Test bestanden: Scuderi-Motor mit enormem Sparpotenzial

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Der US-Erfinder Carmelo Scuderi (1925-2002) beschäftigte sich bis zu seinem plötzlichen Tod mit Motoren und Kompressoren. Bis heute aber hat seine Erfindung nicht ihren Weg in die Modelle etablierter Hersteller gefunden. Bilder

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Die Verwendung des Konstruktionsprinzips des Scuderi-Motors könnte den Kraftstoffkonsum moderner Ottomotoren um mindestens ein Viertel drosseln. Das hat nach Angaben der Scuderi-Gruppe jetzt eine Computersimulation des Southwest Research Institute in San Antonio, Texas, angeblich ergeben.

In dem virtuellen Testlauf ist der Motor als Saugbenziner mit dem Chevrolet Cavalier aus dem Baujahr 2004 kombiniert worden. Legt man die Herstellerangaben zum Verbrauch des betagten US-Mittelklässlers von rund 14 Litern zugrunde, müsste sein Spritdurst um rund 3,5 Liter Benzin auf 10,5 Liter pro 100 Kilometer reduziert worden sein.

Spritspar-Trick

Der Spritspar-Trick des von dem italo-amerikanischen Ingenieur Carmelo Scuderi entwickelten Viertaktmotors besteht in seiner einfachen, aber äußerst wirksamen Arbeitsweise. Vom Grundprinzip her arbeitet dieser ähnlich wie die seit rund 130 Jahren in Automobilen verbauten Ottomotoren. Kleiner, aber entscheidender Unterschied zu Verbrennungsmotoren der „alten Schule“: Die vier Arbeitstakte sind dabei auf je zwei Zylinder aufgeteilt. Auf diese Weise lässt sich der [foto id=“339898″ size=“small“ position=“left“]Verbrennungsprozess deutlich optimieren. So ist jeweils ein Zylinder auf das Ansaugen und Verdichten spezialisiert, während der andere die Verbrennung und den Ausstoß übernimmt. Ein Arbeitszyklus ist somit nach einer Kurbelwellenumdrehung beendet. Motoren konventioneller Machart benötigen dafür zwei Umdrehungen.

Einzug in die Motorenpaletten

Unterm Strich sollen so bis zu 80 Prozent weniger Stickoxide und ein bis zu 50 Prozent gesteigerter Wirkungsgrad erreicht werden. Prinzipiell ließe sich diese Technik nach Ansicht von Experten kostengünstig auf alle Arten von Verbrennungsmotoren mit gerader Zylinderzahl übertragen. Es bleibt also mit Spannung abzuwarten, ob die Idee des 2002 verstorbenen US-amerikanischen Erfinders im Zeichen immer strengerer Schadstoffvorgaben und explodierender Spritpreise eines Tages nicht doch Einzug in die Motorenpaletten der etablierten Volumenhersteller hält. Angeblich prüfen 14 der 20 weltweit größten Automobil- und Motorenhersteller derzeit den Bau von Scuderi-Motoren.

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