem Parkplatz zu Füßen des 190 Meter und 54 Stockwerke hohen Turning Torso stehen Exemplare der aktuellen Mercedes-Hybridauto-Palette nebeneinander. Sie reichen vom E300 Bluetec Hybrid über E400 Hybrid, S400 Hybrid und S300 Bluetec Hybrid bis zum C300 Bluetec Hybrid. Nimmt man den S500 Plug-in-Hybrid hinzu, summieren sich die Modelle mit Hybrid-Alternativantrieb bereits auf sieben. Und das nächste, der C350 Plug-in-Hybrid mit 155/211 kW/PS starkem Vierzylinder-Benziner und 60/82 kW/PS starkem Elektromotor, steht für nächstes Jahr schon in den Startlöchern. Auf dem Weg zum schadstofffreihen Fahren Zusammen mit Smart und der auf Hochleistungsfahrzeuge getrimmten Markentochter AMG haben die Stuttgarter mit dem kleinen Fortwo, der kompakten B-Klasse und dem supersportlichen SLS darüber hinaus drei reine Elektroautos im Programm. Zudem stehen erste Brennstoffzellen-B-Klassen auf den Rädern. Es wird ferner kontinuierlich weiter an der Verbesserung der herkömmlichen Benzin- und Dieselmotoren gearbeitet. Und doch, so Reifenrath jetzt in einem strategischen Elektrifizierungs-Ausblick auf dem Weg zum schadstofffreien Fahren: „In den kommenden Jahren wird der Schwerpunkt auf Plug-in-Hybriden liegen.“

Intelligente Regelstrategien

Die Kombination aus Verbrennungs- und Elektromotor hilft, den Gesamtverbrauch zu senken und die Performance zu steigern, da der Elektro- den Verbrennungsmotor dort ersetzt oder unterstützt, wo der Verbrenner „ungünstiges Verhalten“ zeigt, in der Regel also bei Teillast und geringer Leistungsanforderung. In der Maximierung der Energie-Rückgewinnung in Schub- und Bremsphasen liegt weiter das größte Potenzial zur Verbrauchssenkung bei Hybridantrieben. Intelligente Regelstrategien wie im neuen S500 Plug-in-Hybrid haben laut Mercedes zudem beispielsweise zum Ziel, „dass die Batterie am Ende einer Bergfahrt möglichst leer ist, damit sie bergab wieder geladen werden kann, und Städte möglichst mit voller Batterie zu erreichen, um im Stopp-&-Go-Verkehr effizient und häufig elektrisch fahren zu können“.

„Ganz klar Schlüsseltechnologie“

Plug-in-Hybride nennt Reifenrath „ganz klar die Schlüsseltechnologie“ auf dem Weg in die zumindest lokal schadstofffreie Zukunft des Automobils. „Und wenn der Strom fürs Auto dann auch noch komplett aus erneuerbaren Quellen kommt, fahren wir tatsächlich auf einem Null-Schadstoff-Niveau“, kündigt Reifenrath im 53. Stock des Turning-Torso-Hochhauses oben an, was sein Kollege Timo Baumer auf dem Parkplatz unten praktisch demonstriert: In einem Mercedes, auf dem „Wireless Charging“ steht, fährt Baumer in einer extra aufgebauten Garage mehr oder weniger punktgenau über eine quadratisch nur leicht aus dem Boden ragende Ladeeinheit, um den Wagen mit Strom zu versorgen, vollkommen kabellos. Die Serienreife dieses Systems ist zumindest noch innerhalb des Lebenszyklus der aktuellen S-Klassen-Generation geplant.

Für größtmöglichen Komfort

Weil die Stuttgarter eben auch das Laden noch angenehmer gestalten wollen, arbeiten sie – sogar zusammen mit Konkurrent BMW – neben kürzeren Ladezeiten ebenso an Technologien für induktives Laden, das Reifenrath dann in Verbindung mit dem automatisierten Einparken als „größtmöglichem Komfort für den Kunden“ sieht: „Der muss dann nämlich gar nicht mehr selbst Hand anlegen.“ /Fotos: Koch

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