Silvesterschäden

Silvester-Schock: Wenn das Auto zur Wunderkerze wird
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Mit einem unguten Gefühl im Bauch und weichen Knien gehen viele Autofahrer am Tag nach der Silvesternacht aus der Wohnungstür. Und das kommt nicht vom Alkohol. Es ist die Angst um das geliebte Fahrzeug. Raketen, Böller und Wunderkerzen hinterlassen Jahr für Jahr hässliche Spuren an den geparkten Autos. Da hat so mancher beim bloßen Anblick eine Katerstimmung, auch wenn er gar nicht übermäßig tief ins Glas geschaut hat. Doch die Experten vom Auto- und Reiseclub Deutschland (ARCS) beruhigen die Autofahrer ohne Garage. „Legales Feuerwerk verursacht bei der richtigen Anwendung kaum Schäden“, sagt ARCD-Pressesprecher Josef Harrer. „Kaum Schäden“ bedeutet allerdings nicht „keine Schäden“. Und so empfehlen die Experten, das Auto in einer ruhigen Nebenstraße zu parken.

Denn fest steht: Aus kurzer Entfernung abgeschossene Silvester-Raketen können durchaus Brand- und Schmauchspuren auf dem Lack und Dellen im Blech hinterlassen oder Scheiben zum Bersten bringen. Und: Keinesfalls sollten Feiernde das Auto als Ablage zum Abbrennen von Feuerwerkskörpern benutzen, denn dabei können ebenfalls Schäden entstehen. Lassen sich hässliche Böller-Spuren problemlos beseitigen? Bei „normalen“ Verfärbungen helfen meist eine Autowäsche und eine Lackpolitur. Kleinere Brandschäden können Autobesitzer mit einem Lackstift beheben, bei stärkeren Beschädigungen muss allerdings häufig in einer Werkstatt nachlackiert werden. Auch bei Dellen, Brandlöchern in Kunststoffteilen und Sprüngen in Scheiben hilft nur der Gang zum Fachmann – und das kann teuer werden.

Wer haftet für Schäden durch Silvesterfeuerwerk

Doch wer kommt letztendlich für den entstandenen Schaden und den ganzen Ärger auf? Bei Unachtsamkeit zahlt unter Umständen die private Haftpflichtversicherung des Verursachers, sagen die Experten. Ist dieser nicht bekannt, übernimmt die Teilkaskoversicherung Brand-, Explosions- oder Glasbruchschäden. Und die Vollkaskoversicherung kommt bei mutwilliger Zerstörung oder Dellen durch herunterfallende Raketen in der Regel für den Schaden auf, außer bei Feuerschäden am Lack. Betroffene sollten sich innerhalb einer Woche bei ihrer Versicherung melden, um die Kosten erstattet zu bekommen.

Und mit noch etwas müssen Autofahrer beim Jahreswechsel stärker rechnen als an anderen Tagen: mit alkoholisierten Passanten, die plötzlich vors Auto laufen. In Wohngebieten sollte man deshalb besonders aufmerksam fahren und stets bremsbereit sein. Außerdem ist in der Silvesternacht mit verstärkten Polizeikontrollen rechnen. Deshalb: Nicht nur Finger weg vom Alkohol, sondern auch immer den Führerschein und die Zulassungsbescheinigung griffbereit haben – sonst kommt der nächste Knall ganz bestimmt.

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